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Smart Home News vor und zur CeBIT

Droht der Kampf der Funksysteme?!

Kurz nach der CeBIT 2016 sollen viele neue Gadgets für die Heimautomation lieferbar werden. Sie funken kreuz und quer durch Heim, Haus, Hof und Garten. Ob das lustig wird für den Nutzer - das bleibt abzuwarten...

Droht künftig das noch größere Funkchaos im Smart Home?!

Ⓒ Fotolia // Mikko Lemola

Welcher Wireless-Standard wird sich als gemeinsamer Heim-Vernetzungs-Nenner durchsetzen? Da sind sich die Hersteller noch nicht einig, denn jedes Funksystem hat andere Vor- und Nachteile: Je tiefer die Frequenz, desto höher die Reichweite sowie die Durchdringung von Wänden. Je höher die Frequenz, desto größer ist meistens auch die in der Luft realisierbare Bandbreite. Soll man also das altbekannte WLAN 11a/b/g/n bei einer Frequenz von 2,4 GHz nehmen? Das jüngere Gigabit-WLAN 11ac bei 5 GHz? Das kommende Multi-Gigabit-WiFi 11ad bei 60 GHz? Das robuste DECT bei 1900 MHz? Oder das Reichweiten-starke Z-Wave bei 800/900 MHz? Auf Preview Event vor der CeBIT im Sofitel zu München haben wir ein paar Beispiele heraus gepickt.

Gigaset vernetzt das Heim über DECT-Funk-Strecken

Die Marke Gigaset ist mit robusten DECT-Funk-Telefonen groß geworden. Diese funken in Europa sehr stabil bei 1900 Megahertz. So liegt es nahe, dass die Firma Gigaset derweil auch ihre neuen Smart Home und Security Gadgets wie Bewegungsmelder, Türsensoren, intelligente Steckdosen, Funkschalter und drahtlose Alarmsirenen just über DECT verkoppelt. Zentrales Element der smarten „Gigaset elements“ ist folglich ein DECT-Vermittlungs-Router, der seinerseits via LAN-Kabel am heimischen DSL-Router hängt, damit man die schlauen Gadgets auch von unterwegs per Smartphone über das Internet steuern und verwalten kann.

 

Einzig die HD-Überwachungskamera von Gigaset mit Nachtsicht-Funktion wird nicht via DECT-Funk über den DECT-Router von Gigaset, sondern mittels LAN-Kabel direkt mit jedwedem DSL-LAN-WLAN-Router verbunden. Der Grund: DECT ist zwar sehr stabil und hat auch eine gute Reichweite, aber für das gefräßige HD-Video-Streaming ist die DECT-Bandbreite dann eben doch zu knapp: Dafür nimmt man besser ein LAN-Kabel. Alle anderen Smart Home Sensoren sind dagegen mit dem robusten DECT-Funk gut bedient.

WD verkoppelt Smart Home Sensoren via Z-Wave-Strahlen

Die Marke WD aus dem Hause Western Digital ist mit Festplatten und NAS-Speicher-Kästchen groß geworden. Wer seine sensiblen Smart Home-Daten, -Bilder und -Videos, etwa von schmal-bandigen Heizungs-Sensoren bis hin zu breit-bandigen Überwachungs-Kameras, nicht in der fernen Internet-Cloud, sondern selbst-kontrolliert in den eigenen vier Wänden speichern will, wird dazu vielleicht gerne ein lokales NAS-System als Non-Stop-Daten-Bunker verwenden.

Fragt sich nur noch: Wie kommen alle relevanten Smart Home Daten, Bilder und Videos ruckzuck in den NAS-Server hinein und wieder heraus? WD steckt dazu seinen Z-Wave.me-USB-Funk-Stick für 99,- Euro in den USB-Slot des NAS-Server-Kästchens. Denn dieser kann sich, laut WD, bereits mit mehr als 1.350 zertifizierten Z-Wave-Geräten von 325 Herstellern unterhalten, darunter auch Steckdosen, Türschlösser und Alarmsysteme.

TP-LINK vernetzt das Heim per WLAN 11 a/b/g/n/ac/ad

TP-LINK ist mit preis-aggressiven WLAN-Geräten bekannt geworden. Kurz nach der CeBIT 2016 soll eine neue WLAN-Steckdose namens HS110 mit Verbrauchs-Überwachung und Zeitschalt-Funktion auf den deutschen Markt kommen.

Vielversprechend ist auch die angekündigte NC450 HD Pan & Tilt Video-Überwachungs-Kamera mit Nachtsichtfunktion. Durch ihre Schwenk-und Neigefunktion soll sie Rundumaufnahmen in HD-720p-Qualität liefern.

Spannend wird es, wenn die Kamera eine Bewegung erkennt und dann ruckzuck via WLAN-Router an die WLAN-Steckdose meldet. So kann die schlaue Funk-Steckdose etwa das Licht einschalten, sobald jemand das Sichtfeld der Video-Kamera betritt.

Besonders stolz ist TP-LINK auf den angekündigten Talon AD7200 Multi-band Wi-Fi Router mit 8 Beam-Forming-Antennen. Neben WLAN bei 2,4 GHz bis 800 Mbps und WLAN bei 5 GHz bis 1733 Megabit beherrscht dieser Mehr-Band-Funker laut TP-LINK auch schon das brandneue WiFi-11ad bei 60 GHz bis zu 4.600 Mbps. 11ad soll damit auch für verzögerungsfreie 4K-Video-Übertragung taugen und daher bald das HDMI-Kabel zwischen 4K-Fernseher und 4K-Zuspielern durch Funkstrecken ersetzen können. Allerdings konnte die kompetente Stand-Besatzung auf dem Preview Event vor der CeBIT 2016 noch kein einziges, konkret lieferbares 11ad-Endgerät wie etwa 11ad-TV, 11ad-Tablet oder 11ad-Smartphone benennen. Der 11ad-Router von TP-LINK scheint also den Anfang bei dieser neuen WLAN-Gattung zu machen. Aufgrund der hohen Frequenz von 60 GHz und der extrem kurzen Wellen wird WLAN-11ad vermutlich keine einzige Wand durchdringen können, und somit nur im gleichen Raume funktionieren. Wer eine lückenlose 11ad-Gigabit-Versorgung in seinem Heim anstrebt, wird wohl für jeden Raum einen eigenen WLAN-11ad-Router benötigen.

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