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Trend Elektroroller: Flinke Alltagsflitzer

Sie sind die perfekten Begleitfahrzeuge: E-Roller oder auch E-Scooter haben das Zeug dazu, den guten alten Drahtesel abzulösen.

© Hammer International GmbH

© Hammer International GmbH

Da staunten die Investoren in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ nicht schlecht: Noch nie hatte ihnen ein Gründer die Beteiligung an seiner Firma für einen symbolischen Euro angeboten. Da die Produktidee gleich zwei „Löwen“ überzeugte, darf sich jetzt ein Elektroroller-Startup über die Unterstützung durch das Netzwerk und die Kontakte der Investoren freuen. Seitdem gilt der fröhlich-grüne „Scuddy“ wohl als bekanntester Elektroroller Deutschlands.

Aber genauso zählt er zu den coolsten – denn Scuddy soll nicht nur ein „Scooter“, sondern auch ein „Buddy“ sein. Im Alltag immer dabei, immer einsatzbereit, mit großer Reichweite (30 Kilometer) und ziemlich flink (bis zu 35 km/h schnell). Der Clou: Das dreirädrige Gerät lässt sich auf die Größe zum Trolley zusammenklappen, dadurch kostenlos im Nahverkehr als Gepäck transportieren und theoretisch sogar im Fall einer Panne per Paketpost zum Hersteller schicken. Ein Punkt ist auch die Technik zur Energierückgewinnung beim Bremsen und dass der Akku mit einem Schnelladegerät in einer Stunde konkurrenzlos schnell geladen wird.

Der Wermutstropfen zeigt sich beim Preis: Zwar gibt es das (eingeschränkte) Einstiegsmodell mit gewohnter China-Qualität für knapp 1000 Euro, aber so richtig geht die Post nur ab mit dem 4,5 Mal teureren Scuddy aus deutscher Produktion. Außerdem muss dieser mindestens mit dem Führerschein der Klasse M sowie mit Helm gefahren werden.

Doch genug der Werbung für Scuddy – denn coole, clevere, moderne Elektroroller gibt es viele auf dem Markt (aktuell mehr als 100 Modelle!), und die wichtigsten Punkte des grünen Flitzers aus Kiel stehen stellvertretend für die meisten E-Scooter.

Lohnt sich ein Elektroroller?

Und wie! Für alle, die ohne Lärm und Abgase unterwegs sein und so manchem Stau in der Stadt ein Schnippchen schlagen wollen, sind sie das ideale „Fahrrad 2.0“ für kurze und mittlere Strecken – vom Strom-Einsatz mal abgesehen. Parkplatzsorgen gehören der Vergangenheit an, und gerade Wohnmobil-Besitzer lieben die Flexibilität des kompakten Zweitfahrzeugs im Campingurlaub. Bei E-Rollern gibt es auch weniger Verschleißteile und damit einen geringeren Wartungsaufwand als bei Benzinern. Und nicht zuletzt: Das Fahrverhalten ist dermaßen dynamisch, dass man es nach kurzer Eingewöhnung nicht mehr missen will.

© Kumpan / Das Modell 1953 fährt nicht mit Benzin, sondern mit Strom.Dabei hält sich der Energieaufwand in Grenzen: 40-50 Cent Stromkosten für eine Reichweite von 100 Kilometern, je nach Modell natürlich auch mehr, sind ein schlagendes Argument – besonders für diejenigen, die ihren Strom zu Hause schon selbst produzieren. Wie beim Benzin-Roller hängt die Reichweite von vielen Faktoren ab (Fahrstil, Fahrergewicht usw.), auf der anderen Seite halten die Akkus der E-Roller nicht ewig und müssen irgendwann ausgetauscht werden. Die Ladezeit beträgt übrigens meist mehrere Stunden und lässt sich besser ertragen, wenn der Akku abnehmbar ist und zum Beispiel auf der Arbeitsstelle geladen werden kann. Dafür läuft das mit den Akkus so ähnlich wie bei Smartphones: Nach vergleichsweise kurzer Ladezeit ist oft wieder gut die Hälfte der Reichweite „drin“.

Geschwindigkeiten, Reichweiten, Führerscheine

Bei den meisten E-Rollern sind Geschwindigkeiten von 20 bis 35 km/h normal, aber einige schaffen auch 45, manche sogar über 100 km/h. Zwischen 20 und 40 Kilometer kann man fahren, einige Modelle auch gut 100 Kilometer. Drei Faustregeln: Je höher die Amperestunden-Zahl des Akkus, desto mehr Kilometer sind drin; je höher die Watt-Zahl, desto schneller geht es vorwärts; und wer in bergigen Gegenden unterwegs ist, sollte lieber zur Variante mit dem stärkeren Motor greifen.

Wichtigste Voraussetzung ist eine Zulassung für den Straßenverkehr. Für einen Roller mit Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h ist mindestens ein Mofaführerschein für ab 16-Jährige erforderlich, ab 20 km/h auch generell das Fahren mit Helm. Soll es ein schneller Roller bis 45 km/h sein, ist schon Klasse M oder der Autoführerschein nötig. Ebenso sollte man zur Sicherheit eine passende Haftpflichtversicherung gleich mit einplanen. Keine Regel ohne Ausnahme: Ohne Führschein ist das Fahren eines Rollers möglich, der auf 25 km/h gedrosselt ist – allerdings mit dem Mindestalter 15 Jahre.

Beispiele für empfehlenswerte Modelle

© Hammer International GmbH / Der K1 ist ganz anders als normale Scooter.Der K1 von Horwin (Preis: 1690 Euro) ist wirklich ein „Hammer“ – sogar wortwörtlich. Seinem Modellnamen macht der Roller, der zur Klasse der Scooter gehört, alle Ehre: Was wie ein unscheinbares Kinder-Laufrad anmutet, entwickelt eine unglaubliche Fahrdynamik, auch wegen der ungewohnten Nutzung. Steht man normalerweise bei Scootern auf dem Trittbrett, legt man beim K1 seine Füße am Vorderrad ab – und saust dann los wie der Wind.

© Hammer International GmbH / Praktisch: den K1 kann man platzsparend verstauen.25 km/h und bis zu 40 km Fahrspaß reichen problemlos für Spritztouren, ebenso für kleinere Einkäufe durch den Korb am Sitz. Über zwei Griffe am Lenkrad werden Geschwindigkeit und Bremsen geregelt. Cool sind auch die eingebauten Bluetooth-Lautsprecher, über die man Musik vom Smartphone hören kann. Und wer den Roller mal verstauen muss, klappt ihn einfach zusammen.

© Big Trend Ltd. / Der City-Blitz CB 009 ist der ideale Begleiter in der Stadt.Tipp für Preisbewusste: Noch besser trifft die Rollerklasse Scooter der City-Blitz CB 009, der an einen Tretroller erinnert, allerdings auch gemächlicher daherkommt und preislich in einer anderen Liga spielt (399 Euro). Auch er kann zusammengeklappt und auf praktische Weise verstaut werden. Maximal 15 km/h und 15 km Reichweite sind möglich.

Ganz anders dagegen der Scooter EGRET (ab 999 Euro) aus Hamburg: Der verbaute Elektromotor ist erstaunlich leistungsfähig, mit stolzen 35 km/h fliegt man über die Straße; dank der großen Luftreifen soll das sogar auf Kopfsteinpflaster gut gelingen. Eine komplette Ladung reicht für 25 Kilometer, und auch an Energierückgewinnung durch die Motorbremse wurde gedacht. Wie es sich für einen Tretroller gehört, lässt er sich zusammenklappen – und wiegt übrigens nur 16 Kilogramm.

© Hammer / Ninebot Mini-Pro wartet mit App-Steuerung auf.In der gleichen Preisklasse findet sich der Ninebot Mini-Pro, der wie der berühmte Segway gesteuert wird: durch einfaches Bewegen der Knie-Lenkstange und Lehnen des Körpers in die gewünschte Richtung. Der Roller reagiert auf noch so kleine Bewegungen und agiert präzise, auch im Stand. Mit bis zu 18 km/h sind maximal 30 Kilometer zu erreichen. Der Mini-Pro wiegt nicht mal 13 Kilogramm und kann ebenfalls leicht verstaut werden. Highlight für Smartphone-Nutzer: Via App lassen sich nicht nur Gerätedaten abrufen, sondern der Roller lässt sich sogar mittels virtuellem Joystick wie von Geisterhand steuern.

Fazit

Elektroroller sind mittlerweile so ausgereift, leistungsfähig und so vielfältig auf dem Markt erhältlich, dass es wohl nur eine Frage der Zeit ist, bis sie den guten alten Drahtesel ablösen – besonders, wenn ihre Akkus zunehmend durch erneuerbare Energien gespeist werden. Da die Vorteile der flinken Flitzer genauso vielfältig sind und die Batterietechnik immer besser und günstiger wird, gehen Experten davon aus, dass der Trend zum E-Roller schon in den kommenden Jahren einen regelrechten Boom auslösen wird.

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