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Title: Haushalt
Praxistest

Bewässerung mit mehreren Beregnern: Ganz einfach, ganz smart

Smart bewässern – und zwar mehrere Bereiche im Garten nacheinander – das geht ganz einfach. Wir haben den Praxistest mit dem Gardena Wasserverteiler automatic gemacht.

© Chris Bertko / Gardena Wasserverteiler

© Chris Bertko / Gardena Wasserverteiler

So langsam kommen jeden Tag mehr Sonnenstrahlen heraus, die Temperatur steigt peu à peu und schon bald stehen wir wieder jeden Abend mit dem Wasserschlauch im Garten, um unseren Blümchen das wohl verdiente Nass zu spendieren. Dabei ginge das mit einer automatischen Bewässerung quasi von allein!

Doch was kostet so eine Bewässerungsanlage? Müssen die Rohre unterirdisch verlegt werden? Und was ist, wenn der Wasserdruck nicht für alle Beregner ausreicht? Ist es dann nicht hoch kompliziert sogenannte Magnetventile für die verschiedenen Bewässerungskreise einzubauen?

Eins vorweg – nein, es geht auch einfach: Wer keine Rohre einbuddeln und verschiedene Wasserkreise via Magnetventil steuern will, der kann auch auf einfache – quasi Plug & Play – Lösungen setzen.

Eine entsprechend einfache Lösung ist beispielsweise der „Gardena Wasserverteiler automatic“. Die Beschreibung des Herstellers klingt zwar auf den ersten Blick hoch komplex, mit Aussagen wie: „Automatische Bewässerung: Über einen Bewässerungscomputer können bis zu 6 Bereiche Ihres Gartens nacheinander automatisch bewässert werden“. Doch auf den zweiten Blick stellt man schnell fest, dass der Gardena Wasserverteiler automatic außer Anschlüssen für Gartenschläuche nichts weiter Technisches besitzt. Kein Stecker für Strom oder Datenkabel und auch keine Tasten zum Programmieren, nicht einmal ein Display.

© Chris Bertko / Unboxing Gardena Wasserverteiler automatic.

Doch wie funktioniert der Wasserverteiler dann?

Ganz einfach: Über den Wasserdruck. Sobald Wasserdruck über den Gartenschlauch anliegt, spannt sich im Gardena Wasserverteiler eine Feder. Fällt der Druck auf dem Schlauch ab, schaltet der Verteiler mit Hilfe dieser Federkraft auf den nächsten Ausgang. So können bis zu sechs Ausgänge nacheinander Wasser zu den Sprinklern bringen, um verschiedene Bereiche im Garten zu bewässern.

Hat man aber gar keinen Bedarf für sechs Sprinkler, so lassen sich auch einzelne Ausgänge sperren. Diese werden dann einfach übersprungen. Drei passende Endkappen, um die nicht genutzten Ausgänge vor Schmutz zu schützen, liegen dem Lieferumfang bei.

© Chris Bertko / Werden nicht alle Ausgänge benötigt, können diese per Hebel deaktiviert werden.

Die Bewässerung wird smart

Für all jene, die ihr Wasser über eine Pumpe aus einem Brunnen oder einer Zisterne befördern, lässt sich die Gartenbewässerung bequem in das Smart Home integrieren. Die Pumpe kann ganz einfach über einen Zwischenstecker, welcher zwischen die Steckdose und die Pumpe gesteckt wird, ein- und ausgeschalten werden.  

Während nach dem Einschalten das Wasser mit vollem Druck durch den Gartenschlauch braust und sich die Feder im Gardena Wasserverteiler automatic spannt, bewirkt das Ausschalten der Pumpe einen Druckabfall und der Wasserverteiler schaltet auf den nächsten Ausgang. Dann heißt es wieder – Pumpe an und den nächsten Bereich bewässern.

Das Tolle daran: Zwischenstecker (lies: schaltbare Steckdosen) gibt es so gut wie für jedes Smart Home System. Von Homematic, Innogy, Rademacher über Z-Wave Systeme wie Devolo, Fibaro, Homee, AVM FRITZ! und Co. bis hin zum Osram System.

Übrigens: Wer keine Pumpe zur Bewässerung nutzt, sondern das kühle Nass aus dem Wasserhahn bezieht, kann die Wasserzufuhr ganz einfach über ein Magentventil und einen Zwischenstecker regeln. Wie das geht hatte ich hier beschrieben.

Richtig smart wird es, wenn das entsprechende Smart Home System auch das Wetter berücksichtigt. So kann anstelle eines stupiden Zeitplans die Bewässerung auch abhängig vom Wetter gesteuert werden, um beispielsweise nur an besonders warmen Tagen die Bewässerung einzuschalten. Noch präziser kann die Bewässerung natürlich mit lokalen Sensoren gesteuert werden. So könnte beispielsweise mit dem Netatmo Sensor neben der Außentemperatur auch der Niederschlag berücksichtigt werden und die Bewässerung für regnerische Tage einfach ausbleiben.

Nachfolgend die Schritte, wie das Ganze mit dem modularen Smart Home System „Homee“, dem Netatmo Regenmesser und einem Zwischenstecker aussehen könnte. By the way: Wer keinen Z-Wave oder ZigBee Würfel auf dem Homee hat, der kann das folgende Beispiel auch mit einer Belkin WeMo Steckdose oder einer FRITZ!Dect Außensteckdose umsetzen – denn diese Geräte werden vom Homee Brain Cube, also dem weißen Basiswürfel unterstützt, so dass kein Erweiterungswürfel nötig ist. In Summe benötigt man drei Homeegramme (lies: Regeln/ Szenen).

1. Die Bewässerungssteuerung – der Zeitplan

Hierbei wird als Auslöser ein Wochentag mit einer Uhrzeit festgelegt, an welchem die Bewässerung stattfinden soll. Wer darüber hinaus auch via Sprachassistent Alexa die Bewässerung starten will, der fügt noch „wenn Homeegramm abgespielt wird“ als manuellen Auslöser hinzu. Damit erscheint das Homeegramm in der Alexa App als „Szene“ und kann in Routinen verwendet werden.

Als Aktion wird der Zwischenstecker logischerweise eingeschaltet und nach der gewünschten Bewässerungszeit wieder ausgeschaltet. Danach folgt eine Pause, in welcher der Wasserdruck im Gartenschlauch abgebaut wird und der Gardena Wasserverteiler automatic auf den nächsten Ausgang umschaltet. Das Ganze wird dann entsprechend der genutzten Ausgänge am Gardena Wasserverteiler wiederholt.

© Screenshot Chris Bertko / Bewässerungssteuerung via Homee.

2. Deaktivieren der Bewässerung bei Regen

Damit der eben angelegte, stupide Zeitplan smart wird, bedarf es noch zwei weiterer Regeln, welche die Bewässerung bei Regen deaktivieren und bei schönem Wetter wieder aktivieren.

Als Auslöser dieser Regel kann der Netatmo Regenmesser genutzt werden. Damit nicht schon der kleinste Nieselregen zum Deaktivieren der Bewässerung führt, kann hier sogar die gemessene Regenmenge einbezogen werden. Das sieht dann so aus:

„Wenn Regenmenge heute (gemessen von Netatmo Regenmesser) über 3mm steigt, dann...“

Neben dem Deaktivieren der Bewässerung, damit diese nicht mehr ausgeführt wird, muss auch der Fall berücksichtigt werden, dass die Bewässerung gerade läuft. Daher muss die Regel gestoppt und die Pumpe ausgeschaltet werden.

„...- Bewässerung deaktivieren UND Bewässerung stoppen und Pumpe ausschalten“.

© Screenshot Chris Bertko / Bewässerung bei Regen deaktivieren.

3. Aktivieren der Bewässerung für warme Sommertage

Damit die Bewässerung an warmen Tagen wieder rechtzeitig startet, muss die Bewässerungssteuerung natürlich wieder aktiviert werden. Das geht ganz einfach unter Berücksichtigung der Wettervorhersage. So wird am Ende des Tages die Wettervorhersage des nächsten Tages geprüft und beim Überschreiten der vorhergesagten Höchsttemperatur die Bewässerung wieder aktiviert:

„Jeden Tag um 23:55 Uhr UND WENN Höchsttemperatur morgen 22°C übersteigt, DANN Bewässerungssteuerung aktivieren“.

© Screenshot Chris Bertko / Bewässerung an warmen Tagen aktivieren.

Fazit

Mithilfe dieser drei einfachen Regeln und dem Gardena Wasserverteiler automatic wird die Smart Home Zentrale nicht nur zum Bewässerungscomputer mit stupidem Zeitplan, sondern zur perfekten Bewässerungssteuerung für den Garten!

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