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Sommer, Sonne, Surfen: Internetnutzung im Urlaub

Roaming, Surfstick, Auslands-Pakete – es gibt einige Möglichkeiten, während des Auslandsaufenthalts mit seinen Liebsten zu Hause via Internet zu kommunizieren.

© GVS / Fotolia

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Internetcafés und offene WLAN-Netze

Um auch im Urlaub Daten über das Internet austauschen zu können, benötigt man in erster Linie ein Endgerät und eine Internetverbindung. Ganz klassisch nutzten viele Menschen bis vor einigen Jahren vor allem Computer in Internetcafés, Jugendherbergen, Hotellobbys oder öffentlichen Bibliotheken, wenn sie vom Ausland aus ihre E-Mails checken oder im Internet rechechieren wollten.

Wie offene WLAN-Netze im Urlaub sind Rechner, die von anderen Personen mitbenutzt werden, ziemlich problematisch, was die Datensicherheit anbelangt.Internetcafés gibt es in fast jeder größeren Stadt auf der ganzen Welt. © Hélène Ochanine / Fotolia

Im Internetcafé können beispielsweise Keylogger auf einen warten. Diese kleinen, aber fiesen Werkzeuge können entweder zwischen Tastatur und Computer geschaltet sein oder direkt als unbemerktes Programm auf dem Gerät laufen und dabei Passwörter ausspionieren. Besonders schlimme Folgen hat das beim Online-Banking, aber auch beim normalen E-Mail-Verkehr. Denn: Viele Anbieter, wie etwa Online-Shops, benötigen von ihren Kunden E-Mail und Passwort, damit diese nach Herzenslust einkaufen können. Ein neues Passwort bekommt man einfach, indem man das alte zurücksetzt und sich das neue an die E-Mail-Adresse schicken lässt. Hat ein unbefugter Nutzer Zugriff zum E-Mail-Konto, kann er sich ein neues Passwort dorthin schicken lassen und damit großen finanziellen Schaden anrichten.

Offene WLAN-Netze, die mit eigenen mobilen Geräten genutzt werden können, oder Internetcafés sollten also nur genutzt werden, wenn man selbst dafür sorgt, dass seine Daten entsprechend gesichert sind. Aber welche Wege gibt es noch, das Internet im Ausland zu nutzen? Von Vorteil ist es oft, sein eigenes Gerät – Smartphone, Tablet, Notebook oder Netbook – mitzunehmen.

WLAN-Zugang kaufen

Viele Hotels, aber auch andere Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser, bieten Internetzugang gegen eine kleine Gebühr an. Manchmal reicht es aber auch einfach, nett zu fragen, um kostenlose Zugangsdaten zu bekommen. Aber in der Regel kauft man sich sein Login, wird während des Anmeldens automatisch freigeschaltet und kann dann eine begrenzte Zeit lang im sicheren, da verschlüsselten WLAN surfen. Ungesichertes WLAN kann oft eine Falle von Datendieben sein - besser: Zugang zu sicherem WLAN kaufen. © georgejmlittle / FotoliaNach der Sicherheit sollte der Nutzer aber im Vorfeld trotzdem immer fragen, um nicht versehentlich doch in einem ungesicherten Netzwerk zu landen. „Augen auf“ heißt es auch schon bei der Wahl des WLANs, für das man vermeintlich bezahlt hat. Betrüger in einigen Urlaubsländern, darunter auch in den USA, haben sich darauf spezialisiert, unsichere WLAN-Verbindungen anzubieten, die genau denselben Namen tragen, wie die sicheren Verbindungen etwa vom Hotel. Surft man nun versehentlich im falschen Netzwerk, greifen die Gauner die persönlichen Daten ab und treiben damit ihr Unwesen.

Roaming innerhalb Europas

Roaming bedeutet, dass man sein Smartphone genau wie zu Hause nutzt – ohne dabei die Vertragsbedingungen mit seinem heimischen Telefonanbieter zu verändern und ohne sich eine neue SIM-Karte zu kaufen. Vor nicht allzu langer Zeit war Roaming selbst innerhalb Europas noch ein teures Vergnügen. Seit Mai 2016 sind die Kosten jedoch überschaubar. Per Gesetz wurde festgelegt, dass die Aufschläge für die Kommunikation aus dem Ausland nicht mehr astronomisch sein dürfen: Abgehende Anrufe dürfen mit 5 Cent mehr pro Minute berechnet werden. Für SMS werden maximal 2 Cent draufgeschlagen, der SMS-Empfang bleibt kostenlos. Zum Herunterladen von 1 Megabyte Datenvolumen dürfen die Netzbetreiber im Ausland 5 Cent extra berechnen.Roaming innerhalb Europas ist inzwischen nicht mehr so teuer, aber außerhalb der EU können die Kosten schnell sehr hoch werden. © ANUCHA SAORONG / Fotolia

Insgesamt dürfen aus Auslandsaufschlag plus Inlandspreis folgende Kosten nicht überschritten werden: 19 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, 6 Cent pro SMS, 5 Cent für eingehende Anrufe und 20 Cent pro Megabyte Datenvolumen. Außerhalb der EU gelten diese Preise jedoch nicht. Die Kosten können dort schnell explodieren und das böse Erwachen kommt nach der Reise. Deshalb ist im nicht-europäischen Ausland Roaming auch keine wirkliche Option, wenn man mit den Daheimgebliebenen in engem Kontakt bleiben will.

Surfsticks und Urlaubstarif

Wer mit mobilen Geräten unterwegs ist, hat die Möglichkeit, über einen Surfstick ins Internet zu gelangen. Der Stick wird per USB an den Laptop oder das Tablet angeschlossen. In den Surfstick wird eine SIM-Karte eingelegt – wahlweise natürlich auch in das Smartphone – und schon sollte das Surfen im Netz funktionieren. Entweder bietet sich hier eine SIM-Karte eines lokalen Providers an oder der Nutzer entscheidet sich bereits vor dem Urlaub für einen der vielen Urlaubstarife der verschiedenen Anbieter.Surfsticks eignen sich gut, um mit mobilen Geräten im Ausland das Internet zu nutzen. © Huawei

Je nach Tarif wird entweder pro heruntergeladenem Megabyte abgerechnet, pro Minute, die man im Internet verbringt oder man bucht sich eine Auslands-Flatrate, in der alles enthalten ist. Die meisten Anbieter haben für ihre Kunden mehrere Optionen parat, aus denen sie sich den für sie passenden Tarif heraussuchen können. Auf den jeweiligen Websites der Anbieter sind die Urlaubstarife meistens aufgelistet.

Prepaid-Karte eines lokalen Anbieters am Urlaubsort

Wer länger oder weiter weg ist von zu Hause, der dürfte wohl am besten mit einer SIM-Karte eines Providers vor Ort bedient sein. In vielen Urlaubsländern kann man sich SIM-Karten bereits am Flughafen direkt nach der Ankunft kaufen. 

SIM-Karten von ausländischen Anbietern sind eine gute Alternative für günstige Internetnutzung im Urlaub. © Digicel

Wichtig ist es dabei meistens, den Reisepass oder ein anderes Ausweisdokument zur Registrierung der SIM-Karte zu haben und das Smartphone sollte auch griffbereit sein, weil es in den meisten Geschäften zum Service gehört, die SIM-Karte gleich einzulegen, zu aktivieren und das Gerät entsprechend einzustellen. Der Nachteil einer ausländischen Prepaid-SIM-Karte im mobilen Gerät ist, dass sich damit auch die Telefonnummer ändert. Praktisch ist da ein Dual-SIM-Smartphone, in dem sowohl die heimische SIM-Karte als auch die neue, ausländische SIM-Karte Platz finden. So bleibt man unter seiner alten Nummer erreichbar, kann aber gleichzeitig zum günstigen Ortstarif surfen.

Fazit

Im Urlaub günstig telefonieren und im Internet surfen zu können, ist längst kein Hexenwerk mehr und inzwischen auch nicht mehr unverhältnismäßig teuer. Je nach Reiseziel und nach persönlichem Surfverhalten dürfte jeder Reisende die richtige Lösung für seine individuelle Kommunikation finden – sei es nun Roaming, Urlaubstarif, WLAN-Nutzung, Internetcafé oder die Prepaid-SIM-Karte eines Anbieters vor Ort. Wichtig ist immer, auf Datensicherheit zu achten und auch das Download-Volumen und die Telefonminuten im Auge zu behalten, damit nach dem Urlaub nicht doch unerwünscht hohe Rechnungen ins Haus flattern. Am wenigsten Stress dürfte die ausländische Prepaid-Karte bereiten: Wenn das Guthaben weg ist, geht einfach nichts mehr, so dass der Nutzer aktiv wieder Guthaben kaufen muss, um weiter zu surfen. So behält er die Übersicht.

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