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Title: Entertainment
Siri Smart Speaker

Smarte Lautsprecher mit Apple’s Siri Sprachsteuerung

Gibt es ein Leben von Siri abseits von HomePod, iPhone, iPad, Mac, Apple TV und Apple Watch? Wir sehen uns Smart Speaker mit Siri Sprachsteuerung genauer an.

© Bose

© Bose

Das Unternehmen Apple bringt uns nicht nur stetig schöne und oftmals innovative Produkte, es hat auch schon zur einen oder anderen Wortschöpfung beigetragen, darunter auch „Garden Wall System“ bzw. „Walled Garden System“. Eine Formulierung, die zugegeben besser klingt als „Gefängnis“, wie es etwa bei „Jailbreak“ Verwendung findet und doch das Gleiche aussagt. Was das mit der Siri Sprachsteuerung zu tun hat? Ganz einfach: aufgrund der Beschränkungen des kalifornischen Unternehmens auf eigene Systeme sind Smart Speaker von Drittherstellern absolute Mangelware. Ob sich das 2018 oder 2019 ändern wird, lässt sich nicht sagen, da Apple sich das Zepter nicht ohne weiteres aus der Hand nehmen lässt. Und dabei gilt doch gerade Apple als Durchbruchbringer der Sprachsteuerung in unserer Zeit.

„Hey Siri“: die freundliche Stimme aus der Nachbarschaft

Der eine oder andere erinnert sich vielleicht an den damaligen Werbeclip mit dem Jogger, der per Sprachsteuerung sein iPhone 4s auffordert, ihm eine Nachricht vorzulesen, was Apple’s Sprachassistent Siri auch prompt tut. Siri steht als Akronym für Speech Interpretation and Recognition Interface. 2011 war das der Start der neuen Ära der Sprachsteuerung. Eigentlich war Sprachsteuerung ein alter Hut, bereits in den 30er-Jahren des letzten Jahrhundert arbeitete das amerikanische Telefonunternehmen AT&T an Lösungen, auch die 70er- und 80er-Jahre mit dem Computerboom zeigten in dem Bereich Fortschritte. Doch bis 2011 war Sprachsteuerung niemals so perfekt nutzbar wie im iPhone 4s.

Heute steckt die Siri Sprachsteuerung in allen Apple Produkten, vom iPhone über Apple TV bis zur Apple Watch. Klar, dass Google und Microsoft kurz darauf eigene Lösungen präsentierten, die teilweise früher in der Mache, jedoch zu unausgereift waren. Amazon hievte die Sprachsteuerung 2014 mit Alexa auf eine neue Stufe und ein smarter Lautsprecher namens Echo brachte Sprachsteuerung fest installiert in die Wohnungen und Häuser. Und in diesem Bereich gehört Apple nun im Jahre 2018 zu den letzten Anbietern einer eigenen Lösung. Diese ist jedoch, wie vom Unternehmen gewohnt, für die Apple-Fans wahrscheinlich die einzig wahre Lösung in dem Bereich.

© Apple / Besser spät als nie: der HomePod ist Apple’s Garden Wall Smart Speaker, der perfekt ins Ökosystem passt
Apple HomePod: smarter Lautsprecher mit Supersound

Der HomePod orientiert sich äußerlich am Mac Pro, ist relativ schlicht, aber gewohnt hochwertig. Im Inneren stecken ein Tieftöner für kraftvolle Bässe, sechs Mikrofone zur guten Spracherkennung, sieben Hochtöner mit jeweils eigenem Verstärker, ein Schallgeber für ausgewogenen Rundum-Sound und ein A8-Prozessor, um Befehle schnell verarbeiten zu können und den smarten Lautsprecher durch Analyse der Raumgröße klanglich automatisch einzustellen. Das Ergebnis kann sich laut vielen Testern mehr als hören lassen. Neben Sonos wird dem HomePod der beste Klang im Bereich smarter Lautsprecher bescheinigt. Gekoppelt mit einem zweiten HomePod wird nach einem Update in diesem Jahr Stereo-Sound möglich sein und dank AirPlay 2 auch Multiroom-Audio nichts mehr im Wege stehen. Der Smart Speaker reagiert verzögerungsfrei auf Sprachbefehle und lässt sich auch per Touch steuern. Doch es gibt auch viele negative Stimmen: der smarte Lautsprecher hinterlässt scheinbar Flecken auf diversen Mobiliar-Oberflächen, Siri kann nicht zwischen verschiedenen Nutzern unterscheiden und zur Musikwiedergabe mit Sprachsteuerung ist ausschließlich Apple Music nutzbar. Marktführer Spotify funktioniert nur über Streaming via Airplay vom iPhone oder iPad, Lieder suchen per HomePod Sprachsteuerung ist bisher nicht möglich.

Immerhin kann per Sprachbefehl die Wiedergabe gestoppt und die Lautstärke geändert werden. Ein Schelm, wer jetzt nicht denkt, dass Apple mit dem HomePod seinen eigenen Music Streaming Dienst pushen möchte. Gleiches gilt für die Installation: wer kein Apple-Mobilgerät mit iOS 10.2.5 hat oder ein Android-Smartphone nutzt, kann mit dem HomePod schlichtweg nichts anfangen. Da HomePod in Deutschland noch nicht erhältlich ist, konnte die Smart Home Steuerung per Sprachbefehl noch nicht ausprobiert werden, Telefonfunktion, Einkaufslisten anlegen, Notizen speichern, Steuerung von Video-Apps geschweige denn Apple TV ist bis dato ebenfalls nicht komfortabel möglich. Und mit knapp 350 US-Dollar hat der HomePod einen mehr als stolzen Preis.

© Bose / Der Revolve von Bose kann neben Siri auch auf den Sprachassistenten Google Assistant zugreifen. 
Bose SoundLink Revolve: smarter Lautsprecher mit Siri und Google Assistant Sprachsteuerung

Der Bluetooth-Lautsprecher Revolve wird sogar auf der Apple-Webseite als Apple TV Zubehör zum Kauf angeboten. Und eigentlich ist er kein echter smarter Lautsprecher, sondern ein Bluetooth Lautsprecher, der mit einem gekoppelten iPhone oder Android-Smartphone zum Smart Speaker mutiert. Dann lässt sich nämlich die im Smartphone verbaute Sprachsteuerung auch mit dem Lautsprecher nutzen, um zum Beispiel Smart Home Komponenten zu steuern. Dieser hat dafür ein Mikrofon verbaut, um für die Sprachsteuerung gerüstet zu sein. Nichtsdestotrotz muss man das Smartphone in der Nähe haben, damit das klappt. Durch das integrierte Mikrofon ist Revolve auch als Freisprecheinrichtung zum Telefonieren nutzbar.

Dank Akku beschallt Revolve auch losgelöst vom Stromstecker im Garten oder sonstwo und das für gute zwölf Stunden bzw. sechzehn Stunden bei der größeren Revolve+-Variante. Der IPX4-Spritzwasserschutz macht ihn laut Nutzern nicht immun gegen starken Regen, aber durchaus resistent gegen Wasserspritzer. Zwei Revolve Smart Speaker können per App gekoppelt werden und zum Stereo-Paar werden. Der beeindruckende 360°-Sound wird laut Hersteller durch zwei Passivstrahler, einem Schallwandler und einem omnidirektionalen Akustikreflektor erreicht. Und ein 3,5-mm-Aux-In-Eingang verbindet auch analoge Geräte. Für gut 230 Euro bietet der Revolve diverse Zusatzfunktionen, die aus dem Bluetooth-Lautsprecher einen Smart Speaker machen und damit im Apple-Universum zur tragbaren Alternative zum HomePod und dem beliebten Sonos One, der laut Hersteller noch dieses Jahr ein Kompatibilitäts-Update für Siri Sprachsteuerung erhalten soll.

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