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Title: Entertainment
Neuheiten im Google Assistant

So will der Google Assistant Alexa überholen

Amazon treibt mit Alexa die Konkurrenz bei Sprachassistenten vor sich her. Google hält mit spannenden Neuheiten für den Google Assistant dagegen.

© Google / Google Assistant will Alexa mit neuen Funktionen Paroli bieten.

© Google / Google Assistant will Alexa mit neuen Funktionen Paroli bieten.

Es ist kein Geheimnis mehr, Sprachassistenten und Künstliche Intelligenz (KI) sind die Trendthemen der Technikbranche. Stand heute hat Amazon mit den vielen Alexa-Geräten bei Sprachassistenten die Nase vorn, aber Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O gekontert und tolle Neuheiten des Google Assistant präsentiert, mit denen man Alexa überholen will.

Verbreitung steigern

Auch wenn es gefühlt von Alexa-Geräten nur so wimmelt, der beliebteste smarte Assistent kommt von Google. Auf mehr als 500 Millionen Geräten ist der Google Assistant installiert, steckt in rund 5000 verschiedenen Smart-Home-Geräten und funktioniert mit mehr als 40 Automarken. Dass die weite Verbreitung an der Marktdominanz von Android liegt und viele Smartphone-Besitzer den Google Assistent zwar auf ihrem Gerät haben, aber nicht nutzen, steht auf einem anderen Blatt. Ende 2018 will Google Assistant in mehr als 30 Sprachen in 80 Ländern der Welt benutzbar sein. Google setzt also auf Abteilung Attacke und packt gleich noch ein paar Neuheiten oben drauf.

© Google / Smart Displays als Konkurrenz zu Amazon Echo Show sollen Mitte 2018 starten.

Google Assistant mit Display

Smart Displays, also Geräte mit Google Assistant und Bildschirm, sollen Mitte 2018 an den Start gehen. Sie sind Googles Antwort auf Amazons Echo Show und punkten vor allem durch Features, die der Amazon-Konkurrenz fehlt, etwa der Zugriff auf YouTube. Mit YouTube TV und Kochanleitung ist klar, dass Google die Smart Displays gern in die Küchen seiner Nutzer bringen würde.

© Google / Google Assistant vereinbart telefonisch Termine.

Telefongespräche führen

Hand aufs Herz, der Ansrpuch der smarten Assistenten soll eigentlich sein, einen persönlichen Assistenten zu ersetzen. Bisher klappt das nur bedingt. Bittet man zum Beispiel Google Assistant um eine Terminvereinbarung, legt er einen Kalendereintrag an oder bucht ein Kino-Ticket online, wenn es eine passende Routine dafür gibt. Ein Problem das Google ausgemacht hat: Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die Termine vergeben, tun das nach wie vor nicht online. Eine sehr coole Demo hat gezeigt, wohin die Reise gehen kann. Google Assistant wird in Zukunft einfache Termine, etwa beim Frisör, mit natürlicher Sprache vereinbaren können. Die Sprache des Assistenten klang dabei in den Demos absolut natürlich, das menschliche Gegenüber hat keine Chance, die KI zu erkennen.

© Google / Google Assistant soll mehr Dinge auf einmal erledigen können.

Mehr auf einmal erledigen

Google weiß genau, wo die Knackpunkte bei heutigen Assistenten liegen und versucht sie Stück für Stück aus dem Weg zu räumen. Beispielsweise nervt es, wenn man drei Lampen im Wohnzimmer abschalten will und dazu drei Mal den Assistenten bitten muss. Das kann man mit Routinen umschiffen, die mehrere Aktionen auf einmal erledigen. Aber je mehr Routinen man anlegt, desto mehr Befehle muss man sich merken. Eine neue Funktion namens Continued Conversations macht Schluss damit: Google Assistant wird dann per "Ok Google" geweckt und horcht dann nicht nur auf eine Frage oder einen Befehl, sondern auch auf Folgekommandos. Ob man mit ihm oder einer anderen Person im Raum spricht, soll der Assistent automatisch erkennen. Überhaupt soll Google Assistant mit komplizierteren Anweisungen umgehen können. Multiple Actions heißt eine der neuen Funktionen, mit denen Nutzer mehrere Befehle in einen Satz packen können. Statt der Reihe nach zu fragen, was der höchste Berg in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist, kann man das künftig in einen Satz packen und Google Assistant beantwortet alle drei Fragen.

Neue Stimmen für den Assistenten

Ein smarter Assistent wird vom Menschen besser angenommen, wenn ihm die Stimme gefällt. Google Assistant wird deshalb bald mehr Stimmen bekommen, vorerst aber wohl nur für englischsprachige Nutzer. Das ist nicht allzu spektakulär, aber sicher eine nützliche Dreingabe, die auch in anderen Ländern gut ankommen dürfte. Das eigentlich Tolle ist aber, dass Google über Machine Learning wohl einen Weg gefunden hat, die neuen Stimmen schneller als bisher an den Start zu bringen. Das lässt hoffen, dass sich wohl bald jeder Nutzer seine eigene Lieblingsstimme für den Assistenten aussuchen kann.

Bitte und Danke

Wie höflich muss man zu einem digitalen Assistenten sein? Höflichkeitsfloskeln wie Bitte oder Danke kann man bei Google Assistant bisher weglassen; das klappt in Zukunft auch, man erhält keine besseren oder schlechteren Antworten mit guter Kinderstube. Eine neue zuschaltbare Funktion fördert aber jetzt den höflichen Umgang mit Google Assistant. So erkennt der Assistent Bitte und Danke und reagiert entsprechend darauf. Google verspricht sich davon einen postiven Effekt vor allem auf Kinder.

© Google / Google Assitant soll in mehr Apps integriert werden.

Neues Outfit auf Smartphones

Bisher ist der Google Assistant nach den Ansprüchen von Google noch zu zurückhaltend. Das soll sich bald ändern, denn die Ergebnisse auf Anfragen soll er auf Smartphones in Vollbilddarstellung zeigen. Außerdem will der Assistent interaktiver und auch proaktiver arbeiten. Dazu gehört vor allem eine Integration in beliebte Apps, etwa Google Notizen oder Google Maps. Auch Anwendungen von Drittanbietern sollen sich einfach einrichten lassen. Statt umständlich auf dem Smartphone zu hantieren, können Routinen künftig per Zuruf installiert werden. Da die Einrichtung an das Google-Konto gekoppelt ist, stehen die Routinen dann auf allen Geräten des Nutzers bereit.

Fazit

Google ist es nicht gewohnt nur Zweiter zu sein. Gegen Platzhirsch Amazon Alexa fährt Google Assistant jetzt jede Menge Neuheiten auf. Für Nutzer ist der Konkurrenzkampf der Sprachassistenten eine gute Sache, denn das fördert Innovationen.

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