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Alles über das smarte Wohnen

Vernetzte Töpfe und Pfannen

Das Smartphone weiß, wann das Steak medium ist

Anbrennen war gestern: Dank digitaler Sensoren helfen moderne Kochutensilien tatkräftig beim Garen und Braten mit.

Fissler Topf mit Lebensmitteln und Tablet

© Fissler GmbH

Wer größere Menüs selbst zubereiten möchte, muss ziemlich viele Dinge gleichzeitig im Auge behalten. Immer einen Blick auf das Rezept werfen, die verschiedenen Zutaten zum richtigen Zeitpunkt zugeben, Temperaturen und Garzeiten bei der Arbeit mit mehreren Herdplatten beachten – ungeübte Hobbyköche lassen da schnell mal Gemüse verkochen oder ein Stück Fleisch anbrennen. Rettung naht in Form vernetzter Töpfe, Pfannen und Thermometer, die mithilfe digitaler Sensoren selbst erkennen, wann etwa die optimale Brat-Temperatur erreicht ist, das Nudelwasser kocht oder der ideale Dampfdruck aufgebaut wurde. Diese Informationen schicken die Kochgeräte jeweils per Bluetooth an eine zugehörige App, in der die Daten mit dem vorgegebenen Rezept abgeglichen werden. Das Smartphone mutiert so zusammen mit dem schlauen Kochgeschirr zum elektronischen Kochbuch mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Koch-Duo für eine gelungene Zubereitung

Der GourmetSensor von Cuciniale ermittelt an sechs Messpunkten die Temperatur des Garguts und leitet die Daten an die für Android- und Apple-Geräte verfügbare App GourmetPilot weiter. Die App gibt dann Anweisungen, welche Schritte der Koch als nächstes ausführen muss. 

© Cuciniale GmbH / Die Kombination aus GourmetSensor und App soll für optimale Kochergebnisse sorgen.

Der optimale Braten kann mit dem GourmetSensor jedoch nicht gelingen. Die Temperaturen im Backofen macht die Technik nicht mit. Eine Internetverbindung ist während des Kochens nicht notwendig. 

Mit Sensoren zum perfekten Steak

In erster Linie dreht sich in der Küche alles um die optimale Temperatur und die Dauer eines Koch- oder Bratvorgangs. Beispiel Pfanne: Damit ein Steak optimal gelingt, muss die Pfanne zunächst auf eine recht hohe Temperatur aufgeheizt werden, sodass das Fleisch schnell anbrät und ein leckeres Röstaroma bekommt. Danach soll das Steak innen gleichmäßig heiß werden, ohne außen zu verkohlen. Wann es optimal gebraten ist, lässt sich wiederum daraus ableiten, wie dick das Stück Fleisch ist und wie lange es bei einer bestimmten Temperatur gebraten wurde. „Pantelligent“ heißt eine intelligente Pfanne aus den USA, die diese Daten mithilfe eines eingebauten Temperatursensors ermittelt und per Bluetooth an die zugehörige App schickt. Letztere verknüpft die Informationen mit dem jeweiligen Rezept.

Um ein Steak optimal zu braten, gibt man hier beispielsweise die Dicke des Stückes und den gewünschten Gargrad ein. Die App führt Koch-Novizen dann Schritt für Schritt durch die Zubereitung: Zunächst zeigt sie an, wann die Pfanne heiß genug zum Braten ist. Dann gibt sie Hinweise, wann das Fleisch zu wenden oder die Temperatur zu reduzieren ist. Und schließlich weiß die App auch, wann das Steak fertig ist. Passende Anleitungen sind natürlich auch für andere Gerichte hinterlegt. Einziger Nachteil: Die schlaue Pfanne ist derzeit nur in den USA zu haben – und nicht ganz billig. Umgerechnet etwa 180 Euro verlangt der Anbieter dort für den schlauen Brat-Helfer. 

Digitales Dampfgaren

Doch nicht nur Gebratenes verlangt nach einer möglichst exakten Gartemperatur und -zeit. Auch beim schonenden Dampfgaren ist es entscheidend, dass Gemüse, Fisch und andere Zutaten weder zu kurz noch zu lange im heißen Wasserdampf liegen. Im ersten Fall bleibt etwa das Gemüse zu hart, im zweiten zerfällt es und verliert Geschmack sowie wertvolle Nährstoffe. WMF bietet für seine Dampfgarer-Serie Vitalis einen optionalen Funk-Temperatursensor, der ähnlich wie die smarte Pfanne seine Werte per Bluetooth an die WMF-App „Cook Assistant“ auf dem Smartphone sendet. In der kostenlosen App gibt man ein, welches Gargut zubereitet wird. Mithilfe der Messwerte des Assist-Sensors gibt die App dann Anweisungen, wann die verschiedenen Bestandteile eines Menüs optimal gegart sind.

WMF Dampfgarer auf Herdplatte

Die App zum Schnellkochtopf 

Das Kochen mit dem Schnellkochtopf gilt als besonders zeit- und energiesparend. Er wird druckdicht verschlossen und gart Gemüse, Kartoffeln oder auch Suppen und Gulasch deutlich flotter als normale Töpfe. Nachteil: Während des Kochens kann man weder kosten noch mit der Gabel prüfen, ob das Gericht fertig ist. Für viele Hobbyköche ist dies Grund genug, den Dampfdruck-Kochtopf nicht zu verwenden. Doch auch hier gibt es smarte Hilfe. Der deutsche Hersteller Fissler bietet seit einigen Monaten (Stand: Januar 2016) zu seinen Schnellkochtöpfen der Produktlinien „vitavit edition“ und „vitavit premium“ einen digitalen Thermostat namens „vitacontrol digital“ (rund 170 Euro) an, der ebenfalls die Garzeiten zusammen mit einer zugehörigen „Fissler Cooking App“ überwacht und den Nutzer so Schritt für Schritt durch den Garvorgang leitet.

Fazit

Klingt verlockend: Mit den smarten Töpfen und Pfannen kann endlich auch derjenige ein feines Menü zubereiten, dem sonst sogar das Teewasser anbrennt. Alle Lösungen arbeiten nach dem Prinzip der Temperaturüberwachung mit App-Anleitung. Gemeinsam ist ihnen aber auch, dass der Koch immer noch eine wichtige Rolle innehat: Er muss weiterhin zum richtigen Zeitpunkt die Energiezufuhr am Herd regulieren und, ganz wichtig, sein Gericht abschmecken. Es bleiben also noch Chancen für Spitzenköche mit feinen Geschmacksknospen.

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