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Lichttherapie

Tageslichtlampen: Hilfe gegen den Winterblues

Müde und antriebslos? Eine Tageslichtlampe kann dabei helfen, die Symptome einer Winterdepression effektiv zu bekämpfen.

© Philips

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Der Winter naht – und mit ihm dunkle, kurze und nasse Tage. Das schlägt nicht nur aufs Gemüt, es kann sogar zu einem echten Problem werden. In der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen unter einem Mangel an Energie, die im schlimmsten Fall in einer ausgeprägten Winterdepression resultiert. Doch es gibt eine günstige und natürliche Hilfe gegen den Winterblues: Mit einer Tageslichtlampe tanken sie bereits morgens genug Kraft für dunkle Tage.

Darum sorgt Tageslicht für Energie

Doch woran liegt es, dass uns im Winter die Energie fehlt? Der Grund ist das mangelnde Licht. Der Körper produziert bei Dunkelheit nachweislich mehr Melatonin. Dabei handelt es sich um ein Hormon, das dem Körper signalisiert, dass es „Schlafenszeit“ ist. Normalweise beendet der Körper die Melatoninproduktion, sobald helles Tageslicht auf die Netzhaut des Auges fällt. Wenn im Winter (oder durch andere Umstände, etwa einem besonders düsteren Arbeitsplatz) nun aber deutlich weniger Tageslicht auf die Augen fällt, ist die Melatoninproduktion erhöht. Das hat zur Folge, dass wir uns spürbar länger müde fühlen, weil der innere Antrieb nicht in Schwung kommt. Je nach persönlichen Befinden kann sich aus dieser Wintermüdigkeit eine saisonale Depression entwickeln, die die Bewältigung des Alltags erschwert.

Hier kommen Tageslichtlampen ins Spiel. Sie simulieren das natürliche Licht eines Sonnentages und können im Rahmen einer Lichttherapie dabei helfen, die Wintermüdigkeit zu bekämpfen. Eine Lichttherapie mit Tageslicht verhindert, dass der Körper exzessive Mengen an Melatonin produziert. In der Folge fühlen sich die Nutzer einer Tageslichtlampe weniger müde und generell ausgeglichener. 

© Philips / Die HF 3419/1 leuchtet weiß, die HF 3430/1 blau - das soll aber genauso effektiv sein.

Die meisten Tageslichtlampen wie beispielsweise die Beurer TL 90 oder das Philips HF 3419/01 EnergyLight erreichen dabei eine Leuchtstärke von 10.000 Lux. Das entspricht ungefähr der Helligkeit, die an einem sonnigen Tag im Schatten auf das Auge fällt. Zum Vergleich: die Beleuchtung einer typischen Büroumgebung liegt bei gerade einmal 500 Lux. Ein bedeckter Tag im Winter ist mit 3.500 Lux zwar ein gutes Stück heller, für den Kampf gegen den Winterblues reicht das aber in der Regel nicht.

Der Einsatz einer Tageslichtlampe lohnt sich übrigens nicht nur im Winter! In regnerischen Sommermonaten bringen die leuchtenden Energiespender ebenso ihre Vorteile wie bei Menschen, die in schlecht beleuchteten Büros arbeiten. Und wer besonders früh aufstehen muss, freut sich auch im Sommer über eine morgendliche Lichtdusche.

Tageslichtlampen richtig einsetzen

Die Anwendung einer Tageslichtleuchte für die Lichttherapie ist erstaunlich einfach. Dennoch sollten einige Dinge beachtet werden. Damit die Lichtdusche den gewünschten Effekt erreicht, sollte sie im Idealfall gleich nach dem Aufstehen erfolgen. Dabei wird die Tageslichtlampe leicht seitlich auf das Gericht ausgerichtet. Für den optimalen Effekt sollten die Augen dabei zwischen 30 und 50 Zentimeter von der Lampe entfernt sein. Das Licht sollte die Augen treffen, ohne dass der Nutzer direkt in die Lampe schaut

Wie lange eine solche Lichtdusche andauert, hängt vom eigenen Empfinden ab. In der Regel sollten es aber mindestens fünfzehn bis zwanzig Minuten sein. Einige Tageslichtlampen bieten einen integrierten Timer, der das Licht nach einer bestimmten Zeit automatisch ausstellt.

© Beurer / Die TL 70 leuchtet mit 5.300 Kelvin warmweiß.

Die meisten Nutzer bemerken den positiven Effekt einer Lichttherapie erst nach einigen Tagen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Tageslichtlampen regelmäßig und im Idealfall zur jeweils gleichen Tageszeit anzuwenden. Um den Schlafrhythmus nicht durcheinander zu bringen, sollte die Lichttherapie zudem höchstens sechs Stunden vor dem Schlafengehen erfolgen.

Lichttherapie per Tageslichtlampe: Weitere Besonderheiten

Im Gegensatz zum echten Sonnenlicht oder auch Solarien kommen Tageslichtlampen ohne UV-Strahlung aus. Sie haben also keinen schädigenden Einfluss auf die Haut. Sorgen um negative Folgen beim Einsatz einer Lichttherapie sind also unbegründet.

Die meisten Lichttherapiegeräte produzieren zudem vergleichsweise kaltes Licht. In den technischen Daten finden sich dabei meist Angaben zur Farbtemperatur, die in Kelvin gemessen wird. Bei vielen Lampen liegt diese bei 6.500 Kelvin, was in etwa der Farbtemperatur eines hellen Tages entspricht. Einige Modelle, beispielsweise die Beurer TL 70, setzen hingegen auf ein etwas wärmeres Licht mit einer Farbtemperatur von rund 5.300 Kelvin. Auf die Therapiewirkung hat die Temperatur des Lichts keinen Einfluss. Hier kommt es alleine auf die in Lux angegebene Leuchtstärke an. Einige Menschen empfinden das wärmere Licht allerdings als angenehmer, da es näher an einer klassischen Glühbirne ist.

© Beurer / Die TL 70 besitzt eine Leuchtstärke von 10.000 Lux und leuchtet kaltweiß.

Die Tageslichtlampen eignen sich perfekt zur Aufhellung der Stimmung in dunklen Tagen. Eine wichtige Funktion der Sonne können Sie aber nicht ersetzen: Die Produktion von Vitamin D. Dabei handelt es sich genau genommen nicht um ein Vitamin, sondern um ein Hormon. Vitamin D ist an einer Vielzahl von Funktionen im Stoffwechsel beteiligt, beispielsweise der Versorgung der Knochen mit Calcium.

Auch auf die Stimmung und das Immunsystem kann sich ein Vitamin-D-Mangel auswirken. Der Körper produziert Vitamin D immer dann, wenn er dem Sonnenlicht, genauer gesagt der UV-B-Strahlung ausgesetzt wird. Im Winter kann es vorkommen, dass der Körper nicht genug Vitamin D produzieren kann. Durch die UV-Filter moderner Tageslichtlampen können diese die Produktion von Vitamin D nicht anspornen. Sollte trotz Tageslichtlampe keine Verbesserung der Müdigkeit und anderen Symptomen einer winterlichen Depression zustande kommen, empfiehlt es sich, den Vitamin-D-Spiegel beim Hausarzt zu überprüfen. Einen eventuellen Mangel am D-Vitamin lässt sich in diesem Fall leicht mit der Einnahme eines Vitaminpräparats vorbeugen.

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