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Sprachsteuerung

Alexa, der Butler fürs Smart Home

Die smarte Assistentin im Amazon-Lautsprecher Echo hört aufs Wort und hilft im Alltag. Vor allem die Smart-Home-Anbindung kommt gut an.

© Amazon

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„Computer, wie ist das Wetter auf dem Planeten?“ Diese Anrede und Frage, die man aus zahlreichen Science-Fiction-Filmen kennt, fand wohl nicht nur Amazon-Chef Jeff Bezos so faszinierend, dass er vor zwei Jahren einen solchen sprachgesteuerten Assistenten fürs Wohnzimmer bauen ließ. Eine Million US-Kunden, so schätzen Analysten, fanden das ebenfalls – allein im Einführungsjahr 2015. Und im vergangenen sollen es schon drei Millionen gewesen sein. Offizielle Zahlen zum Verkauf gibt es nicht, in Deutschland ist er erst letzten Herbst angelaufen. An das Gerät samt Assistent kommen Amazon-Kunden hierzulande nur per Einladung. Der Lautsprecher nennt sich „Echo“ (rund 180 Euro), sein kleiner Bruder „Echo Dot“ (rund 60 Euro).

© Amazon / Der Lautsprecher Echo ist mit zahlreichen Diensten verbunden.

Seit kurzem kann man exakt die obige Frage auch zu Hause stellen – ohne den Planeten-Hinweis, versteht sich. Aber die Wetterauskunft funktioniert. Und sogar die Anrede: Seit einem Firmware-Update lässt sich der Assistent auch mit „Computer“ ansprechen. 

Eigentlich aber heißt der Computer „Alexa“ – so lautet die Standard-Ansprache für den Fall, dass ein Nutzer auf die Dienste der virtuellen Helferin zurückgreifen möchte. Schließlich muss es ein markantes Signalwort geben, auf das der Sprachassistent achtet und aus dem täglichen Wust an akustischem Chaos herausfiltert. Die generierte Stimme klingt schon ziemlich gut und soll laut Amazon in der nächsten Zeit so weiterentwickelt werden, dass man sie von echten menschlichen Stimmen nicht mehr unterscheiden kann. Auch die Soundqualität des Lautsprechers weiß zu gefallen, wenn auch immer noch Luft nach oben ist. Dagegen kommt der kleine Echo Dot etwas quäkend daher, bemüht sich aber ebenfalls, ein akkurater virtueller Butler zu sein.

Jetzt hört das Zuhause aufs Wort

Auch wenn noch nicht alles reibungslos funktioniert, manche Befehle nicht richtig erkannt werden und die Befehlspakete („Skills“) von Drittanbietern unterschiedliche Qualität aufweisen, lässt sich dennoch ein klares Fazit ziehen: Mit einem Sprachassistenten wie Alexa wird das Smart Home noch ein ganzes Stück smarter. Vieles von dem, für was man sonst das Smartphone oder Tablet in die Hand nehmen oder zum Telefon oder irgendeinen Schalter im Haus greifen würde, dirigiert man ab sofort nur noch mit der Stimme – vorausgesetzt, der Lautsprecher ist mit dem heimischen Internet verbunden.

© Amazon / Über die Fernfeld-Spracherkennung hört Echo mehrere Meter weit in den Raum hinein.

Dank der sogenannten Fernfeld-Spracherkennung über sieben Mikrofone hört Alexa den Befehl auch von der anderen Seite des Raumes, sogar in lauter Umgebung oder bei laufender Musik. Außerdem kann Echo über Bluetooth Musik vom Smartphone oder Tablet streamen.

Für die Spracherkennung verbindet sich der Lautsprecher mit dem „Alexa Voice Service“, um beispielsweise Musik und Hörbücher abzuspielen, Nachrichten und Wettervorhersagen zu liefern und vieles mehr. Zudem können Amazon-Prime-Mitglieder per Sprachbefehl Produkte bestellen. Einfach „Alexa“ sagen und den gewünschten Befehl hinterher – schon lässt der Lautsprecher seinen oberen Ring leuchten und zeigt damit an, dass der Befehl als Audiodaten an die Alexa-Cloud gesendet und dann verarbeitet wird. Danach erfolgt sofort die (meist) passende Antwort.

Die smarte Assistentin lernt ständig hinzu und passt sich dem Benutzer an

Alexa lernt ständig dazu und erhält neue Funktionen und Skills. Das Prinzip: Je öfter man Echo benutzt, desto schneller lernt es Sprachgewohnheiten, Vokabular und persönliche Präferenzen. Tatsächlich verbessert sich Alexa wie von Zauberhand selbst, sogar Dialekte sind kein Problem. Weitere Skills – vergleichbar mit kleinen Apps, die die Funktionen von Echo erweitern – lassen sich via Smartphone über die Alexa App durchstöbern und aktivieren. Allerdings lohnt ein Blick auf die Bewertungen, die sehr unterschiedlich ausfallen können.

Eine besondere Wirkung entfaltet das Team Echo/Alexa durch die Einbindung in Smart-Home-Lösungen. Amazon arbeitet mit den deutschen Anbietern Qivicon und Tado zusammen, wodurch die Steuerung von Geräten von Osram, Philips, D-Link, Miele und vielen weiteren möglich wird. Vom Bett aus per Sprachbefehl die Heizung hochzustellen oder im Wohnzimmer von der Couch aus das Licht zu dimmen, ist schon ziemlich cool – und einfach praktisch.

Immer mehr Smart-Home-Geräte lassen sich mit Alexa steuern

Ob der große Echo oder der kleine Echo Dot: Alexa funktioniert mit Smart-Home-Geräten wie Lampen, Lichtschaltern, Thermostaten und weiteren von WeMo, Philips Hue, Netatmo, Home Connect, Innogy und Tado.

© Amazon / Die kleinen Echo Dot stehen üblicherweise in Nebenzimmern.

Zudem wird gerade die Unterstützung des Online-Dienstes IFTTT vorbereitet (= „If this, then that“), wodurch noch weitaus mehr Interaktionen möglich werden. Soll zum Beispiel ein Lebensmittel auf die Einkaufsliste gesetzt werden, wenn man gerade keinen Zettel und Stift zur Hand hat, einfach genau diesen Wunsch formulieren und Alexa schreibt es auf. Oder: Wenn ein smarter Thermostat zu Hause eine Temperatur höher als z.B. 22 Grad registriert, soll eine E-Mail als Warnung aufs Smartphone geschickt werden.

Und alles lässt sich durch das Aktivierungswort „Alexa“ und einen mehr oder weniger langen Satz auslösen – den man sich allerdings auch gut merken können muss.

Fazit

Von physischen Veränderungen im Smart Home wie Licht und Heizung bis zu den vielen Wissensfragen oder Komfortfunktionen, die man bisher übers Smartphone abgewickelt hat: Immer mehr Dinge des Alltags nur noch mit der Stimme zu bedienen, ist schon ziemlich cool und katapultiert den Benutzer zumindest ein bisschen ins 23. Jahrhundert zu Captain Kirk & Co. Je mehr Daten im täglichen Leben gesammelt werden, desto besser kann das System den Kontext erkennen und den Wunsch des Nutzers in die Tat umsetzen.

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