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Was tun mit alten Smartphones?

Bevor zum Fest der Freude das brandneue Smartphone kommt, werden ausgediente Geräte oft noch schnell verkauft. Dabei sollte man einige Tipps beachten.

Alte Smartphones (Quelle: Pixabay)

Alte Smartphones (Quelle: Pixabay)

Bitte nicht einfach wegschmeißen! Tatsächlich tun das immer noch viele Handybesitzer: Schätzungen zufolge entspricht die Menge der Geräte, die jedes Jahr im Hausmüll landen, ungefähr der Menge, die von Umweltverbänden eingesammelt wird – und das sind mehrere Zehntausend. Dabei gilt das Handy als „Filetstück des Elektroschrotts“, sagt das Bayerische Umweltministerium. Kein anderes Gerät beherberge auf so kleinem Raum so viele wichtige Rohstoffe. Zehn Gründe, warum man sein Handy recyceln lassen sollte, listet der Naturschutzbund Deutschland auf.

Handys müssen von Fachleuten entsorgt werden

Wer es so schnell wie möglich loswerden will, kommt um den Besuch des nahegelegenen Recyclinghofs nicht herum. Oder einfach zum Laden des Mobilfunkanbieters bringen – der nimmt das Handy kostenlos zurück, nimmt es vielleicht sogar bei Abschluss eines Neuvertrages gegen einen fairen Betrag in Zahlung. Eine Rücknahme ist auch für Online-Versender Pflicht, nur dass man es erstmal verpacken und dann zum Paketdienst bringen muss.

Also, warum nicht lieber gleich ein Paket packen und aus dem alten Gerät noch etwas machen?

Erste Variante: Gutes tun! Es gibt zahlreiche Initiativen, die alte Mobiltelefone entgegennehmen, etwa zur Wiederverwertung der enthaltenen Rohstoffe. Ebenso werden viele Geräte in Länder der Dritten Welt geschickt, wo sie einen dankbaren neuen Besitzer finden und weiterhin genutzt werden.

© Nabu.de / Gesammelte Handys und Erlöse durch den NABU in den letzten Jahren.

Beispiele sind der NABU in Kooperation mit Telefónica Deutschland (Kampagne „Alte Handys für die Havel“), die Deutsche Umwelthilfe zusammen mit der Telekom, das Unternehmen Mobile Box für BUND, Missio und andere Einrichtungen. Allein Vodafone hat seit Beginn des Handy-Recyclings gut 1,7 Millionen Geräte wiederverwertet und 2 Millionen Euro an soziale Einrichtungen überwiesen.

© DUH Umweltschutz-Service / Zusammen mit der Telekom sammelt die Deutsche Umwelthilfe Handys ein.

Spannend ist auch die Idee hinter „Freecycle“: Das weltweite Netzwerk organisiert in regionalen Gruppen den Austausch von Gegenständen, die verschenkt werden. Freecycle wird ehrenamtlich betrieben und vertritt keine kommerziellen Interessen. Und wer gezielt die Arbeit behinderter Menschen unterstützen möchte, wirft einen Blick auf das Konzept des gemeinnützigen IT-Unternehmens AfB, das ausgemusterte Hardware übernimmt und von behinderten wie auch nicht-behinderten Menschen gemeinsam aufbereiten lässt.

Alte Smartphones verkaufen

Zweite Variante: Verkaufen! Ebay, Amazon, Kleinanzeigen, Flohmarkt-Apps und -Webseiten – überall können Handys angeboten werden. Dabei gilt die wenig überraschende Faustregel, dass es für ein Gerät mit zunehmendem Alter und nachlassender Beliebtheit immer weniger Geld gibt, teilweise nur wenige Euro. Im Gegenzug wird ein nicht geringer Aufwand fürs Einstellen des Angebots fällig, und oft fallen auch Provisionsgebühren an, die den Erlös schmälern.

Dritte Variante: Das Einsenden „versilbern“ lassen! Damit ist der Weg über professionelle Ankäufer gemeint – was zwar streng genommen auch ein Verkauf ist, aber der mit Abstand unkomplizierteste. Einfach auf den Seiten der Firmen, die die gebrauchten Geräte aufbereiten und weiterverkaufen, den Modellnamen des Handys eingeben, sich den ungefähren Ankaufpreis anzeigen lassen und dann den Versand vorbereiten. Der ist meist kostenlos, und etwa 1-2 Wochen danach landet das Geld auf dem Konto des Vorbesitzers.

Wie viel die Ankäufer zu geben bereit sind, lässt sich über den Vergleichsdienst www.werzahltmehr.de herausfinden. Genauer sind Ankaufportale, die nach dem Zustand des Gerätes fragen und auf Basis dieser Informationen einen angemessenen Preis vorschlagen. Verbraucherschützer warnen jedoch, dass der angezeigte Preis nicht bindend sei, sondern ein verbindliches Angebot erst nach Prüfung des eingesandten Gerätes zustande komme.

Zu den wohl beliebtesten Ankäufern zählt www.flip4new.de, das die eingesandten Produkte technisch überprüft und dann europaweit auf verschiedenen Plattformen wieder Endkunden zum Verkauf anbietet.

© Flip4New / Schneller und sicherer Weg: Handys einfach ankaufen lassen.

Dabei, so verspricht das Portal, brauche man sich über die auf dem Gerät gespeicherten Daten keine Sorgen zu machen: „Unsere Techniker gehen sehr sorgfältig vor und löschen alle Kontakte, Bilder, Nachrichten und sonstige personenbezogenen Daten.“

Kann man das alte Smartphone also schlussendlich „einfach so“ verkaufen, verschenken oder spenden?

Daten unbedingt sorgfältig löschen

Ganz gleich, ob man es mit wenig oder mit viel Aufwand loswerden will, in allen Fällen sollte eine Grundvoraussetzung erfüllt sein: Alle privaten Dinge gewissenhaft löschen! Und zwar vom Adressbuch über Nutzerkonten bis zu Fotos und Videos. Doch wer sie „nur“ löscht, vergisst vielleicht den Cloud-Speicher, in dem ebenfalls so manch Wichtiges gespeichert ist, das sich dann prompt wiederherstellen lässt.

Für Smartphones mit Android gilt: Nicht nur sollte das Gerät in den Auslieferungszustand „zurückgesetzt“ werden (über Einstellungen > Sichern & zurücksetzen), sondern noch vor diesem Schritt sollte man die Daten auf dem Mobiltelefon unbedingt verschlüsseln – das ist ab Android 4.0 möglich (bei den meisten Geräten: Einstellungen > Sicherheit > Telefon verschlüsseln). Wird im Anschluss das Handy „zurückgesetzt“, wird damit das Master-Passwort der verschlüsselten Daten gelöscht. Achtung: Bei vielen Android-Handys ab Version 5.1 ist eventuell eine Reaktivierungssperre aktiviert, die vorher durch Eingabe der Google-Anmeldedaten ausgeschaltet werden muss – sonst muss das der neue Besitzer machen, natürlich mit den Daten des Vorbesitzers.

Für Smartphones mit iOS gilt: Zuerst an den PC anschließen und über iTunes ein Backup anlegen, um die eigenen Daten auf ein neues iPhone zu übertragen. Dann bitte keine Daten manuell löschen (bei Synchronisierung fehlen sie eventuell auf dem neuen Gerät), sondern ebenfalls in der Einstellungen-App „Zurücksetzen“ wählen, dann „Inhalte & Einstellungen löschen“. Vorher aber noch die Verknüpfung mit iCloud, iMessage, FaceTime und „Mein iPhone suchen“ ausschalten. Wer dann abschließend noch die Funktion „iPhone wiederherstellen“ nutzt, überschreibt die installierte iOS-Version.

Noch eine „Kleinigkeit“: Vor dem Versand unbedingt daran denken, die SIM-Karte und gegebenenfalls auch die Speicherkarte herauszunehmen. Gerade Letztere wird schnell vergessen.

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