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Tragbare Helfer

Wearables 2017: mehr Gadgets und noch smarter

Erfinden sich 2017 die digitalen Helferlein neu? Jetzt werden Wearables nicht mehr nur getragen, sondern sie verschmelzen (fast) mit dem Träger.

© boltt.com

© boltt.com / Der intelligente Sportschuh von Boltt Technologies mit integriertem Sensor.

Der erste Taschenrechner (1977) gilt als einer, die erste Armbanduhr (1907) auch, genauso wie die erste Taschenuhr (1762), und selbst der berühmte Abakus-Ring aus dem 17. Jahrhundert, erschaffen von einem chinesischen Künstler aus der Qing-Dynastie, kann als „Wearable“ gesehen werden – als technisches Hilfsmittel zur Lösung eines mathematischen oder chronologischen Problems.

Ungleich mehr können Wearables seit der digitalen Revolution durch smarte Devices, die immer kleiner und dabei immer leistungsfähiger werden. Längst sind viele Funktionen von Smartphones in Smartwatches gewandert – oder Sportbegeisterte tragen gleich speziell angepasste intelligente Armbänder, die auf verschiedene Art die Langzeitanalyse des Gesundheitszustandes ermöglichen.

Doch soll der Wearable-Markt nur auf smarte Uhren und Armbänder beschränkt sein? Immerhin sind die Verkaufszahlen bei Smartwatches leicht zurückgegangen, die Branche arbeitet fieberhaft an neuen Innovationen. Trotzdem geht das Marktforschungsunternehmen IDC beim Verkauf von Wearables von einer stetigen Steigerung aus: Zwar würde der Fokus weiterhin auf Uhren und Armbändern liegen, aber smarte Brillen und andere Kleidungsstücke könnten 2017 zulegen, wenn bei den Verbrauchern eine Gewöhnung an vernetzte Geräte eintritt.

Beispiel Boltt: der intelligente Sportschuh

Aller guten Dinge sind drei, dachte sich wohl die Firma Boltt Technologies und kündigte gerade erst zu Weihnachten den Start einer Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter.com an – damit im neuen Jahr ein revolutionäres Gespann für Sportler auf den Markt kommen kann: der „Boltt Connected Schuh“, das „Smart Band“ und der „Stride Sensor“.

© Boltt Technologies / Das Set aus Schuh, Armband und Sensor wird zum intelligenten Lauftraining-Coach.

Letzterer ist in die Sohle des Schuhs integriert und verfolgt jede Bewegung in Echtzeit. Das Armband wiederum überwacht Herzfrequenz & Co. und stellt nicht nur die Verbindung zur Außenwelt her (Anrufe und Nachrichten), sondern hilft bei der Optimierung des Laufstils und das Absorbieren des maximalen Aufpralls. Das System wird quasi zum Fitness-Coach, der auch noch für die richtige Motivation sorgt.

Cicret Bracelet: Die Haut wird zum Touchscreen

Kommt es oder kommt es nicht? Die Anzeichen verdichten sich, dass das vor zwei Jahren angekündigte Projektions-Armband des französischen Startups Cicret wohl tatsächlich in Serie gebaut wird. Statt der ursprünglich erhofften 500.000 Dollar an Spenden hatten insgesamt 11.000 Technik-Begeisterte mehr als 640.000 gespendet. „Wir sind bereit für die Produktion“, heißt es auf der Webseite. „Vorbestellungen beginnen Anfang 2017.“

© Cicret / Ist das das Smartphone der Zukunft?

Die Idee ist wirklich genial: Das Armband hat einen winzigen Beamer eingebaut, der das Smartphone-Display auf den Unterarm des Trägers projiziert – der wiederum bedient den virtuellen Touchscreen per Finger-Positionserkennung.

Neue Smartwatches und Armbänder

Ebenfalls per Crowdfunding initiiert, aber schon den Produktionsstart hinter sich hat die Pebble 2 HR. Sie ist vollgestopft mit Funktionen zu Fitness und Gesundheit, speichert und analysiert auf Wunsch alle Daten, überwacht Schlafphasen und kann auch sonst so einiges, was das Smartphone überflüssig macht.

Die wasserdichte Garmin Fenix 3 wiederum ist vollgestopft mit Sensoren (Puls, GPS, Höhe, Kompass) und wohl der perfekte Begleiter für alle, die gerne in freier Natur unterwegs sind. Durch den stetig steigenden Absatz ist Garmin zum viertgrößten Hersteller von Wearables geworden – die ersten Plätze gehen an Fitbit, Xiaomi und Apple.

Apropos Fitbit: Wer einen Motivations-Coach sucht, sollte zur Charge 2 greifen. Das Armband misst alles Mögliche, u.a. die Aktivitätsdauer, und ermöglicht auch den Vergleich von Trainingsdaten, um das eigene Fitness-Niveau einschätzen zu können.

Noch mehr smarte Schuhe – und Socken

© Sensoria / Diese Socken sammeln Daten.Was Boltt als Schuhe entwickelt hat, bietet Sensoria aus Redmond bereits als Socken an: Die smarten Beinkleider erfassen das Aufsetzen der Füße auf dem Boden und helfen ebenfalls dabei, den Laufstil zu verbessern. Und mit dem Fußballschuh „Adizero“ von Adidas kann man Bewegungen aufzeichnen und sein Training optimieren.

Praktisch für Sportler sind auch smarte Hemden wie das „Polo Tech Shirt“ des amerikanischen Mode-Labels Ralph Lauren. Im Stoff sind biosensitive Silberfasern eingelassen, die die Herz- und Atemfrequenz und Kalorienverbrauch des Trägers messen. Ähnlich funktioniert ein smartes Shirt, das von den japanischen Unternehmen Toray und NTT Docomo entwickelt wurde, wobei hier speziell auch ältere Menschen als Zielgruppe gesehen werden, etwa zur rechtzeitigen Vermeidung eines Herzinfarkts.

Schade ist jedoch, dass das Crowdfunding-Projekt „Volvorii Smart Shoe“ nur knapp an der Finanzierung gescheitert ist. Die Schuhe des litauischen Startups iShüu aus Vilnius, ausgestattet mit einem E-Ink-Display wie bei E-Book-Readern, können tatsächlich über eine Smartphone-App auf Knopfdruck ihre Farbe ändern!

Internationale Konferenz zu Wearable-Technik

Ein Tipp für fachlich Interessierte: Am 7. und 8. Februar findet im Münchener Kongresszentrum die „Wearable Technologies Conference 2017“ statt, wo über die neuesten Trends und Entwicklungen gesprochen wird. Einen Einblick in die Konferenz gibt das Rückblick-Video von 2016:

Umso mehr macht die Zukunft neugierig! „Sie werden überrascht sein, wo tragbare Technik überall auftauchen wird.“ Das Zitat stammt vom Analysten J.P. Gownder vom Technik-Marktforschungsunternehmen Forrester. Im Bereich der intelligenten Kleidung werde es „Massen von Experimenten“ geben, zum Beispiel die vollautomatische Beratung von Kunden: „Sie gehen in ein Geschäft, werden über ihre Smart Clothes erkannt und dann ganz individuell nach ihren Einkaufsvorlieben beraten.“

 

 

Fazit

Kommt jetzt auch für smarte Kleidung der Durchbruch? 2017 wird in Sachen Wearables ein spannendes Jahr werden. Haben viele Hersteller ihre Smartwatches und intelligenten Armbänder mittlerweile bis zur Perfektion weiterentwickelt, warten die nächsten Innovationen bereits auf ihren Marktstart oder auf eine erfolgreiche Finanzierung durch die Anwender selbst. Dann geht es den Nutzern an den Kragen, Pardon, an und in die Kleidung.

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