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Mesh-Netzwerk

Bluetooth Mesh: Neue Spezifikation soll Bluetooth-Reichweite verbessern

Der größte Nachteil von Bluetooth ist die gering Reichweite. Eine Neuerung im Bluetoothprotokoll soll dies ändern: Bluetooth Mesh!

© Bluetooth SIG

© Bluetooth SIG

Bluetooth ist aus unserem Alltag einfach nicht mehr wegzudenken. Sei es das Headset im Auto, die Smart Watch, der tragbare Lautsprecher oder einfach die kabellose Tastatur des Computers. Was aber die wenigsten wissen ist, dass es ganz unterschiedliche Bluetooth-Varianten gibt. Nun kommt eine neue Spezifikation hinzu: Bluetooth Mesh. Dank dieser lassen sich Bluetooth-Geräte künftig zu einem Netz zusammenschließen - dem sogenannten Mesh-Netzwerk.

Die weltweit agierende Bluetooth Special Interest Group (kurz: SIG) ist verantwortlich für alle Neuerungen, die sich rund um die Datenübertragung auf kurzem Wege via Bluetooth drehen. So war es auch die SIG, die in den USA kürzlich eine Erweiterung für Bluetooth 4 Low Energy (kurz: LE) offiziell umsetzen lies. Der Name: Bluetooth Mesh.

© Bluetooth SIG / Schluss mit geringer Reichweite: Bluetooth-Mesh soll Abhilfe schaffen.

Bluetooth Mesh soll den Standard wieder konkurrenzfähig machen

Für Kenner der Branche im Übrigen keine Überraschung, denn bereits vor zwei Jahren tauchten erstmals handfeste Beweise dafür auf, dass Bluetooth sich dem Thema Mesh-Netzwerk widmen würde. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Im Gegensatz zu anderen, besonders im Smart Home weit verbreiteten Funkstandards wie Z-Wave oder ZigBee (siehe Philips Hue), hängt Bluetooth mittlerweile ein gutes Stück hinterher. Besonders die geringe Reichweite macht es Nutzern immer wieder schwer, ihre smarten Bluetooth-Geräte im Blick zu halten. Doch auch in der Industrie droht der blaue Zahn abgehängt zu werden.

Ein Bluetooth Mesh-Netzwerk wäre hier die perfekte Lösung. Das bedeutet nämlich nichts anderes, als dass sich alle eingebundenen Geräte miteinander verbinden können. Zur Erinnerung: Herkömmliches Bluetooth nutzt sogenannte Point-to-Point-Verbindungen, also lediglich von Gerät zu Gerät. Im Mesh-Netzwerk sind alle Geräte miteinander verbunden, wobei alle Geräte als Repeater (lies: Signalverstärker) fungieren - dauerhafte Stromversorgung vorausgesetzt. Dadurch steigert sich die bis dahin vergleichsweise eingeschränkte Reichweite von Bluetooth enorm. Die Arbeitsweise ähnelt hierbei natürlich stark derer, wie wir sie auch schon von Netzwerken auf Basis von ZigBee oder Z-Wave kennen.

Mit der neuen Spezifikation will Bluetooth also so schnell wie möglich wieder Boden gut machen. Unter anderem der Smart Home-Markt dürfte hier frohlocken, insbesondere solche Hersteller, die ihrerseits bisher stark auf Bluetooth gesetzt haben – siehe z.B. Computer- und Smartphone-Riese Apple. Doch nicht nur der Smart Home-Markt wird dadurch um einiges spannender, denn: Bereits zu Beginn der Einführung soll auch allen Industrieanforderungen Genüge getan werden, was Sicherheit und Robustheit der Datenübertragung angeht, so heißt es. Immerhin lassen sich im Bluetooth Mesh-Netzwerk bis zu 32.000 Knoten ansprechen. Aber: Wie auch bei Z-Wave gilt auch für die neue Spezifikation, dass ausschließlich stromnetzbetriebene Geräte im System als Repeater genutzt werden können.

© Philips / Werden die Philips Hue Leuchten künftig Bluetooth-Mesh-Spezifikationen nutzen?

Bluetooth Mesh: Verfügbarkeit und erste Geräte

Interessant für alle, die bereits über Philips Hue-Leuchten verfügen: Erst kürzlich ist Philips Lighting der Bluetooth SIG beigetreten. Man könnte also mit Recht spekulieren, dass es wohl smarte Leuchtmittel sein werden, die mitunter als erstes die neue Bluetooth Mesh-Spezifikation nutzen werden.

Ab wann die neuen Bluetooth-Geräte jedoch verfügbar sein werden, ist derzeit noch völlig unklar. Offiziell arbeite man noch daran, die neue Spezifikation per Firmware-Update verfügbar zu machen, lässt man die Öffentlichkeit wissen. Voraussetzung ür ein Firmware-Update ist aber natürlich, dass das entsprechende Gerät bereits Bluetooth LE 4.0 nutzt, Firmwareupdates überhaupt vorsieht und dafür entsprechenden Speicherplatz bereithält. Ansonsten bleibt nur eine Neuanschaffung mit bereits aktualisiertem Chip. Angesichts der zukunftsweisende Mesh-Netzwerk-Technologie kann dies aber eine lohnende Investition in die Zukunft sein - nicht nur in Sachen Smart Home.

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