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Fiebermessen per Handy

Smarte Fieberthermometer für Kids

Schreien und zappeln war gestern! Heute kann man die Temperatur von fiebrigen Kindern auf angenehme Weise ermitteln.

Baby misst Fieber bei Teddy

iStock.com/deucee_

Klassische Fieberthermometer messen die Temperatur im Mund, unter den Armen oder in den Ohren. Gerade für Babys oder Kleinkinder kann das sehr unangenehm sein. Sie halten oft nicht lange genug still, bis der Messvorgang beendet ist. Und mit der einmaligen Messung ist es meist nicht getan, denn bei kranken Kindern sollten Eltern das Fieber regelmäßig messen. Den Nachwuchs dazu überreden, das Thermometer in den Mund zu nehmen, obwohl er gerade überhaupt keine Lust dazu hat? Das tun Mama oder Papa nur äußerst ungern.

Funk-Pflaster als Thermometer

Diese Probleme der Fiebermessung bei Babys und Kleinkindern möchten einige Hersteller von smarten Thermometern mit Hightech lösen. Einer der vielversprechendsten Vertreter dieser intelligenten Geräte ist TempTraq, der nicht mal auf den zweiten Blick wie ein Fieberthermometer, sondern eher wie ein Pflaster aussieht – und auch so verwendet wird. Eltern bringen das Thermometer seitlich am Rumpf nahe der Achsel an, wo es mindestens einen Tag und eine Nacht haften bleibt, ohne das Kind zu stören. In dem dünnen und flexiblen Pflaster stecken alle Komponenten, die ein smarter Wärmemesser benötigt: allen voran Temperatursensoren und ein Bluetooth-Modul.

Baby mit TempTraq Funk-Pflaster

Letzteres funkt die ermittelten Werte kontinuierlich zum Smartphone der Eltern, wo die TempTraq-App (für iOS und Android) diese auswertet und bei sehr hohen Temperaturen sogar Alarm schlägt. Ohne das Baby aufzuwecken oder das Spiel zu verderben, protokolliert das Thermometer den Verlauf des Fiebers – und das bis zu 24 Stunden. So lange hält die Batterie durch, die ebenfalls unauffällig im Pflaster Platz findet. Danach wandert das Thermometer in den Müll, was bei einem Preis von 25 US-Dollar (etwa 23 Euro) pro Stück sicher keine günstige Angelegenheit ist. Derzeit ist es nur in den USA erhältlich.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert Fever Smart, das im Gegensatz zu TempTraq dank wechselbarer Batterie wiederverwendbar ist. Das 5,2 x 3,2 x 0,6 Zentimeter große Thermometer wird mit einem Pflaster direkt in die Achseln geklebt. Von dort funkt es die Daten an das Smartphone oder Tablet der Eltern. Die App stellt die fortlaufenden Messergebnisse in einer Verlaufskurve dar, sodass man sieht, wie sich das Fieber entwickelt. Auch hier gibt es eine Alarmfunktion bei sehr hoher Temperatur.

Kritisch oder nützlich ist je nach eigener Einstellung zum Datenschutz, dass die Werte ebenfalls in die Cloud übertragen werden. Das hat laut Hersteller den Vorteil, dass man die Daten von überall abrufen kann. So hat etwa der behandelnde Kinderarzt Zugriff darauf, um auch aus der Ferne eine Diagnose zu stellen und Behandlungsempfehlungen zu geben. 

Fever Smart ist über die Webseite des Anbieters bestellbar und kostet 130 US-Dollar (etwa 120 Euro). Die Versandkosten für Kunden außerhalb der Staaten belaufen sich auf 20 US-Dollar (etwa 18,50 Euro).

Schnuller erfasst Temperatur

Schnuller Pacif-i

Ebenfalls mit dem Smartphone der Eltern ist der Pacif-i (etwa 60 Euro) verbunden. Dieser smarte Schnuller misst die Temperatur, wenn das Baby ihn sowieso im Mund hat – eine clevere Idee. Allerdings kann es kommen, wie es immer kommt: Gerade in dem Moment, in dem man Fieber messen möchte, will der kleine Patient vom Schnuller partout nichts wissen. Dann funktioniert ein kaum spürbares Pflaster wie TempTraq im Zweifel besser.

Praktisch: Über die App lässt sich herausfinden, wo sich der Schnuller gerade befindet. So müssen Mama und Papa im Ernstfall nicht lange danach suchen. Außerdem lässt sich über diese Funktion eine Art unsichtbarer Laufstall aufspannen, denn das Trackingsystem meldet sich, wenn sich das Baby samt Schnuller unbemerkt davonmacht. Die Schnullerortung ist natürlich auf die Bluetooth-Reichweite des Smartphones mit installierter Pacif-i-App beschränkt. Liegt das Handy im Schlafzimmer, die Eltern sind aber im Wohnzimmer, nützt die Ortung reichlich wenig. Das gilt ebenso für den Fall, dass der Sprössling ohne Schnuller unterwegs ist, denn die App weiß nur, wo sich der Schnuller gerade befindet.

Ein bisschen weniger smart

Eltern, die den Nachwuchs nicht drahtlos vermessen möchten, greifen zu Wishbone. Dieses Thermometer erfasst die Temperatur dank Infrarotmessung zwar kontaktlos, doch um die Werte an die App zu übertragen, muss man das Thermometer direkt in den Kopfhörerausgang eines iPhones oder Android-Smartphones stecken. Die App der Anbieter stellt die Messdaten dann auf dem Display dar und wertet sie aus.

Mit Wishbone lassen sich zudem auch die Temperaturen von Objekten (etwa Milch oder Brei) und der Umgebung erfassen. Damit bietet dieses Thermometer mehr Einsatzmöglichkeiten als reine Fieberthermometer. Möchten die Eltern beim Nachwuchs aber kontinuierlich Fieber messen, müssen sie es jedes Mal aktiv selber tun – wie bei einem gewöhnlichen Thermometer. Hier bieten smarte Lösungen wie TempTraq und Fever Smart den Vorteil, dass sie eigenständig die Fieberkurve über einen gewissen Zeitraum erfassen.

Der Anbieter sendet Wishbone auch nach Deutschland – sogar ohne Versandkosten. Der Preis für das Thermometer: 50 US-Dollar (etwa 46 Euro).

Fazit

Smarte Fieberthermometer wie TempTraq oder Fever Smart ermitteln kontinuierlich die Temperatur bei Babys oder Kindern, ohne dass die Kleinen davon groß etwas mitbekommen. Die Messwerte übertragen die Gadgets drahtlos an das Smartphone der Eltern. So haben diese den Verlauf der Fiebererkrankung immer im Blick – und können entsprechend handeln.

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