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3 große Mähroboter im Vergleich

Drei Mähroboter unter 1.000 Euro im Vergleich – gut muss nicht immer teuer.

© Gardena

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Was sind die typischen Geräusche des Frühlings? Vogelgezwitscher, das Lachen von Kindern, die draußen spielen, das Brutzeln von Grillfleisch – und das Brummen von Rasenmähern! Kein Wunder, denn kaum kitzeln die ersten Sonnenstrahlen die Grashalme, sprießt das Grün schon wie verrückt. Während für die einen das Mähen eine Art meditative Entspannungsübung darstellt, um dem stressigen Alltag zu entfliehen, sind andere einfach nur genervt, dass sie sich auch in ihrer Freizeit noch um lästige Aufgaben kümmern müssen. Diesen Menschen verschaffen Mähroboter große Erleichterung, weil sie das Gras ganz automatisch stutzen. Dabei müssen die sogenannten Elektroschafe gar nicht besonders teuer sein. Mähroboter für durchschnittliche Gartengrößen kosten nicht mal 1.000 Euro, wie unser Vergleich zeigt: Die drei hier vorgestellten Modelle schaffen Flächen zwischen 400 und 1.200 Quadratmetern. Roboter mit größerer Flächenleistung kosten dann auch dementsprechend mehr.

So arbeitet das E-Schaf

Damit der Mähroboter auch wirklich nur auf dem heimischen Rasen werkelt, müssen ihm Grenzen gesetzt werden. Das geschieht in der Regel durch einen mitgelieferten Begrenzungsdraht, der um die Mähfläche verlegt wird. Das kann man ebenerdig tun oder den Draht auch einige Zentimeter tief im Boden vergraben – was ratsam ist, denn durch das Kabel läuft ein Magnetfeld, während der Mäher arbeitet. So ist das Verlegen vielleicht etwas mühsam, dafür hat man dann aber auch dauerhaft Ruhe. Unbedingt auf die Herstellerangaben achten! Ganz neue Modelle arbeiten teilweise auch schon mit Gras-Sensoren, die den Untergrund erkennen. Flache Hindernisse, die der Roboter überfahren könnte – Blumenbeete beispielsweise – müssen aber generell gesichert werden. Bäume, Stufen oder gar einen im Weg stehenden Menschen erkennt der Roboter dank Sensoren.

Dann geht’s los: Die Mähroboter flitzen scheinbar ziellos umher, sodass der Rasen nach der ersten Runde noch ziemlich zerrupft aussieht. Ein einheitliches Bild ergibt sich erst nach mehreren Durchgängen. Deshalb ist der Roboter auch gefühlt sehr häufig im Einsatz, dann erreicht er auch alle Stellen des Gartens. Doch keine Panik: Man muss nicht nach jeder Mährunde das Gras aufsammeln. Mähroboter sind meistens Mulchmäher, das heißt, sie häckseln das abgeschnittene Gras sehr klein, und es kann als Dünger auf dem Rasen liegen bleiben. Welches Modell soll es nun werden? Wir stellen drei Geräte für unter 1.000 Euro vor.

Gardena R70 Li: ein Schaf mit Haken

Den Gardena R70 Li gibt es für knapp 1.000 Euro. Nach Erhalt sollte der Rasenmäher zunächst geladen werden, da er mit einem Akku betrieben wird. Die Ladezeit beträgt eine gute Stunde, und genauso lang fährt das Gerät dann auch über den Rasen, um ihn zu schneiden. Geht der Strom zur Neige, fährt der Gardena R70 Li selbständig zur Ladestation zurück, um sich anzudocken. Da der Mähroboter über 15 verschiedene Tasten verfügt, ist es unerlässlich, vor der Inbetriebnahme die Bedienungsanleitung zu lesen. Ist dies geschehen, lassen sich die im LCD-Display angezeigten Einstellungen gut interpretieren und verändern.

Im Lieferumfang befinden sich zudem 200 Meter Begrenzungskabel samt 400 Haken, die Ladestation und drei Ersatzmesser. Im Roboter selbst sind ebenfalls drei scharfe Messer, mit denen er die Grashalme absäbelt. Dabei ist die Schnitthöhe individuell zwischen 20 und 50 mm einstellbar. Die eingebauten Sensoren sorgen dafür, dass es zu keinen Zusammenstößen mit Hindernissen kommt. Ist das Gerät dann eingeschaltet, was nur mit einer Sicherheits-PIN, die gleichzeitig als Diebstahlschutz dient, funktioniert, kann die Fahrt losgehen. Mit einer Lautstärke von etwa 60 dB hält sich die Beschallung in Grenzen. Die Leistung des kleinen Gartenhelfers beträgt 20 Watt. Damit schafft er einen Garten in der Größenordnung von 700 Quadratmeter. Selbst wenn der Akku langsam leer wird, schneiden die Messer die Grashalme weiterhin sauber ab, bevor das Gerät seine Zwangspause an der Ladestation einlegt.

© Gardena / Der Akku des R70 Li hält etwa eine Stunde, dann muss der Roboter wieder zum Laden.

Die Schnittbreite des Gardena R70 Li beträgt 17 cm. Neben dem sehr guten Schnittergebnis gehören die geringe Lautstärke, die einfache Handhabung der Tastatur und damit der Bedienung sowie das zügige Rollen und Mähen zu den Vorteilen des Rasenmäherroboters. Allerdings ist die Ladezeit mit 70 Minuten relativ lang. Das Eingrenzen des zu mähenden Gebiets beansprucht ebenfalls recht viel Zeit – auch wenn es nur einmalig vorgenommen werden muss. Alles in allem ist der Gardena R70 Li ein ordentlicher Mähroboter zu einem ordentlichen Preis, an dem es nicht viel auszusetzen gibt.

Bosch Indego 1200 Connect: der Kartograph unter den Mährobotern

Rund 950 Euro sind für den Bosch Indego auf den Tisch zu legen. Damit ist er nur geringfügig günstiger als der Gardena R70 Li. Im Gegensatz zum Gardena wird er nicht mit drei extra Messern ausgeliefert, kommt dafür aber mit 250 m Begrenzungsdraht, 500 Befestigungshaken, vier Befestigungsnägeln, zwei Linealen, zwei Kabelverbindungen, einem Netzteil und einer Ladestation daher.

Das Besondere am Bosch Indego: Er arbeitet mit System! Da er nach dem Logicut-Prinzip funktioniert, mäht er Reihe für Reihe, anstatt nach dem Chaosprinzip. Während seiner ersten Fahrt nimmt er eine Kartierung seines Territoriums vor, weshalb es zunächst auch ein wenig länger dauert. Kennt das Gerät sein Gebiet, gehen die Mähfahrten wesentlich schneller vonstatten. Um den Mähroboter zu starten, verfügt dieser über eine Timerfunktion, in welcher man die genaue Startzeit festlegen kann, aber nicht muss. So lässt sich verhindern, dass der Rasenmäher plötzlich während der Mittagsruhe loslegt und die Nachbarn aufschreckt. Geschickt ist auch, dass der Mähroboter smart ist, das heißt, dass er sich via App mit dem Smartphone oder Tablet verbinden lässt. So kann der Gartenfreund seinen Rasenmäher dank GSM auch steuern, wenn er nicht zu Hause ist. In der App lassen sich auch Mähpläne festlegen und Signale des Mähroboters empfangen, sollte dieser einmal menschliche Hilfe benötigen.

© Bosch / Der Indego 1200 lässt sich von zu Hause oder unterwegs via App steuern.

Wie der Gardena fährt der Roboter selbständig zu seiner Ladestation, wenn er merkt, dass ihm der Saft ausgeht. Nach 50 Minuten Aufladen nimmt das Gerät seine Arbeit wieder auf. Erst wenn es den letzten Grashalm umgesäbelt hat, beendet es sein Werk. Insgesamt schafft der Bosch-Mäher das Stutzen einer Rasenfläche von 1.200 Quadratmetern. Mit 26 cm ist die Schnittbreite 9 cm größer als die des Gardena, in der Schnitthöhe ist das Boschmodell flexibler als der R70 Li: Sie ist zwischen 20 und 60 mm wählbar. Er verfügt ebenfalls über einen Diebstahlschutz.

Mit 75 dB gehört der Bosch nicht zur besonders leisen Sorte. Positiv ist aber das ziemlich gute Schnittergebnis zu bewerten, die Mulchfunktion sowie seine hohe Flächenleistung und die ergonomischen Griffe. Die Ladezeit ist niedriger als die beim Gardena und er schafft es, mehr Rasen zu mähen. Wer seinen Mähroboter gerne per Smartphone steuert, sollte dieses Modell für unter 1.000 Euro in die nähere Auswahl ziehen.

Robomow Premium RC304: app-gesteuert durch die Wiese

Den Robomow Premium RC304 gibt es für rund 900 Euro. Von den drei vorgestellten Modellen ist er damit der günstigste. Kleinerer Preis bedeutet in diesem Fall auch kleinere Mähfläche: Der Robomow schafft nur etwa 400 Quadratmeter, was mit Abstand am wenigsten im Vergleich zum Gardena und zum Bosch ist. Dafür lässt sich das Gerät über eine App steuern.

© Robomow / Er ist leise, schafft aber nur eine verhältnismäßig kleine Fläche: der Premium RC304

Vor der Inbetriebnahme muss auch dieser Mähroboter zunächst geladen werden. Laut Hersteller dauert das etwa 80 Minuten und damit ziemlich lange. Mit vollem Akku bewältigt der Robomow Premium RC304 dann 50 Minuten Mähfahrt, bevor er wieder an die Ladestation muss. Die Leistung des Rasenmähers beträgt das Zehnfache der des Gardena R70 Li, nämlich stolze 200 Watt. Auch dieses kleine Vehikel fährt selbständig zurück zur Ladestation, bevor es zu spät ist. Die Schnitthöhe des Robomow beträgt je nach Einstellung zwischen 20 und 40 mm. Mit 68 dB gehört er zu den leiseren Modellen. Auch hier ist eine PIN zum Starten des Geräts nötig und auch hier dient sie gleichzeitig als Diebstahlsicherung. Der Mähroboter muss – wie seine Kollegen – seine Grenzen kennen. Er wird deshalb mit entsprechenden Haken und einem Begrenzungskabel ausgeliefert. Die lästige Vorarbeit bleibt dem Hobbygärtner also beim Robomow nicht erspart. Wie der Gardena und der Bosch eignet sich der Robomow ebenfalls zum Mulchen. Positiv fällt auf, dass er recht schnell arbeitet und ein gutes Schnittergebnis liefert. Allerdings ist er nur für kleinere Rasenflächen geeignet.

Fazit

Wer es leid ist, seinen Rasen regelmäßig selbst auf Vordermann zu bringen, aber kein unendliches Budget zur Verfügung hat, kann getrost einen Blick auf die günstigeren Mähroboter-Modelle in der Preisklasse „unter 1.000“ werfen. Hier bieten der Gardena R70 Li, der Bosch Indego 1200 Connect und der Robomow Premium RC304 Qualität für einen anständigen Preis. Sowohl der Bosch- als auch der Robomow-Mäher lassen sich über mobile Endgeräte via App steuern. Ein Vergleich der drei Geräte lohnt sich – die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.

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