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Der digitale Mensch

Hightech-Tattoos als neue Fitness-Tracker

Technik auf der menschlichen Haut misst Daten zum Gesundheitszustand und schickt sie direkt auf das Smartphone.

digitales menschliches Auge

iStock.com / Vladimir Arndt

Waren früher teure Uhren großer Marken ein Statussymbol, setzt man heute auf Sportlichkeit. Wer etwas auf sich hält, schmückt deshalb sein Handgelenk mit einer Smartwatch mit Fitness-Funktionen. Auf Zuruf kann der Träger neben so profanen Dingen wie der Uhrzeit und dem Datum ablesen, wie viele Schritte er am Tag zurückgelegt hat, wie viele Etagen dabei überwunden wurden und wie sich die Pulsfrequenz bei all den Strapazen entwickelt hat – um nur einige Werte, die die clevere Uhr liefert, zu erwähnen.

Die intelligente Handgelenkstechnik hat aber zwei entscheidende Nachteile: Da wäre zunächst einmal die Akkulaufzeit zu nennen. Die Apple Watch beispielsweise muss, selbst wenn sie in der Edelausführung mit 18-Karat-Gold für 18.000 Euro gekauft wird, mehr oder weniger einmal täglich mit dem Netzstecker verbunden werden. Während der Ladezeit kann die Uhr weder Schritte zählen noch das Schlafverhalten des Trägers korrekt protokollieren. Bei Modellen anderer Hersteller ist es nicht viel anders. Nicht zuletzt – und hier offenbart sich das zweite Problem – wird die clevere Uhr allzu oft versehentlich in der Ladestation vergessen. In der Folge wird die Wochenauswertung verfälscht, weil keine Daten erhoben werden.

Jetzt wird Fitness über die Haut gemessen

Das Unternehmen Chaotic Moon aus dem texanischen Austin schickt sich jetzt an, den Markt der Fitness-Tracker zu revolutionieren. Dabei werden dem Nutzer kleine elektronische Sensoren als sogenannte Tech Tats (von Technik-Tattoo) auf die Haut geklebt. Diese ermitteln Vitalwerte wie die Herzfrequenz, den Blutdruck oder die Körpertemperatur. Die Daten werden dann direkt auf ein Smartphone übertragen oder können an den Hausarzt übermittelt werden.

Das Unternehmen hat aber nicht nur Gesundheitswerte ins Auge gefasst, denn die Sensoren können auch Informationen speichern und so beispielsweise als Ersatz für die Kreditkarte oder den Personalausweis dienen. Auch eine GPS-Ortung über die digitalen Tattoos ist denkbar. So wird man möglicherweise in der Zukunft an der Kasse im Supermarkt zahlen können, ohne das Portemonnaie zu zücken, oder stets wissen, wo der eigene Nachwuchs sich gerade aufhält. Und am Handgelenk wäre dann wieder Platz für eine edle Uhr.

Fazit

Es ist wohl lediglich eine Frage der Zeit, wann Technik auch den Menschen zum Teil des „Internets der Dinge“ macht. Ob die Messung und Weitergabe von Gesundheitsdaten allerdings Segen oder Fluch ist, muss sich in der Praxis zeigen. Für die sich noch in der Entwicklung befindende Technik spricht in jedem Fall, dass Vitalwerte unkompliziert permanent erhoben werden. Das kommt unter anderem dem demografischen Wandel entgegen, bei dem Menschen möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben wollen.

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