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Alltagsorganisation für Kinder mit Smartwatch

Kinder brauchen Struktur und geregelte Abläufe. Hier soll nun die Octopus Smartwatch unterstützen, indem sie bei der Planung hilft und erinnert.

© Joy

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Smarte Kinder durch smarte Technik? Könnte sein. Joy hat mit Octopus eine schlaue Uhr extra für die Zielgruppe der Drei- bis Achtjährigen auf den Markt gebracht. Die Smartwatch funktioniert mit Symbolen, da die kleinsten der Kleinen ja noch nicht mal lesen können. Aber wenn sie älter werden, steigen auch ihre Ansprüche und Fähigkeiten. Daran hat das Unternehmen ebenfalls gedacht und bietet neben Symbolen auch eine digitale Uhr sowie ein Ziffernblatt auf dem Display der Octopus an.Für jede Altersstufe zwischen 3 und 8 Jahren bietet die Octopus Smartwatch die passenden Symbole. © Joy

Octopus kommt mit einer App daher, die für iOS- und für Android-Geräte geeignet ist. Über diese App können Eltern ihren Kindern Termine und Aufgaben auf ihre Smartwatch schicken, sich aber gleichzeitig auch an eigene ToDos erinnern lassen. Die Benachrichtigung erfolgt jeweils über einen Vibrationsalarm. Warum aber brauchen Kinder überhaupt Termine? Klar ist, dass den meisten Kindern klare Strukturen im Leben helfen, sich zurechtzufinden und auch Vertrauen aufbauen zu können. Joy argumentiert nun, dass eine Smartwatch den Kindern darüber hinaus auch das Gefühl der Selbständigkeit und damit auch Selbstvertrauen gäbe, da sie sich dank der Octopus-Uhr gefühlt unabhängig von den Eltern organisieren könnten. Natürlich stehen die Eltern hinter jeder Aufgabe und jedem Termin, da sie es sind, die die Smartwatch für den Nachwuchs einrichten. Joy geht auch davon aus, dass die Kinder-Smartwatch die Kleinen auf das spätere Berufsleben vorbereitet, das ebenfalls durch Termine und Verpflichtungen getaktet ist. Zähneputzen um 7 Uhr: Die Uhr vibriert und blinkt. Nächster Termin: Jacke und Schuhe um 7.15 Uhr anziehen, damit alle pünktlich aus dem Haus gehen können. Wieder schlägt die Uhr Alarm. Langen Diskussionen soll damit vorgebeugt werden.

Octopus, die Smartwatch für Kinder, hilft bei der täglichen Planung. © Joy

Ob das in der Praxis auch alles reibungslos funktionieren wird und es nicht doch wieder lange Streits, Versprechungen und Bestechungsversuche mit den Eltern gibt, steht gerade nicht wirklich fest, da es sich bei Octopus um ein noch laufendes Kickstarter-Projekt (Stand: Juni 2016) handelt. Allerdings scheint Octopus großes Interesse hervorzurufen, da einen knappen Monat vor Ablauf der Finanzierungsphase bereits rund 385.000 US-Dollar (etwa 340.000 Euro) der ursprünglich anvisierten 50.000 US-Dollar eingenommen werden konnten. Wo schon von Geld die Rede ist: Derzeit können Vorbesteller als Early Birds die Octopus Smartwatch für Kinder für 59 Dollar (rund 52 Euro) erhalten. Mit im Paket dabei sind neben der Uhr ein Ladekabel sowie die App. Wer noch eine zusätzliche Ladestation inklusive haben möchte, die als kleiner, leuchtender Tintenfisch auch als Nachttischlampe genutzt werden kann, muss als Vorbesteller an die 35 Euro drauflegen und insgesamt etwa 87 Euro bezahlen. Geliefert wird weltweit. Ist Octopus dann fest auf dem Markt erhältlich, soll das Basispaket knappe 80 Euro und das um den Tintenfisch erweiterte Paket um die 115 Euro kosten. Hierbei handelt es sich allerdings um die umgerechneten Dollar-Preise. Ob Joy auf dem europäischen Markt noch Anpassungen bezüglich der Kosten vornehmen wird, bleibt bis auf weiteres offen.In Kombination mit der App, ist die Octopus-Uhr auch eine gute Erinnerungshilfe für Eltern. © Joy

Kinder lieben es bunt. Deshalb gibt es die Octopus Smartwatch auch in den Farben: Himmelblau, Pink Candy und Zitronengelb. Diejenigen, die es lieber dezenter mögen, können sich eine dunkelgraue Uhr bestellen. Im Speicher ist Platz für 600 Symbole. Damit diesen und der restlichen Uhr so schnell nichts passiert, ist das Gerät wasserfest. Eine Octopus-Uhr wiegt 18 Gramm und verfügt sowohl über ein farbiges OLED-Display als auch über Bluetooth 4.0. Eine Akkuladung hält laut Hersteller bis zu 96 Stunden. 

Fazit

Kinder möglichst früh mit moderner Technik vertraut zu machen, ist nie verkehrt - ebenso wenig wie ihnen feste Strukturen zu geben. Hier müssen die Eltern aber individuell entscheiden, wie weit sie bei ihrem eigenen Kind gerne gehen möchten. Nützlich ist die Octopus Smartwatch für Kinder allemal, da sie mit der Hilfe der Uhr den spielerischen Umgang mit der Zeit und damit zusammenhängenden Aufgaben lernen. Aber ist es auch sinnvoll, seinen Nachwuchs bereits in frühen Jahren so einzunorden, dass er nach Terminkalender funktioniert – oder wäre es vielleicht doch schöner, den Kindern ihre termin- und stressfreie Zeit zu lassen, damit sie sich frei entfalten können? Immerhin ist die Kindheit die einzige Zeit, in der Termine noch kein Muss sind.

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