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Die richtigen Apps für ein smartes Zuhause

Manuelles Bedienen von Rollläden im zweiten Stock oder der Waschmaschine im Keller ist passé – dank smarter Apps.

© Fotolia / ra2 studio

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Programmierbare Heizkörperthermostate, intelligente Waschmaschinen, automatisch regulierbare Beleuchtung, kommunizierende Rauchmelder und Alarmanlagen – in deutschen Haushalten wird immer smarter gewohnt. Eine wichtige Rolle im vernetzten Haus spielen Smartphone-Apps. Kleine Programme, mit deren Hilfe sich bestimmte Smart Home-Komponenten steuern lassen. Viele davon sind sowohl für Android- als auch für iOS-Geräte geeignet. Schwierig wird es bei Smartphones, die mit einem anderen Betriebssystem arbeiten. Hier stellen wir ein paar Applikationen für die gängigen Smartphone-Systeme vor.

andFHEM: für technikaffine Nutzer

andFHEM ist eine kostenlose App für Android-Geräte. Für iOS gibt es sie ebenfalls, allerdings unter dem Namen FHEM-Remote. Die Funktionen sind für beide Betriebssysteme ähnlich. Steuern lassen sich mit der App herstellerunabhängig verschiedene Smart Home-Komponenten. Das bedeutet, dass die smarte Beleuchtung, die über andFEHM bedient wird, nicht vom gleichen Hersteller wie etwa die schlaue Heizungsanlage, die ebenfalls über andFHEM reguliert wird, sein muss. Mit seinem mobilen Gerät kann der Nutzer also bequem auf unterschiedliche Systeme zugreifen, sie in der App vereinen und sie über den FHEM Hausautomations-Server steuern.

Die Befehle, die der Nutzer seinen Geräten geben will, kann er selbst bestimmen und definieren, dafür muss er aber ein wenig technisches Verständnis mitbringen. Das Besondere an andFHEM ist, dass die App über relativ viele Funktionen verfügt, die grafisch umgesetzt werden und beispielsweise auf übersichtliche Art helfen, Energie zu sparen, sofern der Nutzer in der Lage ist, die optische Aufbereitung auszuwerten und seine Schlüsse daraus zu ziehen. Die Graphen zu den gespeicherten Daten sind zoombar. andFHEM erlaubt es, die Geräte in jedem Raum einzeln oder auch nach Favoriten sortiert zu verwalten. Darüber hinaus kann der Nutzer unterschiedliche, zu steuernde Gerätegruppen definieren, die nach Funktionalität anstatt nach Gerätetyp zusammengefasst sind. Um ein Beispiel zu nennen: Alle Geräte, die mit Energiesparen zu tun haben, wie etwa Heizkörperthermostate, Fenstersensoren, Wassersensoren, werden zu einer Gruppe zusammengefasst und so programmiert, dass sie energieeffizient zusammenarbeiten.

Smart IR Remote – AnyMote: kostenpflichtig, aber universal einsetzbar

Mit der Smart IR Remote – AnyMote App lässt sich zwar nicht gleich der ganze Hausstand bedienen, aber zur Steuerung von Multimedia-Geräten wie Smart-TV oder Streaming-Boxen eignet sich das Mini-Programm fürs Smartphone bestens. Apple-Fans sind leider von der Nutzung ausgeschlossen, da die Fernbedienung in App-Form nur auf Android-Systemen funktioniert – dafür aber bei über 650.000 verschiedenen Geräten. Für einen Download-Preis von 7,71 Euro bekommt man also einiges geboten für seine Investition. Geräte, die über eine Infrarotschnittstelle verfügen, lassen sich ganz einfach mit der App bedienen. Charmant an der App ist die Möglichkeit, seine Geräte so zu konfigurieren, dass bei einem Anruf automatisch der Ton des Fernsehers gedrosselt oder die Wiedergabe der Stereoanlage auf Pause gesetzt wird, sodass der Angerufene in Ruhe sprechen und zuhören kann. Geräte lassen sich über die App gruppieren, sodass auf einen Knopfdruck beispielsweise Fernseher, Xbox und Lautsprecher zusammen eingeschaltet werden können. Die virtuelle Fernbedienung der App kann per Fingertipp auch in andere Apps eingeblendet werden.

Wenn der Nutzer etwa gerade ein Videospiel auf dem Smartphone zockt, schnell mal aber einen anderen Sound auf der Stereoanlage hören möchte, blendet er einfach die Smart IR Remote in sein Spiel ein, tippt sich zu einem neuen Lied durch und spielt ohne größere Unterbrechung weiter. Die smarte Fernbedienungs-App ermöglicht die Datenspeicherung auf Wunsch, sodass sie auf verschiedenen Geräten immer mit den gleichen Einstellungen genutzt werden kann und nicht jedes Mal neu konfiguriert werden muss.

fritch: die Fritz!Box-Steuerzentrale fürs Handgelenk

Was benötigt die fritch-App um zu funktionieren? Nicht viel: lediglich ein iOS-basiertes Gerät, ab iOS 8.2, sowie eine DECT-fähige Fritz!Box. Ist die App auf dem mobilen Gerät installiert und mit der Fritz!Box verbunden, kann der Nutzer nun die Fritz!DECT 200 Aktoren über sein mobiles Gerät steuern. Seit Januar 2016 kann man zudem den Comet DECT Thermostat von Eurotronic verwalten, folglich arbeitet fritch daran, sich auch anderen Herstellern zu öffnen und ist nicht nur auf AVM-Geräte fixiert. Dass nun auch das Comet DECT Thermostat über fritch regulierbar ist, hat den Vorteil, dass sowohl die gemessene als auch die Soll-Temperatur erfasst werden können und dem Nutzer grafisch präsentiert werden. Mit der Einbindung des Eurotronic-Geräts ist die fritch-App der Hersteller-App MyFritz!App einen Schritt voraus. Positiv fällt auch auf, dass fritch das Definieren und Schalten von Gerätegruppen ermöglicht, deren Beziehungen untereinander via Mobilgerät eingerichtet werden können. Außerdem dient fritch dazu, AVM-Funksteckdosen zu steuern sowie eine Übersicht über den Energieverbrauch der angeschlossenen Haushaltsgeräte zu erhalten.

Nicht nur über Smartphone oder Tablet ist die Fritz!Box mit fritch steuerbar, sondern auch über die Apple Watch. Einfach das Wearable am Handgelenk aktivieren und schon hat man mit wenigen Fingertipps sein Haus unter Kontrolle. Ob man nun bei einem romantischen Date das Licht dimmen möchte oder die neuesten Kuschel-Rock-Songs abspielen möchte, mit einem Griff zur Apple Watch sind Aufstehen und der Gang zum Gerät nicht mehr nötig.

Muzzley: eine für alle

Ähnlich wie andFHEM ist Muzzley eine Smart-Home-App, die Geräte von vielen verschiedenen Herstellern in einem Programm vereint und zentral steuerbar macht. Vorweg: Die App ist für iOS, Android und Windows Phone geeignet.

Die Nutzung von Muzzley ist im Gegensatz zu andFHEM sehr intuitiv und wenig techniklastig. Mittels WLAN oder einer 4G-Verbindung kann man seine Haushaltsgeräte auch steuern, wenn man sich nicht in der Nähe, sondern an einem beliebigen Punkt der Welt befindet. Die Frage, ob das Licht aus ist, wenn man schon auf der Fahrt in den Urlaub ist, stellt sich vielleicht schon noch – ist aber dank eines Blicks auf Muzzley schnell beantwortet und falls nötig, lässt sich das Licht auch gleich vom Auto aus ausschalten. Die App analysiert zudem das Verhalten ihres Nutzers, lernt daraus dessen typische Verhaltensweisen und macht entsprechende Vorschläge, wie bestimmte Geräte miteinander sinnvoll vernetzt werden können. So unterstützt die App, die Einrichtung des idealen Smart Homes, welches über ein einziges mobiles Gerät steuerbar ist. Muzzley erlaubt es dem Nutzer, eigene Automationsregeln aufzustellen, sodass er nach einmaliger Programmierung nicht einmal mehr die App öffnen muss. Muzzley hat bereits zahlreiche Hersteller wie beispielsweise Nest und Egardia eingebunden. Die Liste wird ständig länger.

 

 

Fazit

Mittlerweile gibt es einige gute Ansätze, das Smart Home mit all seinen verschiedenen, oftmals nicht kompatiblen Geräten unterschiedlicher Hersteller über nur eine App miteinander zu vernetzen und zu steuern. Für fast jeden Nutzertyp ist schon - zumindest im Ansatz - eine geeignete App auf dem Markt – sei es für iOS, für Android, für Windows Phone – als Entertainment-App, als allumfassende Zentralsteuerungs-App, sehr technisch oder sehr intuitiv. Wer suchet, der findet.

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