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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Title: Entertainment
Spielwarenmesse

Wie smart ist die Spielwarenmesse 2017?

Smartes Spielzeug und digitale Lernhilfen sind nichts Neues mehr. Wir haben uns auf der Fachmesse nach neuen Ideen umgesehen.

© Lego

© Lego

Das Smart Home ist auf dem Vormarsch und erobert ein Geschäftsfeld nach dem anderen. Auch hier bei Smart-Wohnen.de haben wir in der letzten Zeit immer wieder smarte Gadgets und Spielzeug für alle Altersgruppen vorgestellt. Was liegt da näher, als auf der Spielwarenmesse, die gerade in Nürnberg Hof hält, nach den neuesten Spieletrends für das vernetzte Zuhause zu suchen?

Rekordträchtige 2.871 Aussteller haben sich dieses Jahr für die Spielwarenmesse angemeldet, 3,5 Hallen, haben sich dem Schwerpunkt „Technisches Spielzeug, edukatives Spielzeug, Aktionsspielwaren“ gewidmet, dazu wurde eine „Futuristische Aktionsfläche Tech2Play“ angekündigt, die zum Mitmachen einlädt. Ein Eldorado für den ambitionierten Smart-Home-Fan und eine Goldgrube für unsere Redaktion dachten wir auf dem Weg in die Frankenmetropole.

Lego Boost

Unser erster Halt führt uns direkt an den Stand von Lego – hier muss doch schon etwas Smartes zu finden sein! Und tatsächlich: Auf smarte Technologie angesprochen, hat man uns dort den für den Herbst angekündigten Lego Boost vorgestellt. Das ist erst einmal ein Lego-Bausatz, der um drei Lego Boost-Elemente erweitert wird: Einen Motor, einen Hub mit Neigungssensor und einen Farbzuordnungen- und Abstandssensor.

Mithilfe von Bauanleitungen können aus dem Bausatz fünf Modelle zusammengesetzt werden: Frankie die Katze, Bernie der Roboter, eine Gitarre, ein Mehrzweck-Rover und eine Fertigungslinie. Über eine App gesteuert, entwickeln die Modelle dann auch eigene Verhaltensmuster. Frankie die Katze schreit beispielsweise, wenn sie am Schwanz gezogen wird. Darüber hinaus können die Legowesen über eine App gesteuert werden. Kinder können Verhaltenskombinationen der Modelle selber programmieren und abändern. 

© Lego / Ein Bausatz - fünf verschiedene Möglichkeiten: Bei Lego Boost Modellen lassen sich sogar Verhaltensweisen programmieren.

Alle anderen großen Spieleproduzenten scheinen in Sachen smartes Spielzeug noch nicht so weit zu sein. Interessantes haben wir jedoch bei Ravensburger erfahren. Der Hersteller kündigte an, im Herbst ein 3D-Haus, in dem sich eigene Schaltkreise erstellen und Lichteffekte steuern lassen, auf den Markt bringen zu wollen.

Dash, der Roboter

Als nächstes machen wir die Bekanntschaft mit Dash, dem Roboter. Der aus vier Kugeln zusammengesetzte Lernroboter soll Kindern das Programmieren nahebringen. Dazu gibt es derzeit zwei Apps für Kinder unterschiedlichen Alters, mit deren Hilfe sich Bewegungsabfolgen für den blauen Androiden erstellen lassen.

© Wonder Workshop / Dash soll das Programmieren auf spielerische Weise ins Kinderzimmer bringen.

Dash verfügt über einen eigenen Antrieb, diverse Sensoren, LEDs und Lautsprecher. So kann er sich bewegen (lassen), mit dem Kopf wackeln und Geräusche von sich geben. Zusätzlich lässt sich ein Katapult anklippen, das kleine Bälle auf Ziele anschießt.

Tablet-Unterstützung für Rennbahnen

Nächster Halt war der Stand von Carrera. Rennbahnen und Smart-Home, da geht was, waren wir uns sicher. Und tatsächlich wurden wir mit unserer Anfrage zur neuen Go!!! Plus Rennbahn geführt. Mithilfe einer speziellen Weiche - die übrigens auch ganz einfach in die ‚ältere‘ Carrera Go eingebaut werden kann - lässt sich die Rennbahn um App-Unterstützung erweitern. Auf dem Smartphone oder Tablet können so unterschiedliche Trainingsmodi ausgewählt werden, Rundenzeiten werden in Echtzeit angezeigt und Tank- oder Reifenwechsel-Stopps werden nach absolvierten Runden notwendig. Die App ist dabei allerdings nur unterstützend aktiv. Die Fahrzeuge selber werden nach wie vor über die bekannte Kabelsteuerung gelenkt und beschleunigt.

© Karsten Kunert / Rennbahn-Spaß auf einem neuen Level: Carrera setzt auf App-Unterstützung.

Wetterszenarien bei Scalextric

Ein ähnliches Konzept haben wir bei dem britischen Hersteller Scalextric gefunden. Auch deren Rennbahnsytem lässt sich zusätzlich über eine App erweitern, fordert ebenfalls PitStops ein und simuliert außerdem Wetterszenarien. Bei einem Regenschauer werden die Fahrzeuge so automatisch heruntergedrosselt, beziehungsweise muss der Fahrer an die Box, um die Regenslicks aufzuziehen bevor es weitergeht.

© Karsten Kunert / Scalextric digital: mehr Action für kleine Rennfahrer.

Für den September hat Scalextric darüber hinaus eine digitale Variante des Rennsystems vorgestellt. Bei diesem werden die Fahrzeuge dann von den Schienen befreit und Überholmanöver mit Spurwechsel werden möglich sein.

Smart Home für Eisenbahnen

© Viessmann / Modellbau wird smart - mit dem Commander 2.

In der Modellbauhalle stellt die Firma Viessmann den Commander 2 vor. Die Digitalzentrale für Eisenbahnliebhaber bietet Steuerung und Einstellung des Gleissystems über ein Smartphone oder Tablet. Dabei erfasst die Kamera des Smartdevice den gewünschten Gleisabschnitt und legt diesen gemeinsam mit der Lok auf das Display. Die Bildausgabe erfolgt wahlweise über das Tablet oder über einen TV oder Beamer. Ein HDMI-Anschluss ist integriert.

Fazit

Die Spielwarenmesse ist auf jeden Fall eine Reise wert. Richtig smart ist sie aber noch nicht. Wir waren wirklich überrascht, wie stark die Spielzeughersteller sich noch in traditionellen Mustern bewegen und wie wenig Einfluss die technologische Entwicklung in dieser Branche bisher genommen hat.

Trotz einiger Highlights, die wir gefunden haben, lässt sich feststellen, dass die Innovation für technologische Unterhaltung ganz eindeutig aus der Unterhaltungsindustrie kommt. Die klassischen Spielzeughersteller fühlen sich in ihrem traditionellen Umfeld offensichtlich wohl genug, um auf ihren eigenen Pfaden weiter zu wandern.

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