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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Klimasteuerung

Da atmen wir auf: Endlich Schluss mit dicker Luft!

Früher half nur die Brachial-Methode: Schock-Lüftung, Fenster aufreissen. Heute gibt es zum Glück viel elegantere Lösungen, die sogar Grenzwerte checken

Smarte Gadgets für ein besseres Raumklima.

© Nest

Der Mensch hat ein feines Gespür für einen zu hohen CO2-Gehalt in der Luft. Er empfindet die Raumatmosphäre als stickig, hat Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, und bekommt eventuell sogar Kopfschmerzen. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, haben verschiedene Hersteller Smart-Home-Apps und -Geräte entwickelt, die in der einfachsten Form nur die aktuellen Klimadaten anzeigen, bei den großen Komplettsystemen jedoch auch die Steuerung von Heizung und Fenstern übernehmen. Dazwischen tummeln sich etliche Firmen, die derzeit mit individuellen und cleveren Lösungen für ein angenehmes und gesundes Raumklima auf den Markt drängen.

Luftqualität überwachen

Zur Gruppe der einfachen Klima-Kontrolleure gehört die Wetterstation der französischen Firma netatmo. Sie ersetzt quasi die alten Kombis aus Thermo-, Baro- und Hygrometer, die früher in vielen Wohnungen an der Wand hingen, durch ein modernes Messinstrument im Aluminiummantel, das Daten zur aktuellen Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie zum CO2-Gehalt, zum Luftdruck und zur Lärmbelastung liefert. Die Ergebnisse schickt es per WLAN an Android-, iOS- und Windows-Phone-Geräte, so dass man das aktuelle Raumklima immer im Blick hat. Den gleichen Funktionsumfang bieten auch die eleganten kleinen Klimasensoren von elgato, mit dem Unterschied jedoch, dass die zugehörige App lediglich für iPhone und iPad verfügbar ist. Dafür sind die Geräte allerdings kompatibel zu Apple HomeKit, so dass man andere HomeKit-fähige Hardware wie etwa einige Heizungssteuerungen direkt vom Tablet oder Smartphone aus bedienen kann.

Intelligente Heizungssteuerungen

Die mittlerweile zu Google gehörende Firma Nest wiederum hat ein intelligentes Thermostat im Programm, das die Gewohnheiten seiner Besitzer beobachtet und nach einigen Tagen beispielsweise die Küche genau zu dem Zeitpunkt vorwärmt, wenn üblicherweise das gemeinsame Frühstück eingenommen wird. Bislang sind die Nest-Systeme in Deutschland allerdings noch nicht erhältlich. Wenn es einmal so weit sein sollte, werden sie hierzulande auf starke Konkurrenz stoßen. Das Münchner Startup etwa tado vertreibt eine Heizungssteuerung, die die Temperatur automatisch herunterregelt, wenn die letzten Bewohner das Haus verlassen haben. Die App greift dazu auf die GPS-Sensoren ihrer Smartphones zu. Sobald sie sich dem Haus wieder nähern, sorgt das System für eine angenehme Raumtemperatur. Die zugehörige Hardware von tado ist kompatibel zu den Heizungssystemen aller großen Hersteller.

Vollautomatische Systeme

Wer schließlich den umfassenden Komfort liebt, der sollte sich die Komplettsysteme von Gira oder Busch-Jaeger anschauen. Sie verbinden Sensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt etc. mit Aktoren, die beim Unter- oder Überschreiten einstellbarer Grenzwerte zur Tat schreiten: Wird es beispielsweise im Sommer in einem Raum zu warm, lassen sie die Jalousie oder Markise herunter. Sie schließen selbsttätig die Fenster, wenn draußen Wind oder Regen aufkommen, und öffnen sie, sobald sie in der Raumluft zu viel Kohlendioxid messen. Solche Smart-Home-Systeme für eine umfassende Haussteuerung können ohne weiteres auf einen Preis von 40.000 Euro oder mehr kommen. Aufgrund des Umfangs dieser Anlagen werden sie meist nur in Neubauten realisiert.

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