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Smartwatch mit Stil: Schlaue Uhren im edlen Design

Die neue Generation der Smartwatches möchte vor allem eines: aussehen wie eine echte Uhr. Samsung, Asus und Garmin setzen auf Modelle im Chronographen-Look.

© Samsung

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Vielen Smartwatches sieht man schon auf den ersten Blick an, dass es sich um Computeruhren handelt: eckiges Gehäuse, Armband aus Kunststoff, große Digitalanzeige statt filigranem Ziffernblatt. Das mag funktional und für Sportler – eine der großen Zielgruppen – praktisch sein, doch elegant und edel sehen sie nicht aus. Um weitere Käuferkreise zu erschließen, bringen die Hersteller nun auch Smartwatches im zeitlosen Chronographen-Design auf den Markt. Das ist Motorola mit der ersten Version der Moto 360 schon vor rund zwei Jahren im Ansatz ganz gut gelungen. Ist das virtuelle Ziffernblatt zu sehen, muss man schon zweimal hinschauen.

Samsung Gear S3 in zwei Ausführungen

Mit der dritten Generation seiner Smartwatch bringt jetzt auch Samsung eine schlaue Uhr im klassischen Look auf den Markt. Schon vorher hatten die Südkoreaner runde Modelle im Programm, doch von Eleganz konnte man bei der Gear S2 Classic nicht wirklich sprechen. Ganz anders sieht das bei der Gear S3 aus, die es in zwei Ausfertigungen geben soll: frontier und classic. Letztere ist vom Gehäusedesign her etwas zurückhaltender und kommt mit einem Lederarmband. Das Modell frontier sieht hingegen etwas robuster aus und richtet sich laut Hersteller an Sportler und Outdoor-Fans, weswegen das Armband hier aus Silikon besteht. Allerdings passen auch 22-Millimeter-Standardarmbänder anderer Hersteller, so dass man hier die freie Wahl hat.

Abgesehen vom Aussehen und dem etwas höheren Gewicht der frontier (62 vs. 57 Gramm) unterscheiden sich beide Modelle nicht voneinander. Sie sind 46,1 x 49,1 x 12,9 Zentimeter groß und haben einen 1,3 Zoll großen OLED-Bildschirm – geschützt durch kratzfestes Gorilla-Glas SR+. Damit ist die Gear S3 etwas größer als der Vorgänger. Aber wie bei Brillen gilt heutzutage auch bei Uhren: klobig liegt im Trend. Der Nutzer steuert die Uhr über den Touchscreen oder durch Drehen der Lünette. Auf dem Display erscheinen so das individuell konfigurierbare Ziffernblatt, Nachrichten vom Smartphone und installierte Apps.

© Samsung / Samsung Gear S3 classic

Leider setzt Samsung erneut auf das hauseigene Betriebssystem Tizen und nicht wie die meisten Konkurrenten auf Android Wear. Damit verbaut der Hersteller seinen Kunden den Weg zum App-Store von Google. Allerdings: Über 10.000 Samsung-Apps soll es für die Gear S3 bereits geben und einen ähnlichen Stellenwert wie auf dem Smartphone haben die Minianwendungen auf der Smartwatch ohnehin nicht.

© Samsung / Samsung Gear S3 frontier

Ein Lautsprecher steckt ebenfalls im Gehäuse. Wer auf dem 4 Gigabyte großen internen Speicher Musik ablegt, kann sie daher direkt über die Uhr abspielen. Zudem erlaubt das eingebaute Mikrofon sogar, Telefonate zu führen. Dafür muss die Gear S3 allerdings mit einem Smartphone gekoppelt sein, alleine findet sie den Weg ins Mobilfunknetz nämlich nicht – und damit auch nicht ins Internet. Eine Version mit eigener eSIM-Karte, wie es bei der Gear S2 der Fall war, soll es in Deutschland vorerst nicht geben.

Smartwatch werden echten Uhren immer ähnlicher

Eine Stand-by-Funktion ermöglicht es, dass das Ziffernblatt dauerhaft im Display zu sehen ist – noch ein wichtiger Schritt hin zum perfekten Chronographen. Welche Auswirkung das auf den Akku hat, ist allerdings noch unklar. Dieser hat eine Kapazität von 380 Milliamperestunden (mAh), lässt sich drahtlos aufladen und soll angeblich bis zu vier Tage durchhalten. Sollte das tatsächlich stimmen, wäre Samsung der große Wurf gelungen. Denn die mangelhafte Akkulaufzeit ist noch immer ein massives Problem dieser Gadgets.

Neu: Samsung hat seiner Smartwatch einen GPS-Empfänger spendiert. Im Notfall sendet sie eine SMS mit den eigenen Koordinaten an vorher festgelegte Kontakte. Dafür genügen drei schnelle Klicks auf den Home-Button. Zudem bietet die Gear S3 Bluetooth 4.2, WLAN 802.11 b/g/n und verschiedene Sensoren um Umgebungshelligkeit, Beschleunigung, Höhe und Luftdruck zu messen. Über das Barometer soll die Uhr voraussagen, ob das Wetter besser oder schlechter wird.

Asus Zenwatch 3 mit Android Wear

Anders als Samsung setzt Asus bei seiner neuen Uhr auf Android Wear, das wiederum auf dem Smartphone-Betriebssystem Android basiert. Vorteil: Die Zenwatch 3 ist kompatibel zu den Apps von Google. Mit 10,8 Millimetern an der dicksten Stelle ist sie zudem flacher als die Gear S3. Das Touch-Display ist mit 1,39 Zoll etwas größer, dafür steigt auch die Auflösung auf 400 x 400 Pixel. Samsung bringt es hier nur auf 360 x 360 Bildpunkte.

© Asus / Die Zenwatch 3 gibt es in drei Ausführungen.

Der Anwender steuert die Zenwatch 3 mit Wischgesten direkt am Bildschirm und über die drei Knöpfe auf der rechten Seite des Stahlgehäuses. Der mittlerer dient als Home-Button, die beiden anderen lassen sich individuell belegen. Wie die Gear S3 ist die Smartwatch von Asus IP67-zetifiziert und damit gegen Wasser und Staub geschützt, das Ziffernblatt bedeckt ebenfalls Gorilla-Glas von Corning. Der Arbeitsspeicher ist 512 Megabyte groß, der interne Flash-Speicher fasst 4 Gigabyte.

Auf GPS müssen Asus-Kunden verzichten, Bewegungs- und Helligkeitssensoren sind die einzigen Sensoren an Bord. Dafür soll es laut Hersteller die Möglichkeit geben, die Akkukapazität zu erweitern. Der interne Energiespeicher mit 340 mAh soll bis zu zwei Tage durchhalten. Ein optionaler Zusatzakku mit 200 mAh wird an die Rückseite der smarten Uhr geklemmt und soll noch einmal Strom für etwa einen halben Tag liefern. Dieser soll so dünn sein, dass er nicht weiter stört.

Garmin Fenix Chronos mit Luxus-Faktor

An aktive Menschen mit Vorlieben für edle Uhren – und dem nötigen Kleingeld – richtet sich Garmin mit der Fenix Chronos. Die Smartwatch gibt es wahlweise im Titan- oder Edelstahlgehäuse mit Leder- oder Edelstahlarmband. Das Modell soll laut Hersteller verschiedene Sportarten erkennen, die der Träger momentan ausführt, und entsprechende Aufzeichnungen starten. Dazu zählen etwa Laufen, Schwimmen, Radfahren, Golfen oder Klettern. Passende dazu gibt es GPS und einen Pulsfrequenzmesser, weitere Sensoren lassen sich per Bluetooth koppeln. Kompass, Barometer und Höhenmesser sind bereits integriert.

© Garmin / Die Fenix Chronos kostet etwas mehr.

Mit 180 mAh ist der Akku recht klein geraten, dennoch gibt Garmin an, die Uhr eine Woche lange nicht aufladen zu müssen – vorausgesetzt, der Nutzer setzt sie nicht zur Sportaufzeichnung ein. In diesem Fall hält sie maximal einen Tag durch. 

Fazit

Smartwatches verkaufen sich noch lange nicht so gut, wie die Hersteller sich das wünschen. Mit dem schicken Design in Anlehnung an Chronographen könnte sich das ändern, weil die Computeruhren damit aus der Technik- und Geek-Ecke herausrücken. Sie sprechen neue Zielgruppen und damit weitere Absatzmärkte an.

Die Gear S3 soll im Oktober in den Handel kommen, einen Preis nannte Samsung noch nicht. Die Asus Zenwatch 3 wird voraussichtlich ab dem vierten Quartal für 230 Euro mit Silikon- bzw. 250 Euro mit Echtlederarmband erhältlich sein. Bereits im September kommt die Fenix Chronos von Garmin auf den Markt – zu stolzen Preisen zwischen 1.000 und 1.300 Euro.

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