Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

IFA 2016 Neuheiten

Wasserdicht: Diese Smartphones machen einiges mit

Gegen Regen, Spritzwasser, Tauchgänge sind die Neuheiten von Sony, Archos, Samsung und Hisense geschützt. Aber: Es kommt auf den IP-Standard an.

© Samsung

© Samsung

Der IP-Standard hat nichts mit einem Internet-Protokoll zu tun, sondern definiert die Widerstandsfähigkeit eines elektronischen Gerätes. Ob man mit einem offiziell wasserdichten Smartphone im Regen telefonieren oder es sogar ohne Angstschweiß aus der Toilette fischen kann, sagt der sogenannte International Protection Code, dessen Zahl sich nach einem speziellen Prinzip zusammensetzt. Die erste Ziffer, zum Beispiel die „6“ bei IP67, klärt über die Beschaffenheit des Staubs auf, der ins Gerät eindringen darf, sowie über die Art der Berührung; bei der zweiten Ziffer geht es um die Stärke der Feuchtigkeit. Eine Übersicht über die IP-Codes liefert Wikipedia unter dem Eintrag„Schutzart“.

Um beim Beispiel zu bleiben: IP67 bedeutet, dass das Gerät gegen Eindringen von Staub (erste Ziffer) und gegen „zeitweiliges Untertauchen“ (zweite Ziffer) geschützt ist. Je höher beide Zahlen sind, desto widerstandsfähiger ist das Smartphone. IP67 etwa findet man bei „wasserdichten“ Geräten der jüngeren Vergangenheit, IP57 wiederum bei schon etwas älteren Smartphones.

Praktisch alle neuen Modelle, die auch auf der IFA präsentiert werden, gehen einen wichtigen Schritt weiter: Sie sind nach IP68 geschützt, also gegen „dauerhaftes Untertauchen“. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Smartphone ins Waschbecken fällt, ist größer, als dass es nur einen Schwall Wasser abbekommt. Oder vereinfacht gesagt: Es sollte bei größerer Menge Wasser länger durchhalten.

© Sony / Das Xperia Z5 von Sony ist nach dem Standard IP68 gegen Wasser, Schmutz und Staub geschützt.

Sonys neues Flaggschiff, das Xperia XZ, zählt zu den IP68-Neuheiten. Sein 5,2 Zoll großes Full-HD-Display ist gegen Staub geschützt und lässt sich auch noch 30 Minuten nach Beginn eines Wasserbads bedienen. Ob allerdings der brandneue „vorausschauende Autofokus“, der die Bewegung von Objekten vorausberechnet, um die mögliche Endposition scharf zu stellen, das auch aus einem Aquarium heraus störungsfrei hinbekommt, wird sich noch zeigen.

© Samsung / Waren die älteren Galaxy-Modelle eingeschränkt wasserdicht und staubgeschützt, sind es die neuen S7 und S7 Edge umso besser.

Samsung formuliert den Schutz beim Galaxy S7 und S7 Edge so: „Wer mit den Smartphone-Highlights in einen heftigen Regenschauer kommt, muss sich um die Technik im Geräteinneren keine Sorgen machen.“ USB-Port und SIM-Slot seien durch eine besondere Konstruktion vor Wasser geschützt, und das IP68-zertifizierte Design sichere die Smartphones auch gegen Sand und Staub wirkungsvoll ab.

Ebenfalls nach IP68 geschützt ist das neue A2, das der chinesische Hersteller Hisense auf der IFA still und fast heimlich ausstellt. Bei diesem Smartphone wurde sicher noch deutlich mehr Aufwand betrieben, um die Zertifizierung zu bekommen, denn das A2 besitzt nicht nur das gewohnte Display, sondern auf der Rückseite ein zweites – das jedoch mit E-Ink-Technik funktioniert, wie man sie von E-Book-Readern kennt. Durch die „flüssige Tinte“ verbraucht das Display nur dann Strom, wenn sich der Inhalt verändert, nicht jedoch während der Anzeige selbst. Und auch sonst können sich die Leistungsdaten des A2 sehen lassen: 5,5-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung, Achtkern-Prozessor von Qualcomm, satte 4 GB RAM und 64 GB interner Speicher, außerdem eine 16-Megapixel-Kamera.

© Archos / Das neue Archos 50 Saphir ist wasserdicht und kann Stürze aus bis zu einem Meter Höhe aushalten.

Ob mit einem oder zwei Displays: Solche „normalen“ Smartphones haben gemeinsam, dass man sie nicht unbedingt aus großer Höhe fallen lassen sollte. Wer ein echtes Outdoor-Gerät sucht, das nicht nur wasserdicht ist, sondern auch noch mehr aushalten kann, wird bei Archos fündig: Das neue „50 Saphir“ erinnert schon fast an Militärausrüstung, doch es soll Stürze aus einem Meter Höhe und ein halbstündiges Untertauchen überstehen.

Übrigens könnte bald ein Vertreter aus der Riege der prominenten Smartphones wasserdicht sein: das neue iPhone 7, das demnächst vorgestellt wird – so wird zumindest in Insiderkreisen gemunkelt. Ein Indiz dafür sind schon vorbereitete Funktionen in der iOS-Software 10 und der „weggesparte“ Kopfhörer-Anschluss, den es wohl im neuen Modell nicht mehr geben wird. Man darf gespannt sein, ob dann auch Apple auf den Zug der „Ich bin garantiert wasserdicht“-Smartphone-Werbung aufspringen wird.

Andere Artikel mit Themen: Smartphone, IFA 2016, Wasser

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei Media Markt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück