Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Körperkult

Wie können moderne Waagen beim Abnehmen helfen?

Waagen messen heute mehr als nur das Gewicht. So liefern sie uns ein besseres Bild unserer Verfassung und können sogar unsere Motivation für Sport und gesunde Ernährung stärken.

Der Schritt auf die smarte Waage kann bei der Selbsteinschätzung helfen.

iStock.com/webphotographeer

„Schatz, findest du mich zu dick?“ Während der Partner sich bei dieser Frage möglichst taktvoll aus der Bredouille mogeln muss, bringen neue smarte Body-Scanner die Wahrheit über die eigene körperliche Verfassung schonungslos aufs Smartphone-Display. Neben dem Gewicht, können die intelligenten neuen Körperfettwaagen den Anteil von Wasser, sowie Fett- und Muskelmasse im Körper messen, die Herzfrequenz überprüfen und diese Werte anschließend drahtlos ans Smartphone übermitteln. Oder, für ganz Mutige, direkt an soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter.

Für die Messung des Körperfettanteils werden kleine Stromstöße von einer Fußsohle, durch den Körper, zur anderen Fußsohle geschickt. Aus den unterschiedlichen Widerständen in Muskelmasse, Fett und Wasser errechnen die smarten Waagen die entsprechenden Werte. Theoretisch. Praktisch erfassen die Geräte nur den Unterkörper und schätzen den Anteil des gefährlichen Bauchfetts über Hochrechnungen. Manche Smart-Waagen funktionieren genau andersherum: Sie leiten den Strom von Hand zu Hand - mit dem Ergebnis, dass Problemzonen an Po und Beinen nur annäherungsweise berechnet werden können.

Aus der Sicht von Sportmedizinern sind handelsübliche Körperfettwaagen eher unprofessionell. Zwar nutzen auch Sportarztpraxen häufig die Bioimpedanzanalyse. Allerdings werden dabei meist acht Elektroden an verschiedenen Körperstellen angebracht. Zudem weiß das geschulte Personal, wie sich störende Einflüsse minimieren lassen. Der Test hat allerdings auch seinen Preis: Rund 50 Euro pro Messung stellt der Mediziner in Rechnung. Wer während die Entwicklung des Körperfettanteils während eine Diät im Auge behalten wird, muss hier schon tief in die Tasche greifen.

Wie sehr die Messungen handelsüblicher Körperfettwagen von denen professioneller Sportmediziner abweichen, hat die Redaktion „Chip“ getestet. Sie ließ die eigenen Mitarbeiter zuerst verschiedene Körperfettwaagen nutzen. Anschließend wurden ihre Körperfettwerte von einem Sportmediziner via Bioimpedanz-Analyse überprüft. Die Chip-Redakteure kamen danach zum Schluss, dass die smarten Waagen zumindest ausreichen, um die eigene Kondition einzuschätzen. Zwar können die zuhause gemessenen Werte tatsächlich von der Realität abweichen, doch wer sich regelmäßig daraufstellt, kann in der Entwicklung seiner körperlichen Verfassung zumindest eine Tendenz erkennen. Vor allem preislich bieten sie eine gute Alternative zur regelmäßigen Kontrolle, denn Modelle wie zum Beispiel der Marke Tanita sind schon ab 35 Euro erhältlich.

Können intelligente Waagen den Personal Trainer ersetzen?

Bei einer Diät können Körperfettwaagen gar den Personal Trainer ersetzen. Denn wer sieht, dass das Körperfett schmilzt und die Muskelmasse wächst, braucht unter Umständen keine Zusatzmotivation mehr. Experten raten dazu, sich immer zur selben Tageszeit und maximal ein bis zwei Mal pro Woche zu wiegen.

Schon heute beginnen Hersteller wie Withings damit, über entsprechende Smartphone-Apps die internetfähigen Waagen mit anderen Wearables zur Vermessung des eigenen Ichs zu verknüpfen. So fließen beispielsweise in die Withings-App nicht nur Daten zu Gewicht und Körperfett, sondern auch Informationen von Pulsmessern ein – wie die Dauer und Intensität des Trainings. Aus all diesen Daten ergibt sich schließlich ein so umfassendes Abbild der eigenen Fitness, wie es bislang nicht möglich war.  Einige Geräte ermöglichen sogar die Übertragung der Daten an zentrale Dienste wie Microsoft HealthVault, somit fließen sie auf Wunsch in die eigene elektronische Patientenakte mit ein.

Auch wenn die Erfassung der Daten an sich rein gar nichts an der Fitness des Nutzers ändert, ist sie doch ein erster Schritt. Denn im Vergleich zu einer normalen Personenwaage bekommt man einen sehr guten Überblick über Muskelaufbau und Fettreduzierung, was dazu beiträgt die Motivation aufrechtzuerhalten, wenn sich am Gewicht gerade nichts ändert. Aber im Zweifelsfall zieht zumindest die Maschine den Zorn des Partners auf sich, wenn es mal wieder heißt: „Schatz, bin ich zu dick?“

Andere Artikel mit Themen: Gesundheit, Fitness, Abnehmen, Wearables, Badezimmer

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei Media Markt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück