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Title: Entertainment
Echtzeit-Übersetzer

Übersetzer im Ohr: Babelfisch lässt grüßen

Unterhaltungen in Echtzeit zwischen verschiedenen Sprachen – diesem Ziel kommen Übersetzungsgeräte und smarte Kopfhörer schon recht nah.

© Travis

© Travis

Filmkenner denken sofort an den Universalübersetzer „Babelfisch“ aus dem Sci-Fi-Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“: Während der eine Gesprächsteilnehmer in seiner Sprache spricht, hört der andere sofort die Übersetzung in der eigenen Sprache, antwortet in derselbigen und wird vom Gegenüber wiederum ebenfalls direkt verstanden.

So weit die Fiktion – und umso schöner die Vorstellung, wenn es mit den heutigen Möglichkeiten schon solche Geräte gäbe. Tatsächlich gibt es sie, nur noch nicht so schnell und perfekt wie Babelfisch. Zu einfachen Konversationen reichen sie jedoch allemal.

Travis the Translator – 80 Sprachen auf Knopfdruck

Aus Rotterdam kommt der weltweit erste Universalübersetzer, der über Crowdfunding von mehr als 3500 Geldgebern aus 80 Ländern erfolgreich finanziert wurde. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz übersetzt „Travis the Translator“ 80 Sprachen online sowie 20 Sprachen offline (Preis: 199 US-Dollar). Das Gerät in der Größe einer kleinen Fernbedienung übersetzt Gespräche mit wenigen Sekunden Verzögerung, benötigt keine Batterie-saugenden Apps und beschränkt sich nicht auf wenige vorgefertigte Floskeln.

 

© Travis / Travis Blue ist die Weiterentwicklung von des Travis-Echtzeit-Übersetzers.Ganz neu ist „Travis Blue“, ein ebenfalls per Crowdfunding finanzierter Bluetooth-Lautsprecher, der sich mit dem Smartphone koppelt und 60 Sprachen übersetzt. Das Gerät ist über die Plattform Indiegogo bestellbar.

The Pilot – Übersetzung von Mensch zu Mensch

Ohrstöpsel, die Sprachen erkennen und in Echtzeit übersetzen, diese Idee hatte Andrew Ochoa nach einem Date, das aufgrund von Sprachbarrieren misslungen war. 2014 gründete er Waverly Labs in New York und finanzierte durch Crowdfunding seine Erfindung namens „The Pilot“ (249 Dollar), die aus zwei Ohrstöpseln besteht – je einer für die beiden Gesprächspartner, die sich in verschiedenen Sprachen unterhalten wollen. Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch sind bereits integriert, später sollen weitere Sprachen dazukommen. Siehe Video: Die Zeitverzögerung bei der Übersetzung hält sich in Grenzen.

TimeKettle WT2 – günstiges Übersetzer-Doppelpack

Ähnlich wie „The Pilot“ funktionieren die Kopfhörer WT2 des Startups TimeKettle (179 Dollar). Beide Gesprächspartner tragen einen der beiden Ohrstöpsel, die beim Sprechen die Übersetzung übernehmen. Gekoppelt sind sie mit dem Smartphone, das über eine Internetverbindung verfügen muss. Übersetzt werden Wörter und Sätze in Chinesisch, Englisch, Deutsch, Portugiesisch, Französisch, Japanisch und Spanisch.

Translate One2One – Übersetzer mit eingebautem Handy

Lingmo International aus Australien bietet ebenfalls smarte Ohrstöpsel an, kooperiert jedoch bei der Übersetzung mit IBM und seiner künstlichen Intelligenz „Watson“ und hat gleich die acht wichtigsten Sprachen integriert, darunter auch Deutsch. „Translate One2One“ (279 Dollar) funktioniert unabhängig vom Smartphone und kann bei eingelegter SIM-Karte sogar über ein Mobilfunkmodul Kontakt zur Watson-Schnittstelle aufnehmen. Ebenso sind dann Telefonate, SMS und Internetzugriff möglich.

The Dash Pro – wasserdichter Alleskönner

So heißen die weltweit ersten komplett kabellosen intelligenten Kopfhörer, die zum einen wie ein Bluetooth-Headset funktionieren und zum anderen als MP3-Player mit 4 GB eigenem Speicher – das Smartphone muss also nicht zur Musikwiedergabe gekoppelt sein. Mit einfachen Kopfgesten lässt sich die Wiedergabe steuern. Praktisch sind „The Dash Pro“ (349 Dollar) auch beim Sport, denn die Ohrstöpsel sind wasserdicht, erkennen automatisch, ob man läuft, Fahrrad fährt oder schwimmt, und zeichnet – ohne, dass man einen Knopf drücken muss – automatisch Herzfrequenz, Aktivitätsdauer, Schritte, Entfernung, Kalorien, Trittfrequenz, Geschwindigkeit, geschwommene Bahnen und Atemzüge auf.

Google Pixel Buds – Headset mit Google Assistant

Google galt lange als der Platzhirsch in Sachen Online-Übersetzung – bis das Kölner Startup DeepL mit seinem Online-Dienst die IT-Welt überraschte und bewies, dass Übersetzungen auch nahezu perfekt sein können. Trotzdem sind auch die Ergebnisse des Google Assistant oft ausreichend, um den Sinn eines Textes zu verstehen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Google seine „Pixel Buds“ (179 Dollar) vorstellte: Die smarten Kopfhörer können Konversationen in 40 Sprachen umwandeln – sofern sie per Bluetooth mit einem Smartphone gekoppelt sind auf dem der Google Assistant läuft. Dazu einfach auf den Kopfhörer-Knopf drücken und zum Beispiel sagen: „Hilf mir, Spanisch zu sprechen!“

© Google / Übersetzung via Pixel Buds – Google Pixel oder Pixel 2 vorausgesetzt.Zum besseren Übersetzer werden die Pixel Buds im Zusammenspiel mit der Google-Translate-App auf den Google-Smartphones Pixel und Pixel 2: Dann hört man die Übersetzung im Kopfhörer, nachdem der Gesprächspartner in das Handy gesprochen hat. Die umständliche Bedienung, die Beschränkung des vollen Funktionsumfangs auf die Pixel-Smartphones und die durchwachsene Soundqualität sind jedoch oft Kritikpunkte in vielen Tests.

Bose QuietComfort 35 II – Highend-Kopfhörer mit Google Assistant

© Bose / Die QuietComfort 35 II sorgen für guten Sound und haben den Google Assistant an Board.Dass es klanglich deutlich besser geht, zeigt Bose mit dem kabellosen Profi-Kopfhörer „QuietComfort 35 II“, der ebenfalls den Google Assistant integriert hat. Dieser kümmert sich über Sprachbefehle um die Wiedergabe von Musik, den Abruf von Informationen wie Nachrichten und Wettervorhersage, Eintrag von Terminen in den Google-Kalender und vieles mehr, was durch Spracheingabe den Komfort erhöht. Der Google Assistant übersetzt aber auch Wörter und Sätze, so wie man es von anderen Sprachassistenten gewöhnt ist. In jedem Fall muss das Smartphone gekoppelt und mit dem Internet verbunden sein.

 

Fazit

Wer gute „Nahezu-Simultan-Übersetzer“ sucht, sollte sich die speziell dafür entwickelten Geräte anschauen. Smarte Kopfhörer, die nebenbei auch übersetzen, sind aktuell nur ein Kompromiss. Insgesamt haben die vorgestellten Übersetzungs-Tools noch kein echtes Babelfisch-Niveau erreicht – aber der Weg dorthin scheint vorgezeichnet und fast täglich machen die Forscher im Bereich Sprache und künstliche Intelligenz Fortschritte, die Lust auf die Zukunft machen.

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