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Title: Gesundheit & Fitness
Fitnesstracker im Analoguhr-Gewand

Praxistest der Nokia Steel HR Smartwatch Fitnessuhr

Nokia bietet diverse Wearables samt passender Nokia Health Mate App. Wir testen anhand der Smartwatch Steel HR, wie gut das funktioniert.

© Smart-Wohnen

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Geht es nach den großen Smartphone Herstellern, soll jeder Nutzer auch eine passende Smartwatch tragen. Mittlerweile gibt es so viele Modelle, dass man schnell nach dem Aussehen urteilt. Wir haben uns die sehr schön designte Nokia Smartwatch Steel HR geschnappt und schauen uns mal an, ob die Fitnesswatch im analogen Gewand auch im Alltag taugt.

© Nokia / Screenshot: Marc Zander / Die einfache Einrichtung der Steel HR Smartwatch wird in der Nokia Health Mate App verständlich begleitet. 

Die Installation und Einrichtung der Steel HR Smartwatch

In der typisch schlicht gehaltenen Verpackung steckt neben der Steel HR Smartwatch eine Kurz-Anleitung und die Aufladestation mit USB-Stecker. Das reicht aber auch völlig, denn die Anleitung sagt deutlich, was zu tun ist. Gleiches gilt für die Nokia Health Mate App, die man zur Nutzung herunterladen muss. Hier ist jeder Einrichtungsschritt klar verständlich. Neben der App zeigt auch das kleine Benachrichtigungsfeld innerhalb des Ziffernblatts, was die Smartwatch gerade tut: ob eingehende Anrufe oder Nachrichten, Updating oder das Erreichen eines vorher festgelegten Zieles. Die weiße Schrift ist klar lesbar auf dem schwarzen Hintergrund, muss jedoch für Benachrichtigungen als Laufschrift genutzt werden, da die Fläche zugegeben etwas sehr klein ist.

Die vorinstallierten Funktionen sind ideal in die Fläche integriert. Das für Analoguhren typische Rädchen dient dabei zum Durchschalten der Funktionen: Anzeige von Datum und digitaler Uhrzeit, Herzfrequenz, zurückgelegte Schritte, zurückgelegte Kilometer, Wecker und Batteriestatus lassen sich so in dieser Reihenfolge abrufen. Ein ebenfalls im Stil eines Chronographen im unteren Teil des Ziffernblatts integrierter Status zeigt, wieviel Prozent seines Tagesziels man bereits erreicht hat. Die Zeiger für Stunden und Minuten sind relativ zart silberfarben auf weißem Untergrund, aber dennoch gut ablesbar.

© Nokia / Screenshot: Marc Zander / Uhrzeit und Zieleinstellung werden durch einfache Gesten eingerichtet.

Die Nokia Steel HR bietet viele Programme für die Gesundheit

In der App stehen diverse Programme bereit, die man einfach starten kann: eine Art Kompetition bietet die „Bestenliste“. Hier kann man Konten von Freunden verknüpfen und dann sehen, wer die meisten Schritte gegangen ist oder sein Abnehmziel erreicht hat. Der „Schwangerschaftstracker“ soll über 44 Wochen Informationen zum Gewicht und Ernährungstipps geben. Das Programm „Besserer Body“ dient der Körperfettverringerung und läuft über acht Wochen, hier ist eine Online-Waage o.ä. Pflicht, und auch Motivationsnachrichten zum Durchhalten sind enthalten. Und dann wäre noch das von mir genutzte Programm „smarter Schlafen“.

© Nokia / Screenshot: Marc Zander / Eines der enthaltenen Langzeit-Fitnessprogramme ist „Besserer Body“ zur Reduzierung des Körperfettanteils. 

Die Health-Auswertungen der Nokia Steel HR

Ich lege für mich als Tagespensum 6.000 Schritte und sieben Stunden Schlaf fest. Bei den Schritten ist es wie bei jedem Fitnesstracker: schon das Schütteln des Armes oder der Hand lässt das Zählen beginnen. Klar, wer sich hier betrügt, hat selbstverständlich selbst Schuld. Als ich einen Abend nur 5.860 Schritte erreicht hatte, schüttelte ich beim Fernsehen einfach meinen Arm 75-mal und schon war mein Tagesziel überschritten. Das wird übrigens durch ein sanftes Vibrieren und eine kleine Animation auf dem Mini-Display angezeigt.

Nach zwei Tagen schaute ich mir meine Schlafanalyse einmal genauer an und musste merkwürdigerweise feststellen, dass meine ruhige Lesezeit vor dem Schlafengehen von der App bereits als Schlaf gewertet wurden. Auch die Aufwachphase stimmte nicht überein, da ich laut Smartwatch um 7.25 Uhr morgens wach wurde, in der Realität aber um 6.35 durch meinen Sohn geweckt wurde. An einem anderen Tag wurde mein Herumlümmeln auf der Couch vor dem Fernseher als 45-minütige Einschlafphase gewertet. Hier ist also noch Luft nach oben, aber prinzipiell bieten die Angaben gute Anhaltspunkte. Nicht verdenken kann man Nokia, dass sie Zusatzgeschäft generieren möchten. In der App gibt es einen kompletten Shop rund um Fitness Wearables und Zusatzgeräte, die für diverse Zielsetzungen in der Health App notwendig sind. Bereits nach zwei Tagen wurde mir eine Zusatz-App zum Thema Schlaf empfohlen, für knapp 100 Euro kein Schnäppchen.

© Nokia / Screenshot: Marc Zander / Das Dashboard zeigt die gewünschten und vorher festgelegten Parameter übersichtlich an.

Fazit

Die Nokia Steel HR möchte die Schönheit eines analogen Chronographen mit den Funktionen einer Smartwatch Light oder besser gesagt eines Fitnesstracker Plus verbinden. Dafür müssen natürlich gerade in der Größe Abstriche gemacht werden. Ich als Uhrenfan freue mich über die schicke Optik der Fitnessuhr. Mit minus elf Dioptrin und einer beginnenden Altersweitsichtigkeit muss ich aber schon sehr konzentriert auf die digitalen Anzeigen im Mini-Display schauen, gerade die Darstellung als Laufschrift erfordert oftmals ein wenig Wartezeit, um den Namen des Anrufers zu identifizieren. In meinem Fall wäre eine hundertprozentige Smartwatch, die bei Bedarf ein analoges Uhrenbild darstellen kann, die bessere Wahl. Ästheten, die einen wirklich schicken Fitnesstracker mit unaufdringlicher Benachrichtigungsfläche haben möchten, sind mit der Nokia Steel HR aber sehr gut beraten. Hier bekommt man sozusagen Gutes aus zwei Welten. Und das mit Durchhaltepower: während des zweiwöchigen Tests musste ich die Fitnessuhr nicht laden und hatte sogar noch 48 Prozent Batterieleistung übrig.

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