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Sonne oder Regen?

Der leichte Weg zur privaten Wettervorhersage

Mit modernen Wetterstationen lässt sich das Wetter zwar immer noch nicht beeinflussen, aber immerhin schon ziemlich genau vorhersagen

Die Wettervorhersage immer im Blick.

tovovan/Shutterstock

Robert war ein Sparfuchs und ärgerte sich immer, dass die Heizung auf vollen Touren lief, obwohl draußen die Sonne schien und einzelne Zimmer seines Hauses stark aufgeheizt wurden. Er grübelte lange über diesen aus seiner Sicht unhaltbaren Zustand nach und begann, im Internet zu recherchieren und Gleichgesinnte in Foren anzuschreiben. Allmählich kam er zu der Erkenntnis, dass eine Wetterstation angeschafft werden müsse und zwar eine intelligente! Bei nächster Gelegenheit fuhr er in die Stadt und ließ sich in einem Fachgeschäft beraten. Der Verkäufer erklärte ihm, dass moderne Wetterstationen einen Internetanschluss haben und mit der Heizung gekoppelt beziehungsweise in ein Smart Home integriert werden können. Robert hörte begeistert zu und schrieb die wichtigsten Punkte auf, denn er wollte im Internetforum glänzen und sein Wissen teilen. Er schrieb:

Wetter und noch viel mehr

Moderne Wetterstationen können viel mehr als die klassischen Thermometer des letzten Jahrhunderts. Sie zeigen nicht nur lokale Temperaturen mit Hoch- und Tiefwerten an, sondern fungieren als Funkuhren inklusive Weckfunktion und Beleuchtung. Manche lassen sich sogar als Bilderrahmen nutzen.

Die Wetterstationen sind über Kabel oder Funk mit verschiedenen Sensoren verbunden. Dabei bieten Funkverbindungen den Vorteil, dass man den Fühler unabhängig vom Hauptgerät an einem Wunschort anbringen kann, der gute Messbedingungen erwarten lässt. 

Komfortgewinn

Die Wetterstation gibt mit Sonnen- beziehungsweise Regensymbolen Auskunft, ob beim Spaziergang Sonnenbrille oder Regenschirm nötig sind. Die richtige Temperatur zu kennen ist aber nicht nur bei der Wahl der Kleidung entscheidend, sondern auch wichtig für die Wärme-Steuerung von Wohnung oder Haus.

Intelligente Wetterstationen, die in Smart Homes integriert sind, können Prognosen von Internet-Wetterdiensten verarbeiten. Mit diesem Wissen lässt sich wertvolle Energie einsparen und der Komfort für die Bewohner steigern. Der Wettersensor liefert dem vernetzten Smart Home wichtige Informationen zur Optimierung der Heizungstemperatur und steuert beispielsweise die Bewegung der Jalousien. So werden durch Herunterfahren der Rollos die Räume gezielt vor Hagel, Sturm oder vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt.

Je nach Hersteller laufen die Funktionen automatisch oder lassen sich aus der Ferne per Smartphone oder Computer steuern. Das spart umständliche Wege und lässt sich einfach und übersichtlich programmieren.

Energieeinsparung 

Besonders sinnvoll ist die Steuerung von Heizung und Rollos, wenn die Wohnung für mehrere Stunden oder längere Zeit verlassen wird, etwa während der Arbeitszeit oder im Urlaub. Hier lässt sich die Raumtemperatur nach Wunsch absenken und Rollläden können je nach Wetterlage, bei Dämmerung oder überhaupt zu jeder gewünschten Tageszeit bewegt werden. Auch die Heizung wird dem Lebensrhythmus angepasst und rechtzeitig vor der Rückkehr der Bewohner hochgefahren.

Das spart Energie und bares Geld. Bereits die zeitweise Absenkung der Heizintensität bedeutet eine Kosteneinsparung und die technische Ausstattung macht sich meist innerhalb weniger Jahre bezahlt.

Als angenehmer Nebeneffekt wird zudem durch den verringerten CO2-Ausstoß und die Einsparung fossiler Energieträger wie Gas, Öl oder Kohle die Umwelt geschont.

Der Anbieter kann Auskunft darüber geben, ob sein System kompatibel mit der vorhandenen Heizungsanlage ist, beziehungsweise welche Komponenten ausgetauscht werden sollten.

Praxisbeispiele
MyHomeControl

Das Schweizer Unternehmen BootUp setzt die Software myHomeControl ein. Diese nutzt den Internet-Wetterdienst World Weather Online, um für den Standort des Gebäudes aktuelle Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Luftdruck, Regenmenge und den Bewölkungsgrad zu ermitteln. Doch noch interessanter ist die Vorhersage des Wetters für bis zu fünf Tage, da längerfristige Schaltungen der Haustechnik wie Beleuchtung, Gartenbewässerung, Heizung, Jalousien bei Verknüpfung mit einem Smart-Home-System geplant werden können.

Junkers Control von Bosch

Der Raumregler Junkers Control der Bosch Gruppe ist die zentrale Schaltstelle für viele Gas- und Ölheizungen. Er lässt sich komfortabel per WLAN steuern, zudem ist eine App für Apple- und Android-Smartphones verfügbar. 

Beispielsweise lässt sich die Raumtemperatur automatisch oder manuell steuern, Meldungen bei Störungen können empfangen sowie die Erträge der Solaranlage festgestellt werden und Fachfirmen haben Zugriff für die Fernwartung. Darüber hinaus werden Außen- und Innentemperaturen angezeigt und vieles mehr.

Fazit

Wetterstationen sind nicht nur eine Spielerei für Interessierte. Sie werden zu Energiesparzentren, wenn sie mit der Heizungsanlage, der Solaranlage und den Rollos gekoppelt werden können.

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