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Title: Entertainment
Smart Displays im Vergleich

Smarte Lautsprecher mit Bildschirm können mehr

Smart Displays sollen die Erfolgsgeschichte von smarten Lautsprechern mit Sprachassistenten fortschreiben. Im Detail gibt es dabei zwischen den Geräten genügend Unterschiede, nur die Auswahl ist bisher in Deutschland noch dünn. Doch das könnte sich bald ändern.

©Archos

©Archos

Stillstand ist Rückschritt, das gilt besonders für einen innovativen Bereich wie Smart Home. Derzeit erfreuen sich Sprachassistenten großer Beliebtheit, vor allen in Form smarter Lautsprecher wie Google Home oder Amazon Echo. Jetzt soll die nächste Ausbaustufe der Lautsprecher mit Sprachassistenten samt Bildschirm zünden. Diese Smart Displays genannten Geräte können alles, was die normalen smarten Lautsprecher auch können und bringen noch ein paar interessante Zusatzfunktionen mit, denn sie stellen Informationen kompakt auf ihren Bildschirmen dar und lassen sich über Touchscreens auch lautlos bedienen. Doch in Deutschland ist die Auswahl momentan noch sehr überschaubar.

Zusatzfunktionen von Smart Displays

Auf den ersten Blick erscheint es unsinnig, einem Sprachassistenten ein Display zu spendieren. Schließlich stellt man Anfragen an Google Assistant, Alexa & Co. per Sprachbefehl und kriegt dann auch mehr oder weniger passende Sprachantworten. Doch wer schon einen smarten Lautsprecher besitzt, ist sicher auch das ein oder andere Mal schon an Grenzen gestoßen oder hat sich Zusatzfunktionen gewünscht. Smart Displays können zum Beispiel Videos abspielen, Rezepte anzeigen, Video-Anrufe darstellen, als digitaler Bilderrahmen arbeiten, andere Smart Home Geräte steuern oder eine Terminübersicht anzeigen. Über das Display hat man wesentlich mehr Möglichkeiten für die Darstellung von Antworten parat und Nutzer kriegen eine Alternative zur Bedienung per Sprache.

©Google/ Der Home Hub ist bisher noch nicht in Deutschland erhältlich.

Google Home Hub

Derzeit gibt es Smart Displays in Deutschland nur mit Alexa Sprachassistent. Doch das war auch bei den smarten Lautsprechern ohne Display so und mittlerweile hat Google Assistant gut aufgeholt und liegt in den aktuellen Verkaufszahlen vor Alexa. Diese Geschichte könnte sich bei Smart Displays wiederholen. Google selbst hat mit dem Home Hub ein eigenes Smart Display im US-Markt am Start, allerdings auch nur mit 7-Zoll-Display. Oben am Home Hub sitzt ein Lichtsensor, der die Display-Helligkeit der Umgebung anpasst. Natürlich werkelt in ihm Google Assistant und nicht Amazon Alexa, aber das Konzept ist gleich. Das Smart Display lässt sich per Sprache oder Touch-Bedienung steuern und antwortet auch per Stimme oder zeigt Ergebnisse auf dem Display an. Im Inneren verbaut Google aktuelles WLAN (802.11ac) sowie Bluetooth 5. Die beiden eingebauten Mikrofone, mit denen Google Home Hub auf sein Stichwort lauscht, sitzen an der Oberseite des Bildschirms.

Google Assistant unterscheidet anders als Alexa Nutzer per Stimmerkennung. Abhängig davon, zeigt Google Home Hub individuell Kalender oder Mails an. Home Hub führt aber auch Einkaufslisten, beantwortet Fragen, streamt Musik oder steuert Smart Home Geräte. Google nutzt die Power seiner Dienste und erlaubt zum Beispiel YouTube-Videos auf dem Home Hub. Wer einen Home Hub kauft, kriegt sechs Monate YouTube Premium geschenkt, also werbefreies YouTube und YouTube Music. Netflix und andere Video-Streaming-Anbieter sucht man aber vergeblich in der Partnerliste. Google-Fotos ist dagegen auf dem Smart Display vertreten, sodass das Gerät auch zum digitalen Bilderrahmen umfunktioniert werden kann. Im Hintergrund werkelt dabei feinste KI, die zum Beispiel über Live-Alben Fotos bestimmter Personen auf dem Google Home Hub zeigt. Mit seinen Routinen will Google gezielt auch Familien für sich gewinnen, die den Home Hub als Zentrale nutzen, die etwa am Morgen auf Zuruf über geplante Aktivitäten, Verkehr, Wetter und mehr informiert. Mutig ist die Entscheidung zum Schutz der Privatsphäre keine Kamera zu verbauen; Video-Chats fallen mit dem Google Home Hub also flach.

©Amazon/ Mit dem Echo Show ist bereits die zweite Generation der Smart Displays auf dem Markt.

Amazon Echo Show 2. Generation

Amazon kennt bei Sprachassistenten nur ein Tempo, Vollgas. Während die Konkurrenz damit kämpft, ein Smart Display überhaupt in Deutschland an den Start zu bringen, ist der Amazon Echo Show bereits in zweiter Generation auf dem Markt und hat in aller Ruhe Zeit, sich über diverse Schnäppchenaktionen in die Smart Homes der Kunden zu schleichen. Der Amazon Echo Show der zweiten Generation sieht deutlich besser aus als sein Vorgänger und bietet besseren Klang. Leider hat sein 10,1 Zoll-Display wieder nur eine eher sparsam bemessene Auflösung von 1280 x 800 Pixeln verbaut. Über die Fähigkeiten von Alexa muss man nicht viel sagen, tausende Skills erweitern die Fähigkeiten auf Wunsch, auch wenn diese in der Mehrheit auf Sprache optimiert sind. Eine 5-Megapixel-Kamera ist integriert, das ist bei Smart Displays Standard. Damit lassen sich beispielsweise Video-Telefonate mit anderen Alexa-Geräten führen oder auch Skype (derzeit noch in der Beta-Phase) nutzen. Ebenso ist ein ZigBee-Hub eingebaut, über den sich Smart Home Geräte einbinden lassen; wer also gerade erst mit Smart Home loslegt, spart sich so eine Basisstation. Musik gibt der Echo Show nicht nur von Amazon Music wieder, sondern auch von Spotify, Deezer und anderen Diensten. Videostreaming klappt auch, aber aktuell reibungslos nur mit dem hauseigenen Prime Video. Wer YouTube gucken will, kriegt das etwas umständlich über den eingebauten Browser hin. An Netflix scheitert man auf diesem Weg allerdings, doch das geht derzeit allen Smart Displays so.

©Amazon/ Schon vor einem Jahr startete Amazon mit dem Echo Show in Deutschland.

Amazon Echo Show 1. Generation

Abverkauft werden derzeit auch noch Amazon Echo Show Geräte der ersten Generation, die man durch das klobige Design auf den ersten Blick von aktuellen Geräten unterscheiden kann. Das Display ist mit nur 7 Zoll klein geraten und die Auflösung mit 1024 x 600 Pixel noch schlechter. Das einzige Argument, jetzt noch bei der ersten Generation des Echo Show zuzuschlagen, dürfte der Preis sein, der teilweise über 100 Euro Ersparnis verspricht. Denn auch der Echo Show der ersten Generation kann Alexa-Tricks und eben auch einige Besonderheiten. So zeigt er zu Musik die passenden Songtexte an, arbeitet als Bilderrahmen, setzt Wettervorhersagen ins rechte Licht und verwaltet To-Do- und Einkaufslisten. Natürlich klappen auch Videotelefonate zu anderen Echo Show Geräten bzw. zu Smartphones mit Alexa-App. Was ihm im Vergleich zum aktuellen Echo Show auch fehlt ist die ZigBee-Basis. Die Lautsprecher klingen ganz gut, das Geräte-Design überzeugt aber nicht. Acht Mikrofone sind im Gehäuse verbaut, sodass es beim alten Echo Show keine Probleme bei der Erkennung von Sprachbefehlen gibt.

©Amazon/ Der Echo Spot erinnert durch die Form an einen Wecker.

Amazon Echo Spot

Der Amazon Echo Spot ist das dritte Smart Display mit Alexa und erinnert mit seinem 2,5 Zoll Mini-Display und dem kugeligen Design stark an einen Wecker. Dementsprechend preist Amazon den Echo Spot auch als Gerät für den Nachttisch oder als Schreibtisch-Accessoire an. Auch der Echo Spot beherrscht die einschlägigen Alexa-Funktionen und kann mit dem breiten Skills-Angebot umfangreich erweitert werden. Außerdem zeigt er Nachrichten, Wettervorhersagen oder Live-Feeds von Sicherheitskameras und macht Videoanrufe über eine eingebaute Frontkamera, die ZigBee-Basis des aktuellen Echo Show besitzt er aber nicht. Für mehr Wumms lässt sich der Echo Spot per Klinkenanschluss oder via Bluetooth mit einem Lautsprecher verbinden.

©Lenovo/ Das Smart Display von Lenovo lässt sich auch hochkant nutzen.

Lenovo Smart Display 8 und 10 Zoll

Lenovo hat zwei Smart Displays mit Google Assistant im Angebot, eines mit 8 (1280 x 800 Pixel) und eines mit 10 Zoll (1920 x 1080 Pixel) Bildschirmdiagonale. Auch die gibt es noch nicht in Deutschland zu kaufen. Eine 5 Megapixel-Kamera und vier Mikrofone sind in beiden Modellen verbaut, dazu WLAN nach 802.11ac und Bluetooth 4.2. Eine Besonderheit ist, dass man die Smart Displays auch ins Hochformat drehen kann. Neben den obligatorischen Kochrezepten und der Wetteranzeige streamen die Lenovos auch YouTube-Videos und schöpfen auch sonst das Angebot an Google-Diensten gut aus, etwa mit Google Maps oder Fotos. Video-Chats sind möglich, als Plattform dafür wird Google Duo verwendet. Was Musik-Streaming angeht, können neben dem Google-eigenen Angebot auch Spotify-Nutzer mit ihrem Abo andocken.

©Facebook/ Das Smart Display von Facebook soll vor allem für Video-Chats genutzt werden.

Facebook Portal, Facebook Portal+

Mit Facebook Portal und Portal+ mischt auch das soziale Netzwerk mit eigener Hardware mit, doch als Sprachassistent kommt Amazon Alexa zum Einsatz. Damit schöpft Facebook die Vorteile des Alexa-Universums mit seinen vielen Skills ab. Man kann also auch mit Portal und Portal+ Einkaufslisten füllen, Termine abfragen, Suchanfragen stellen, Smart-Home-Geräte steuern und mehr. In der Machart erinnert Facebook Portal an Echo Show der ersten Generation. Die Lautsprecher mit 10 Watt (20 Watt bei Portal+) sind unten platziert, darüber ist das Display eingebaut. In Portal steckt aber ein 10,1 Zoll Bildschirm mit HD-Auflösung (720p), im Portal+ ein für heutige Verhältnisse riesiges 15,6 Zoll Display mit Full-HD-Auflösung. Beide Smart Displays gibt es in weißer und schwarzer Optik, vorne ist eine 12 Megapixel Kamera mit 8fach-Zoom verbaut und zwei Mikrofone befinden sich jeweils an der Vorder- und Rückseite.

WLAN nach dem aktuellen Standard ist ebenso eingebaut, wie Bluetooth 4.2. Das Aushängeschild sollen besonders einfache Video-Chats mit bis zu sechs Teilnehmern sein. Damit das jederzeit gut aussieht, hilft Facebook bei Kamera (Smart Kamera) und Sound (Smart Sound) mit Künstlicher Intelligenz nach. Netflix oder YouTube lassen sich auf Portal und Portal+ nicht nutzen, Videos kommen bisher nur von Facebook Watch. Beim Musik-Streaming werden immerhin Spotify und Pandora unterstützt, aber trotz Alexa kein Amazon Prime Music. Facebook arbeitet an einer breiteren Unterstützung für Dienste. Fotos und Videos zeigen Portal und Portal+ aus dem eigenen Facebook-Konto an, dazu springen ab und an Hinweise auf Geburtstage von wichtigen Facebook-Kontakten auf.

©JBL/ Besonders guter Klang soll das Smart Display von der Konkurrenz abheben.

JBL Link View

JBL hat auch ein Smart Display mit 8 Zoll Bildschirm und 5 Megapixel Kamera im US-Markt am Start. Dabei sollen vor allem die Lautsprecher besser sein als in Konkurrenzgeräten. Sprachbefehle nimmt Google Assistant entgegen, die Google-Dienste sind da natürlich auch alle am Start. Die Möglichkeiten sind umfangreich, von der Smart-Home-Geräteverwaltung über Videochats und Websuche ist alles dabei. Per Google Cast nimmt JBL Link View Musik entgegen und kann sie auch auf mehrere Lautsprecher im Haus verteilen.

©LG/ LG bringt eines der schicksten Smart Displays.

LG WK9

Auch LG testet mit dem WK9 oder wie es etwas sperriger heißt mit dem XBOOM AI ThinQ samt Google Assistant die Welt der Smart Displays im US-Markt. Ebenso wie JBL hat man sich auch bei LG besonders guten Sound auf die Fahnen geschrieben. Etwas verwirrend, das WK9 kommt mit einem 8-Zoll-Display, die 20 Watt Stereo-Lautsprecher sind seitlich platziert und insgesamt sieht das Gerät auch schick aus. Auch eine 5 Megapixel Kamera wie in den anderen Smart Displays ist für Video-Chats verbaut, ebenso integriert LG Chromecast-Funktionalität. Ebenfalls nicht ganz unwichtig, dem WK9 kann man per Bluetooth Songs vom Smartphone zuspielen. Die volle Palette an Google-Diensten ist auch am Start, inklusive YouTube-Streaming.

©Archos/ Im Archos Hello stecken günstige Android-Tablets.

Archos Hello

Archos ist der einzige Anbieter, der in Deutschland derzeit ein Smart Display mit Google Assistant liefern kann und man fragt sich, warum nicht mehr Hersteller auf die gleiche Idee kommen. Dabei verkünstelt man sich nicht lange, sondern schnappt sich ein günstiges Android-Tablet und dockt einen Lautsprecher an. Archos hat aber noch mehr in der Hinterhand und stattet das Smart Display auch mit einem Akku aus. Das bedeutet, man kann das Smart Display auch mitnehmen. Außerhalb der Wohnung dürfte der Einsatz eines Smart Displays aber wenig Spaß machen. Drei Display-Größen stehen zur Wahl, 5, 7 oder 10 Zoll. Leider gibt es in keiner Größe mehr als HD-Auflösung zu bestaunen. Bluetooth und WLAN gehören zum Lieferumfang, die eingebaute Kamera schafft 5 Megapixel.

Fazit

Smart Displays sind in Deutschland noch nicht angekommen. Wer eins möchte, greift aktuell meist zum Echo Show der zweiten Generation. Konkurrenz macht sich Amazon dabei fast ausschließlich selbst, denn es werden noch Echo Shows der ersten Generation mit kleinerem Display abverkauft.

Smart Displays mit Google Assistant gibt es bisher mit Ausnahme von Archos noch nicht in Deutschland, ihr großer Vorteil ist die gute Integration der vielen Google-Dienste, etwa von Fotos, YouTube oder Maps. Google setzt beim Home Hub auf Privatsphäre und verbaut keine Kamera, damit gibt es dort auch keine Video-Chats, was schade ist.

JBL und LG wollen bei ihren Smart Displays eher auf besseren Sound achten. Die Smart Displays von Facebook dürften es mit der aktuellen Debatte rund um Privatsphäre beim sozialen Netzwerk schwer haben, obwohl das Modell Portal+ mit seinem Riesen-Display ein Alleinstellungsmerkmal besitzt.

Für deutsche Kunden gibt es also noch wenig Auswahl an Smart Displays, 2019 dürfte sie aber auch bei uns endlich größer werden.

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