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Title: Haushalt
Tipps für den Routerkauf

Schnell und einfach den richtigen WLAN-Router finden

Mit unseren Tipps ganz einfach den richtigen Router finden. Wir erklären, welcher WLAN Router für welchen Zweck geeignet ist, damit jeder schnell und einfach den passenden Router für sich findet.

©iStock.com/CASEZY

©iStock.com/CASEZY

Fernsehen über IP-TV, Mediatheken, Online-Spiele, Online-Banking – heutzutage ist es schwierig, ohne Internet auszukommen. Damit der Onlinezugang nicht getrübt wird von Signalverlust oder geringen Bandbreiten, gibt es mittlerweile viele Angebote, Techniken wie Mesh-WLAN zum Aufbau einer netzartigen Signalverteilung, Power-LAN über die Steckdose und einzelne WLAN-Repeater, die für eine größere Abdeckung sorgen. Auch Smart Home Komponenten werden oftmals über WLAN eingebunden. Um hier mit dem passenden Signal versorgt zu werden, ist ein Router oberste Pflicht.

Der Router stellt die Verbindung zwischen den im Haushalt oder Smart Home installierten Geräten her und sorgt für den Datenverkehr. Mittlerweile können Kunden frei wählen, welchen Router sie nutzen möchten und müssen nicht auf einen zurückgreifen, den der DSL-Anbieter gerade noch auf Lager hat. Doch Routerfreiheit wirft auch viele Fragen auf: Welcher Router ist für meine Zwecke der ideale? Welcher Router passt ins Smart Home? Welcher Router ist einfach zu konfigurieren? Welcher Router ist für mehrere Jahre ein zuverlässiger Begleiter? Wir versuchen hier, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und den Dschungel der Router auf verständliche Art zu durchdringen.

Eine kurze Einführung zu Onlineverbindungen

Bevor die Entscheidung für einen DSL-Tarif getroffen wird, muss man sich überlegen, was man online alles anstellen möchte. Für normales Surfen, Online-Banking und das Abrufen von E-Mails reichen Tarife bis 25.000 KBit/s (auch bekannt als VDSL 25 oder 25 MBit-Anschluss), wer gern viel mit Cloud-Servern arbeitet und Dateien in die Cloud hoch- und herunterlädt, IP-TV in Full-HD gucken oder Online-Games spielen möchte oder sich mit mehreren Usern in der Familie das Netz teilt, sollte mit 50.000 KBit/s (VDSL 50 / 50 Mbit ) liebäugeln. Wer viele Daten aus dem Internet lädt, etwa Games aus Online-Shops, oder oft auf Video-On-Demand-Dienste bzw. Video-Streamingdienste wie Netflix zurückgreift oder IP-TV in 4K genießen möchte, sollte besser gleich mit 100.000 KBit/s (VDSL 100 / 100 MBit) einsteigen. Welcher Anschluss auch immer gewählt wird, eine Verschlüsselung mit WPA2 ist heute Pflicht. Und der Router sollte für die Verbindung ein DSL-Modem inklusive haben. Hierzu zählen neben den Fritz!Box-Modellen 7490, 7590, 7580, 7560, 3490 und 7430 auch Modelle der TP-Link Archer VR-Serie sowie einige Speedports der Deutschen Telekom.

© Google / Um das WLAN-Signal zu verstärken oder ein WLAN Mesh-Netzwerk aufzubauen, empfehlen sich WLAN Repeater wie Google WiFi.

Diese Techniken sollte ein Router integriert haben

Viele Geräte wie diverse Smart Home Komponenten sowie Smartphones, Tablets und Laptops benötigen heute WLAN, weil sie transportabel sein sollen bzw. keinen Anschluss für ein Ethernetkabel bieten. Es gibt zwei Frequenzbereiche: 2,4 GHz und 5 GHz. Während der erste ziemlich überlaufen ist, da auch ältere Geräte diesen WLAN-Standard (801.11b/g/n) nutzen können, bietet das 5-GHz-Band durch weniger Frequentierung eine höhere Geschwindigkeit. Moderne Router nutzen beide Frequenzen und beherrschen dank „Bandsteering“ auch den fließenden Wechsel von 2,4 auf 5 GHz und umgekehrt. Wird das Signal also in einer Ecke des Hauses oder der Wohnung zu schwach, wechselt der Router intelligent. Gerade bei vielen Komponenten im Smart Home ist das durchaus nützlich.

Doch Geschwindigkeit ist längst nicht alles. Viel mehr zählt heute eine gute und stabile Verbindungsgeschwindigkeit. Und zwar im gesamten Wohnbereich. Denn die Zeiten, als PCs fest installiert an einem Ort standen und per LAN-Kabel verbunden waren, sind vorbei. Heute drängeln sich vor allem bei Familien diverse Smartphones und Tablets ins heimische WLAN. Und oftmals funken auch Spielekonsolen oder Smart TV im WLAN, auch wenn sie teilweise einen Ethernet-Anschluss für LAN bieten. Darum sollte ein Router automatisch auf den Kanal wechseln können, der am wenigsten belegt ist. Gerade in Mehrfamilienhäusern kann es vorkommen, dass sich viele Signale auf Kanal 5 drängeln, während Kanal 10 frei ist.

© AVM / Die neuen Fritz!Box-Modelle beherrschen Multi-User MIMO, um mehrere Endgeräte gleichzeitig mit Daten versorgen zu können.

Diese Verbindungstechniken sollte der Router bieten

Eine weitere Must-Have-Technik bei modernen Routern ist das Multi-User MIMO. Ein Router hat eine bestimmte Anzahl an Antennen, im Fall der Fritz!Box 7590 sind das vier (4x4 MIMO). Mit Multi-User MIMO kann jede Antenne gezielt ein Endgerät mit der maximal verfügbaren Bandbreite versorgen. Beherrscht auch das Endgerät zum Beispiel 2x2 MIMO und es werden keine weiteren Geräte mit einem WLAN-Signal versorgt, so erhält es automatisch zwei Datenströme gleichzeitig. Der Vorgänger hieß Single-User MIMO und macht genau das, wonach es sich anhört: hier wird immer nur ein Endgerät nach dem anderen mit Daten versorgt, was mitunter zu Verzögerungen etwa beim Videostreaming führen kann. Es kann auch bei Multi-User MIMO durchaus vorkommen, dass Geräte nacheinander versorgt werden müssen, da mehr als vier Geräte gleichzeitig Daten benötigen. Bei vier Datenströmen gleichzeitig geht das trotzdem schneller als bei einem. Und im Smart Home kommen schnell viele Geräte zusammen, die Daten benötigen.

Ebenso ist WLAN Mesh heutzutage ein großes Thema. Während das MIMO-Signal dem Endgerät auch soweit wie möglich folgt, spinnt Mesh im gesamten Haushalt ein Verbindungsnetz aus mehreren Knotenpunkten, dazu gehören WLAN Repeater wie Google Wifi oder Fritz!Repeater und eben auch Router. Geräte, die im WLAN angemeldet sind, sollen dann immer mit dem nächstliegenden signalstärksten Zugangspunkt verbunden werden, um eine gute Versorgung mit dem Funksignal zu gewährleisten. Denn beim Gang vom Erdgeschoss unter den Dachboden nützt mir das WLAN-Signal im Wohnzimmer herzlich wenig, wenn im Dachgeschoss ein WLAN Repeater steckt. Übrigens: wer einen nicht mehr benötigten Router aus einem abgelaufenen Vertrag herumstehen hat, kann diesen in vielen Fällen als Repeater nutzen, um das WLAN Mesh-Netzwerk zu erweitern. Gerade die oft in jeder Ecke verbauten Smart Home Komponenten profitieren davon.

Ein Router kann oder muss auch DECT-Telefonanlage sein

Es gibt Fälle, in denen Nutzern das DSL-Signal reicht, da sie sonst sowieso alles mit dem Smartphone erledigen. Hierfür gibt es mittlerweile Apps, die das Smartphone zum Festnetz-Telefon werden lassen, solange man sich im heimischen WLAN befindet. Wer gern weiterhin die liebgewonnenen Telefone daheim nutzen möchte, benötigt einen Router mit DECT-Telefonanlage, wie etwa die Fritz!Box 7590. Hier können ohne zusätzliche Telefonanlage selbst alte analoge Telefone an die Voice-over-IP-Leitung angeschlossen, Rufnummern zugeordnet und genutzt werden. Wer beim Telefonieren gern modernere Details wie einem Farbbildschirm am Telefon nutzt, findet im Handel diverse DECT-Telefone wie das Fritz!Fon C5.

© AVM / Wer nicht sein Smartphone oder analoges Altgerät als Festnetztelefon nutzen möchte, findet am Markt diverse DECT-Telefone wie das Fritz!Fon C5.
Beim Thema Telefon gibt es seit einiger Zeit auch die Möglichkeit, in DSL-schwachen Gebieten zusätzlich das LTE-Mobilfunknetz zur Datenübertragung zu nutzen. Das dafür bisher einzige Modell in Deutschland ist der Speedport Hybrid, der ausschließlich mit dem dazugehörigen Tarif der Telekom funktioniert. Dieser Spezial-Router beinhaltet neben dem DSL-Modem auch einen SIM-Kartenanschluss für die Hybrid-SIM-Karte der Deutschen Telekom. Wird das DSL-Signal zu schwach, dann unterstützt die LTE-SIM-Karte den Datentransfer durch Nutzung des 4G-Mobilfunknetzes. Auch reine LTE-Router sind am Markt verfügbar. Wer also bei seiner Verfügbarkeitsprüfung feststellt, dass das DSL-Angebot zu schwach ist, der findet hier eventuell eine Alternative.

© Deutsche Telekom / Der Speedport Hybrid der Telekom verbindet DSL und LTE für Internetverbindungen mit bis zu 100 Mbit/s.

Diese weiteren Anschlüsse sollte ein Router auch bieten

Ports für den Anschluss von DECT-Telefonen haben wir bereits angesprochen. Doch es gibt noch mehr: heute dienen Router auch als Kommunikationszentrale für Geräte wie Drucker, Scanner und Netzwerk-Festplatten. Wer einen Drucker ohne WLAN bzw. LAN anschließen möchte, benötigt einen USB-Anschluss. Wer zusätzlich auch eine Festplatte als Familienspeicher oder NAS-Server einrichten möchte, auf die jeder im Netzwerk Zugriff hat, benötigt ebenfalls einen USB-Port, um diese anzuschließen.

Top 5 Zusammenfassung: das sollte ein neuer Router können

1. Der Router sollte ein DSL-Modem inkludiert haben.

2. Der Router sollte den WLAN-ac-Standard für 5 GHz-Bandbreiten können und idealerweise Bandsteering für den automatischen Wechsel bieten.

3. Der Router sollte Multi-User MIMO beherrschen, idealerweise mindestens 4x4.

4. Der Router sollte für WLAN Mesh vorbereitet sein.

5. Der Router sollte für Festnetztelefonie eine DECT-Telefon-Basis und zum Anschluss von Festplatten, Druckern etc. USB-Anschlüsse besitzen.

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