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Home Coach: Gesünderes Zuhause per App

Der Healthy Home Coach informiert über die Umgebungswerte im eigenen Zuhause. Netatmo bietet dazu erstmals Unterstützung für Apples HomeKit.

© Netatmo

© Netatmo

Netatmo ist bekannt geworden durch seine smarte Wetterstation. Seit kurzem bietet das Unternehmen nun auch den Healthy Home Coach an, der vergleichbare Daten ermittelt, aber speziell für Innenräume entwickelt worden ist. Der neue Heimsensor misst Umgebungswerte wie Lautstärke, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität und wertet diese aus. Die so gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, dass das Raumklima zuhause stets im Blick bleibt und gegebenenfalls durch Eingreifen des Besitzers angepasst wird. Dazu steht der Sensor auch gerne mit Tipps und Erklärungen zur Seite.

Der Healthy Home Coach kommt mit einer eigenen App und unterstützt erstmals Apples HomeKit-Technologie. Android User bleiben dennoch nicht außen vor, denn auch für dieses Betriebssystem liegt eine App zum Download bereit. Wir haben uns den Healthy Home Coach genauer angeschaut, und dafür die Apple-Umgebung genutzt.

Sensor im bekannten Netatmo-Design

Der Netatmo Healthy Home Coach ist äußerlich nur durch den neuen rosé Farbton von der Wetterstation zu unterscheiden. Beim Design ist Netatmo sich selbst treu geblieben und setzt weiterhin auf ein zylindrisch rundes Aluminiumgehäuse mit länglichem LED-Schlitz an der Vorderseite. Der Lieferumfang des Netatmo Healthy Home Coach ist minimal. Neben dem Sensor selbst liegt lediglich ein Netzteil mit Micro-USB-Schnittstelle in der Verpackung. Die Verbindung mit dem Heimnetzwerk erfolgt über eine drahtlose Funkverbindung. Ein Netzwerkanschluss ist nicht vorgesehen.

© Netatmo / Der Sensor kommt im bewährten Design. Neu ist hingegen die Gestaltung der App.

Inbetriebnahme und HomeKit-Einbindung                      

Die Inbetriebnahme des Healthy Home Coach stellte sich als erfreulich einfach heraus. Einmal mit Strom versorgt, lässt sich der Sensor umgehend durch die App finden und im nächsten Schritt in das heimische WLAN integrieren. Nun ist noch eine Anmeldung bei Netatmo notwendig. Wer noch kein eigenes Konto beim Hersteller betreibt, kann dieses aus der App heraus anlegen – ohne geht es allerdings nicht.

Android Nutzer können nach der Inbetriebnahme des Healthy Home Coach sofort durchstarten. Für Nutzer von Apple-Hardware steht noch die Integration in das Apple HomeKit aus. Diese ermöglicht die Steuerung von zahlreichen SmartHome-Geräten unterschiedlicher Hersteller aus einer zentralen App heraus.

Dazu wird in einem weiteren Installationsschritt bestätigt, dass die App auf die HomeKit-Daten zugreifen darf. Danach wird ein für jedes HomeKit-Gerät einzigartiger Code eingegeben oder mit der Kamera eingescannt. Den Rest erledigt die App und die Messungen des Healthy Home Coach können sowohl über die Home Coach-, als auch über die HomeKit-App abgerufen werden. Apple-Nutzer können diese Werte nun auch über den digitalen Sprachdienst Siri per Sprachbefehl abrufen. Die Frage „Wie warm ist es im Kinderzimmer?“ beantwortet Siri mit dem aktuellen Messwert.

Die App

Die Home Coach-App ist übersichtlich gestaltet und läuft nicht Gefahr, seinen Besitzer mit Informationen zu überladen. Die obere Hälfte der Anzeige füllt eine leicht ablesbare Klartext-Analyse, die den Gesamtzustand der Wohnumgebung bewertet. Diese unterliegt einem Farbschema, das ebenfalls über die Qualität des Raumklimas Aufschluss gibt. Hellblau steht für eine gesunde Umgebung, grün für eine ausgewogene, Gelbtöne stehen für ‚Angemessen‘ und rot weist auf ungesunde Werte hin.

Im unteren Teil der Anzeige sind die aktuellen Werte für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und Umgebungslautstärke untereinander aufgereiht und ebenfalls textlich unterlegt. Die Bewertungen reichen von „Hervorragend“ bis „Kritisch“. Ein Tippen auf die Zeilen öffnet ein Erklärungsfenster für den jeweiligen Messwert.

© Screenshot Karsten Kunert / Die Home Coach-App zeigt die Messwerte übersichtlich und farblich schematisiert und gibt Tipps für ein verbessertes Raumklima.

Netatmo speichert die Messwerte des Home Coach auf eigenen Servern in der Cloud ab. Auf diese Weise kann der Benutzer auch von unterwegs abfragen, wie es zuhause um die Luftqualität bestellt ist. Auch eine Langzeitanalyse ist möglich – allerdings nur in Stundenschritten. Über eine Zeitskala lässt sich Stunde für Stunde in der Zeit zurückwandern und ältere Messwerte ansehen. Eine grafische Auswertung wie bei seiner Wetterstation bietet Netatmo leider (noch) nicht an.

Werte und Warnungen

Ist das Smartdevice mit der App einmal nicht in Greifweite, hilft der Home Coach auch selbst mit Farbsignalen weiter. Ein Druck auf den Gehäusedeckel bringt LEDs hinter dem Schlitz in der Vorderseite zum Leuchten. Hier bedient sich der Sensor des bereits oben beschriebenen Farbschemas und liefert so zumindest die Einschätzung des Gesamtzustandes des Raumklimas. Konkrete Informationen gibt es aber nur in der App.

Der Home Coach wird aber auch selbst aktiv. Erreichen die Messergebnisse schlechte Werte, über- oder unterschreiten sie bestimmte Schwellenwerte, dann erhält der Besitzer eine Nachricht auf seinem Smartphone. Leider sind die Grenzwerte nicht selbst einstellbar, sondern von Netatmo fest einprogrammiert.

© Screenshot Karsten Kunert / Netatmo erklärt seine Messwerte in der App ausführlich.

Im Übrigen muss der Healthy Home Coach kein Einzelkind bleiben. Der neue Sensor kann zwar nicht in die anderen (Wetter- und Sicherheits-)Produktfamilien integriert werden, lässt sich aber dafür in der Gruppe betreiben. Zu diesem Zweck unterstützt die App den Einsatz mehrerer Home Coaches in einer Wohneinheit. Es lassen sich also problemlos die Raumwerte aus Kinderzimmer, Schlafzimmer und Wohnzimmer parallel analysieren. 

Fazit

Der Netatmo Healthy Home Coach hat im Test als Einzelprodukt gut gefallen. Die Inbetriebnahme und die Einbindung in das Apple HomeKit ist kinderleicht und das Design zeitlos. Auch die Erklärungen und Tipps zum aktuellen Qualitätsstand der Umgebungsvariablen sind schön umgesetzt. Allerdings fällt auf, dass die App sehr minimalistisch ausgestattet ist. Die Langzeitanalyse, die nur in Stundenschritten funktioniert und nicht grafisch einen längeren Zeitraum darstellt, blieb ein wenig hinter unseren Erwartungen zurück. Das hat Netatmo bei seinen eigenen Geräten schon schöner umgesetzt, weshalb wir darauf hoffen, dass spätere Versionen der App entsprechend nachgerüstet sein werden.

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