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Smart TV: Infos und Übersicht

Moderne Fernseher sind wahre Multitalente. Durch die Verschmelzung mit dem Internet eröffnen Smart TVs einen idealen Weg, um das eigene Zuhause zu einem perfekt vernetzten Smart Home auszubauen.

© georgejmclittle / Fotolia

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Ein interaktiver Fernseher, sprich Smart TV, ergänzt das Fernsehen um medienübergreifende Angebote und Dienste, die direkt über das Internet abrufbar sind. Per Anschluss ans private Heimnetzwerk kann er zudem mit anderen Geräten kommunizieren, was es beispielsweise erlaubt, Inhalte vom Smartphone oder Tablet auf den Fernseher zu streamen. Dasselbe Prinzip greift auch andersherum: Mittels der Funktion Second Screen überträgt der Smart TV das per Kabel, Satellit oder Antenne empfangene Fernsehprogramm auf andere Geräte im selben Netzwerk. Das erspart nicht nur die Anschaffung weiterer Fernseher, sondern ermöglicht es zudem, die Lieblingsserie flexibel auf dem Balkon oder bequem im Bett zu Ende zu schauen.

Das macht Smart TVs zur hervorragenden Erweiterung für ein ausgetüfteltes Smart Home Setup und verwandelt das Wohnzimmer geradewegs in eine intelligente Kommunikationszentrale. Im Folgenden liefern wir einen Überblick über die wichtigsten Funktionen, Unterschiede und Hintergründe rund ums Thema Smart TV.

1. Was ist Smart TV?

Ein Smart TV ist ein internetfähiger Fernseher, der über zahlreiche weitere Funktionen verfügt, welche eigentlich eher mit einem Computer oder Smartphone in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen Video on Demand-Angebote ebenso wie der Zugriff auf soziale Netzwerke sowie Instant Messaging-Dienste. Einige Geräte verfügen sogar über einen vollwertigen Web Browser, mit dem sich das Internet durchstöbern lässt.

Möglich wird der Zusammenschluss von Fernsehen und Internet durch den anerkannten Smart TV-Standard namens "Hybrid broadcast broadband TV", abgekürzt HbbTV. Ähnlich wie beim Videotext werden hiermit zusätzliche Informationen angezeigt, die über eine Internetverbindung abgerufen werden. Üblicherweise wird das HbbTV-Menü über die Rote Taste auf der Fernbedienung geöffnet, weshalb die Angebote gemeinhin auch als Red Button-Funktion bezeichnet werden.

© Fotolia / Alextype / Smart auf Knopfdruck.

Statt sperriger Blockseiten wie beim traditionellen Videotext werden Hinweise zur laufenden Sendung, dem zukünftigen Programm, aktuelle Nachrichten, Sportergebnisse oder der Wetterbericht elegant und in Echtzeit ins Fernsehbild integriert. Verantwortlich für diese Inhalte zeichnen die jeweiligen TV-Sender. Mehr Informationen zur Funktionsweise von HbbTV hält unsere Kollegin Kathrin Sommer für interessierte Leser bereit.

2. Smart TV Voraussetzungen

Um die zusätzlichen Funktionen eines Smart TV zu nutzen, bedarf es selbstredend einer Internetverbindung. Die meisten Geräte sind mit einem Ethernet-Anschluss auf der Rückseite ausgestattet, womit sich eine direkte Verbindung zum heimischen Router herstellen lässt. Einige Modelle unterstützen zudem WLAN, und zwar entweder über eingebaute Hardware oder einen USB-Dongle, der extern angeschlossen wird.

Insbesondere für den ruckelfreien Abruf von Video-Inhalten empfehlen wir eine Bandbreite von mindestens 6000 Kbit/s. Für das Streamen von 4k-Inhalten (Ultra HD) sollten es hingegen mindestens 16 Mbit/s sein. Aufgrund des hohen hierbei anfallenden Datenvolumens ist zudem ein Pauschaltarif (Flatrate) von Vorteil.

Ob man sich letztlich für den Anschluss über Netzwerkkabel oder drahtloses WLAN entscheidet, kann man sich bei vielen Geräten aussuchen, reine Geschmackssache ist es dennoch nur bedingt: Gerade, wenn Wände zwischen Router und TV die Empfangstärke mindern, ist ein Kabel oft die bessere Wahl. Andernfalls müssen Abstriche bei der Übertragung in Kauf genommen werden.

3. Smart TV Bedienung

Neben der Fernbedienung können die meisten Smart TVs auch mit dem Smartphone, dem Tablet und sogar einer USB- oder Wireless-Tastatur inklusive Trackpad gesteuert werden. Das erleichtert die Eingabe von Text ungemein und ist insbesondere beim Surfen durchs Internet von Vorteil. Die einzelnen Geräte kommunizieren dabei problemlos über Bluetooth oder über ein WLAN-Signal.

Seit einigen Jahren können bestimmte Geräte von Herstellern wie Samsung, LG und Philips auch mit Gesten gesteuert werden. Hierbei erkennt eine integrierte Kamera die Handbewegungen und Gesichter der jeweiligen Anwender und erlaubt es etwa, das Menü aufzurufen oder die Lautstärke zu kontrollieren. Aufgrund der Gesichtserkennung weiß der Smart TV genau, welche Person gerade vor ihm Platz nimmt. Das ermöglicht beispielsweise den Direktzugriff auf spezifische Nutzerkonten oder kann in einem Haushalt mit Kindern als Kindersicherung verwendet werden. Die Fernbedienung SPIN remote setzt auf ein ähnliches Konzept und ist obendrein nahezu universal einsetzbar.

Des Weiteren steht bei einigen Top-Modellen auch eine Sprachsteuerung zur Verfügung, beispielsweise beim Samsung UE55KU6509 LED TV mit gebogenem Panel. Anstatt Begriffe manuell ins World Wide Web zu tippen, sprechen Sie die entsprechende Suchanfrage einfach aus, worauf der Fernseher Ihnen die relevantesten Ergebnisse anzeigt. Wie gut die smarte Technik von heute schon zuhört, haben wir mit diversen Sprachsteuerungen im Test überprüft.

4. Smart TV Funktionen

Zwar sind die Funktionen eines Smart TV abhängig vom Hersteller und dem jeweiligen Modell, doch haben sich einige Standards etabliert. So erlauben die meisten Geräte den Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Auch die Integration von Instant Messaging-Diensten wie Skype ist gängig. Im Verbund mit einer Webcam lässt sich Ihr Smart TV damit wunderbar für den Videoanruf bei Freunden und Familie nutzen. Wer aus Gründen der Privatsphäre lieber auf diese Funktion verzichten möchte, dem erklären wir in wenigen Schritten, wie sich die Smart TV-Kamera ausschalten lässt.

© Samsung / Dank Apps wie Skype wird der Smart TV zum Bildtelefon umfunktioniert.

Ein weiteres Feature ist der Zugang zu Video on Demand-Diensten wie Netflix, die eine gewaltige Auswahl von Filmen und Serien zum Streaming anbieten. Brandaktuelle Blockbuster erleben damit ihre Heimpremiere, noch bevor sie auf DVD oder Blu-ray erhältlich sind.

Mit Video-Portalen wie YouTube hingegen lassen sich Videoclips, Trailer oder Musikvideos schauen. Hierfür gibt es eine eigene Variante namens YouTube Leanback (auf Deutsch etwa “YouTube zum Zurücklehnen”), die sich bequem mit der Fernbedienung steuern lässt. Alternativ lässt sich YouTube Leanback auch mit Smartphone oder Tablet koppeln. Dann läuft das auf dem mobilen Gerät ausgewählte Video automatisch auf dem Fernseher.

Außerdem bieten viele Sender inzwischen eigene Mediatheken an, die eine Auswahl ihres aktuellen Programms auf Abruf bereithalten. Verpasste Sendungen gehören damit der Vergangenheit an. Für die Nutzung solcher Online-Archive fallen dabei keine Kosten an. Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF verfügen auch Privatsender wie ProSieben, Sat.1 und RTL inzwischen über eigene Mediatheken.

© ARD / Die ARD-Mediathek glänzt mit einer vielschichtigen Programmauswahl.

Die Aufnahmefunktion macht außerdem einen Videorecorder überflüssig: Dank integrierter Festplatte oder externem Speicher am USB-Anschluss können Smart TVs alles selbst aufzeichnen. Die Programmierung erfolgt dabei in wenigen Schritten direkt am Bildschirm. Mit Hilfe der sogenannten Timeshift-Funktion können sogar laufende Sendungen automatisch im Hintergrund gespeichert werden, sodass sie auch zu einem späteren Zeitpunkt noch abrufbar sind.

Darüber hinaus sind Smart TVs in der Lage, verschiedene Dateien wie Fotos, Videos oder Musik abzuspielen. Diese lassen sich entweder über eine USB-Schnittstelle oder über externe Speichermedien abrufen, wobei der Fernseher dann als Ausgabemedium fungiert.

Noch einfacher funktioniert das Streaming mittels Medienplayer. Hierbei werden die Dateien von anderen Geräten im heimischen Netzwerk empfangen, was das umständliche Kopieren erspart. Stattdessen wählt der Zuschauer auf dem Sofa lediglich die gewünschte Datei aus, der Smart TV erledigt den Rest. In unserem Hardware-Guide erfahren Sie alles über die perfekte Streaming-Technik.

5. Smart TV Apps

Besonders beliebt sind Smart TVs zudem für ihre zusätzlichen Programme, die sogenannten Apps. Damit wird das Gerät kurzerhand zur Entertainment-Schaltzentrale ausgebaut, welche den PC zwar nicht vollständig ersetzt, aber viele Vorteile auf den TV transportiert.

© Samsung / Der Samsung Smart Hub.

Smart TV Apps sind Anwendungen, die über einen speziellen Startbildschirm aufgerufen werden. Je nach Betriebssystem und Hersteller gestaltet sich die Benutzeroberfläche dabei etwas anders. Neben den vorinstallierten Diensten und Anwendungen lassen sich weitere Apps installieren, wodurch jeder Smart TV an die eigenen Ansprüche angepasst werden kann. Oftmals können die Apps in eigenen Ordnern organisiert werden, was den Abruf von Favoriten erleichtert.

In Anlehnung an den App Store von Apple oder den Google Play Store haben viele Smart TV-Hersteller eigene Online Stores entwickelt, in denen die Apps jeweils angeboten werden. Insbesondere Samsung und Panasonic setzen auf dieses Konzept. So stehen allein für Samsung-Fernseher inzwischen weit über 500 Apps zum Download bereit, was die Auswahl etwas erschwert. Aus diesem Grund haben wir Empfehlungen für die besten Smart TV Apps zusammengestellt.

Im sogenannten Samsung Smart Hub können Anwender dank intuitiver Bedienung nach passenden Anwendungen stöbern und auf ein reichhaltiges Video on Demand-Angebot an Filmen und Serien zurückgreifen. Neben einem vielfältigen Video on Demand-Katalog verfügt der Panasonic App Store über eine große Auswahl an Spielen, die direkt auf den Smart TV heruntergeladen werden können.

Für passionierte Spieler besonders interessant ist außerdem die App GameFly. Diese wird aktuell von den Herstellern Samsung, LG und Philips unterstützt und streamt Spiele direkt auf den Smart TV. Die Berechnungen finden dabei auf den Servern von GameFly statt.

© Samsung / GameFly streamt aktuelle Spiele-Blockbuster direkt auf den Fernseher.

6. Preiswerte Alternativen

Wer einen älteren Fernseher ohne Zugang zum Internet besitzt, aber auf die beschriebenen Vorteile trotzdem nicht verzichten will, kann mit Hilfe eines Smart TV Stick oder einer Smart TV Box preisgünstig nachrüsten. Diese werden per HDMI-Anschluss mit dem Fernseher verbunden und bieten im Wesentlichen dieselben Funktionen wie ein vollwertiger Smart TV. Die Stromversorgung erfolgt über ein eigenes Netzteil oder über einen USB-Port des Fernsehers.

Einzige Grundvoraussetzung ist auch bei diesen Lösungen der Zugang zum Internet. Im Falle eines Sticks kommt hierbei ein WLAN-Netz zum Einsatz. Bei den Boxen ist zusätzlich eine kabelgebundene Internetanbindung möglich.

Mittels einer Smart TV Box oder einem Stick lässt sich selbst ein alter Flimmerkasten zur Multimedia-Station umwandeln, der neben Apps und Online-Videotheken wie Netflix oder Amazon Prime Video auch den Zugriff auf Fotos und Videos aus dem Heimnetzwerk erlaubt. Ein neuer Fernseher ist also nicht unbedingt vonnöten.

7. Smart TV Sticks

Beim Kauf eines Smart TV Sticks stellt sich zunächst die Frage, ob zu einem eigenständigen Streaming Stick oder zu einem Dongle gegriffen werden soll. Der bekannteste Dongle ist wohl der Google Chromecast. Dongles arbeiten nicht selbstständig, sondern erfordern ein externes Gerät wie einen PC, ein Tablet oder ein Smartphone, von dem aus die Inhalte dann auf den Fernseher übertragen werden.

Daneben gibt es eigenständig arbeitende Streaming Sticks, die kein externes Gerät benötigen. Ein bekanntes Beispiel ist etwa der Kindle Fire TV Stick. Mittels Sprachsuche können Sie einfach den Namen des gewünschten Films aussprechen und innerhalb von Sekunden geht der Stream los.

Darüber hinaus muss beachtet werden, welches Betriebssystem der jeweilige Stick unterstützt. Soll beispielsweise ein Macbook mit dem Betriebssystem iOS für die Spiegelung der Inhalte verwendet werden, muss auch der Stick darauf ausgelegt sein. Natürlich gibt es auch Sticks für Google Android sowie Microsoft Windows. Viele Sticks unterstützen sogar gleich mehrere Betriebssysteme, um Inkompatibilitäten vorzubeugen.

Um die Kaufentscheidung zu erleichtern, haben wir die besten Streaming Sticks einem Vergleich unterzogen. Letztlich hängt die Auswahl von den geplanten Anwendungsbereichen ab und sollte in jedem Fall gut überlegt sein.

8. Smart TV Box

Für etwas mehr Leistung ist hingegen die Wahl einer Smart TV Box zu empfehlen. Zwar fallen diese Geräte etwas teurer aus, erlauben dafür aber auch das Abspielen aufwendiger Spiele auf dem Fernseher und bieten oftmals sogar die Unterstützung einer 4K-Auflösung.

Inzwischen gibt es eine vielfältige Palette an hochwertigen Smart TV Boxen, die mit allerlei Möglichkeiten zum Medien-Streaming daherkommen. Diese transportieren selbst einen herkömmlichen analogen Fernseher ins digitale Zeitalter.

Ebenso wie die Sticks werden die Boxen per HDMI-Port an den Fernseher angeschlossen. Folgen Sie danach den Anweisungen am Fernseher und in wenigen Schritten sollte das Gerät startklar sein.

Auch in diesem Fall haben wir die besten Smart TV Boxen einem Vergleich unterzogen, um Ihnen die Kaufentscheidung so einfach wie möglich zu machen.

9. Smart TV Kaufberatung

Wer bislang von den Vorzügen eines Smart TV überzeugt werden konnte und nun über den Kauf eines entsprechenden Geräts nachdenkt, für den haben wir einen handlichen Smart TV Kaufberater vorbereitet. Darin gehen wir auf alle relevanten Punkte wie Bildschirmgröße, Auflösung und Bildwiederholrate ebenso ein wie auf die Unterschiede bei der Smart TV-Funktionalität der einzelnen Hersteller. Das Reinschauen lohnt sich also allemal.

Wollen Sie sich hingegen direkt einen Überblick über die Referenzmodelle verschaffen, haben wir im Folgenden jeweils drei Smart TVs aus den unterschiedlichen Preiskategorien und Bildschirmdiagonalen für Sie zusammengestellt:

 

 

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