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Sprachsteuerung

Bei Microsoft hat Cortana das Sagen

Mit Windows 10 ist Microsofts digitaler Sprachassistent auch auf PCs nutzbar. Cortana steuert und synchronisiert sich mit dem Hauptrechner.

© georgejmclittle / Fotolia

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Digitale Sprachassistenten dürfen in smarten Umgebungen nicht mehr fehlen. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Technologie gehören sicher Google Now, beziehungsweise der neue Google Assistant, Amazons Echo und Siri von Apple. Dabei wird manchmal fast übersehen, dass auch Microsoft einen Sprachassistenten in seinem Produktmix anbietet. Die Lösung des Softwaregiganten hört auf den Namen Cortana und ist die Sprachlösung für alle Geräte, auf denen ein Windows-Betriebssystem installiert ist.

2014 erstmals vorgestellt

Vorgestellt wurde Cortana erstmals 2014 als Betaversion für das damals aktuelle Windows Phone 8.1. Mittlerweile ist Microsofts Sprachsoftware fester Bestandteil des mobilen Angebotes des Unternehmens aus Redmond und seit der Veröffentlichung von Windows 10 auch auf Desktop-Geräten verfügbar. Als nächste Plattform wird wohl auch die Xbox mit dem digitalen Assistenten ausgestattet werden. Ein Zeitpunkt für die Migration auf die Spielkonsole ist allerdings noch nicht bekannt gegeben worden.

© Microsoft / Die digitale Assistentin Cortana macht Siri und Alexa Konkurrenz.

Hommage an ein Computerspiel

Der Name Cortana geht auf das Computerspiel Halo zurück. Dort taucht Cortana erstmals auf und stellt eine künstliche Intelligenz dar, die dem Spieler hilfreich zur Seite steht. Und genau das tut Cortana auch im echten Leben.

Sprachbefehle und digitale Assistenz

Cortana stellt sich in erster Linie als digitaler Helfer vor, der Sprachbefehle in der digitalen Welt umsetzt. Dazu greift der Dienst auf Informationen zu, die er mittels der Internetsuche bei der MS-Suchmaschine Bing findet. Darüber hinaus erstellt Cortana auf Zuruf Termine und Erinnerungen, ruft Kontakte aus dem Telefonbuch an oder erstellt Routen, indem es auf die Navigationssoftware Here zugreift.

© Microsoft / Cortana behält den Kalender im Blick und erinnert an wichtige Termine.

Zum Leistungsumfang gehören außerdem das Erinnern an Termine, die Nachverfolgung von gebuchten Flügen oder der Ergebnisse der liebsten Sportmannschaft, das Senden von SMS oder E-Mails oder das Öffnen von bestimmten Apps auf dem Windows-System.

Cortana passt sich an

Microsoft verspricht, dass sein Sprachassistent lernwillig ist und sich mit der Zeit immer besser auf seinen Besitzer einstellt. Stichwort: Personalisierung. Indem Vorlieben, Satzbau oder Verhalten analysiert und gleichermaßen entschlüsselt werden, ist Cortana in der Lage, die Ergebnisse seiner Suchen und Internetrecherchen kontinuierlich zu verbessern. Die Resultate werden auf die Bedürfnisse und Vorlieben des Benutzers zugeschnitten.

Steuerung per Sprache oder Eingabe

Um eine Session mit Spracheingabe zu starten, wird dazu das Mikrofonsymbol ausgewählt und das Cortana-Programm gestartet. Bei Smartphones wie den Lumia-Geräten mit Qualcomm-Snapdragon-800-SoC oder neuer reicht sogar der Aufruf „Hey Cortana“ um in den Dialog mit dem Assistenten zu treten. Diese Geräte erkennen den Befehl und starten die App selbständig. Anschließend kann der Befehl formuliert, beziehungsweise die Frage gestellt werden. Diese Vorgehensweise ist bei Smartphones und PCs gleich. Letztere verlangen allerdings zwingend nach einem externen Mikrofon, um die Sprache erkennen zu können. Alternativ kann der Befehl auch in ein Suchfeld eingetragen werden.

© Microsoft / Digitale Assistenten erobern unseren Alltag immer mehr und wollen uns in vielen Lebenslagen Hilfestellungen bieten.

Cortana für iOS und Android-Geräte

Im Gegensatz zum PC-Markt spielt das Windows-Betriebssystem bei Smartdevices immer noch eine untergeordnete Rolle. Um die Verbreitung von Cortana voran zu treiben, hat Microsoft Mitte 2016 Versionen der Cortina-App für Apples iOS und für das Android-Betriebssystem zum Download bereitgestellt. Auf diese Weise können nun auch Besitzer von iPhones und Android-Handys den Dienst nutzen. Leider müssen sich deutschsprachige Nutzer noch gedulden, um die Apps einsetzen zu können. Die iOS-Version steht derzeit nur für die USA, China und Japan zur Verfügung. Android-Besitzer werden im deutschen PlayStore ebenfalls noch nicht fündig. Allerdings haben sie die Möglichkeit, sich bei alternativen Quellen zu bedienen und die Cortana-App als apk-Download auf Ihr Gerät zu holen.

Vernetzung mit Windows 10-Rechnern

Cortana als digitalen Sprachassistent auf Nicht-Windows-Geräten zu nutzen ist aber nicht der Hauptgrund, die App zu installieren. iOS- und Android-Nutzer verfügen ja bereits mit Siri oder Google Now bzw. den Google Assistant über recht mächtige Sprachassistenten auf Ihren Handys, sodass ein weiterer Sprachdienst gar nicht notwendig ist.

Wenn diese Leute aber einen Rechner mit Windows 10 nutzen, können Sie ihre Mobiltelefone direkt mit dem Rechner synchronisieren, wenn Cortana installiert ist. Dazu müssen lediglich alle Geräte bei demselben Microsoft-Konto angemeldet sein. Wenn das geschafft ist, werden Benachrichtigungen über SMS, WhatsApp, Facebook, verpasste Anrufe oder einen leeren Handy-Akku direkt auf den Bildschirm des Rechners geliefert, auch, wenn sich das Smartphone in einem anderen Zimmer befindet.

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