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Praxistest

Durchgepustet: Dyson Pure Hot+Cool Link

Heizlüfter, Ventilator und Luftreiniger in einem Gerät. Seit einigen Wochen macht der Dyson Pure Hot+Cool Link unser Familienleben angenehmer.

© Chris Bertko / Dyson Pure Hot + Cool Link

© Chris Bertko / Dyson Pure Hot + Cool Link

Wir haben ihn getestet – den Dyson Pure Hot+Cool Link. Hierbei handelt es sich um einen Ventilator mit Heizfunktion und integrierten HEPA-Filter zur Luftreinigung. Toller Clou: Die zusätzliche Steuerung via Smartphone App. Zuerst als Ersatz für die Elektroheizung im Arbeitszimmer gedacht, verrichtet er bald schon im familiären Schlafzimmer seine luftreinigenden Dienste. Ein ausführlicher Erfahrungsbericht:

Warum wir den Dyson Pure Hot+Cold Link angeschafft haben

Als wir in unser neues Zuhause zogen, ein wenig stadtauswärts, hieß der Raum, in dem ich jetzt sitze noch "Abstellkammer". Kaum mehr als acht Quadratmeter, doch genau richtig, um dort ein Home Office einzurichten. Und dann kam das große Aber: Eine Abstellkammer hat leider keine Heizung! Die Abwärme meines PC-Bildschirms reichte besonders im Winter irgendwann nicht mehr - es musste eine Heizung her! 

Die Wahl fiel auf eine Elektroheizung, die mit ihren 2000 Watt definitiv kein Energiesparwunder war. Ein fehlendes Gebläse macht das Heizen des Raumes zudem zu einer echten Geduldsprobe. Im Sommer dann aber das genaue Gegenteil: Das Home Office erstreckte sich auf der Südseite, pralle Mittagssonne inklusive. Zum sinnvollen arbeiten also natürlich viel zu heiß - ein Standventilator musste her. Wer aber schon einmal versucht hat, in der Geräuschkulisse eines Ventilators längere Zeit konzentriert zu arbeiten weiß, wie anstrengend das sein kann.

Eingedenk dieser Situation schielte ich also schon länger auf den Dyson Pure Hot+Cold Link. Hierbei handelt es sich nämlich um einen Heizlüfter mit Thermostat, welcher automatisch die Raumtemperatur regelt - und zwar im Sommer wie im Winter. Darüber hinaus verfügt das Gerät über einen HEPA-Filter mit Glasfasern und Aktivkohleschicht, welcher die Raumluft aktiv reinigt. Tolles Feature: Er ist auch via Smartphone per App steuerbar. Grund genug also, sich das mal genauer anzuschauen.

Lieferumfang und erster Eindruck

In Punkto Design spielt der Dyson Pure Hot+Cold Link in der Oberklasse. Nichts erinnert an einen herkömmlichen Ventilator. Auch die sonst üblichen Rotorblätter fehlen gänzlich. Über einen Schlitz im Luftring wird die Luft beschleunigt und zielgenau in den Raum gegeben, wobei hier zwei Funktionen zur Auswahl stehen:

  • Jet Focus: ein gezielter, gebündelter Luftstrom
  • Verteilfunktion: ein etwas breitgefächerter Luftstrom

Ein Display an der Vorderseite informiert stets über die eingestellte Soll-Temperatur im Heizbetrieb sowie über die Ventilatorstärke im Kühlbetrieb. Darüber hinaus kann das Gerät in einem Winkel von 180° automatisch hin und her schwenken, um so die Luft noch effektiver im Raum zu verteilen. Manuell kann er zudem noch in der Neigung verstellt werden. Übrigens: Kommt der Dyson Pure Hot+Cold Link in eine plötzliche Schieflage, schaltet er sich automatisch ab. Ein sinnvolles Sicherheits-Feature.

© Chris Bertko / Front-Display zeigt WLAN Status und SOLL Temperatur.

Eine im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung ermöglicht die Kontrolle des Gerätes bequem vom Bürostuhl aus. Hierüber kann beispielsweise auch ein Nachtmodus aktiviert werden, in welchem das Gerät die Luftstromstärke und damit auch das Betriebsgeräusch deutlich verringert. Ein Abschalt-Timer in den Stufen 15min, 30min, 45min, 1h bis zu 9h rundet den durchdachten Eindruck ab. Wird die Fernbedienung nicht gebraucht, kann sie bequem dank Magnet am Dyson befestigt werden.

Tolles Feature: Die Steuerung via Smartphone App 

Die Frage ist doch: Wenn dem Gerät bereits eine Fernbedienung beiliegt und darüber hinaus über ein Display verfügt, wozu braucht man dann noch eine Smartphone App?

Zunächst einmal muss das Gerät in das heimische WLAN eingebunden werden. Dies geschieht unkompliziert durch langes Halten des Einschaltknopfes sowie entsprechendem Netzwerkschlüssel, welcher sich an der Unterseite des Dyson befindet. So denn lässt sich das Gerät per Smartphone oder Tablet verbinden, wobei die universale Dyson App für iOS bzw. Android natürlich kostenfrei ist. Aber: Für die Nutzung der App ist ein ebenfalls kostenloser Dyson Account notwendig.

So kann ich den Dyson Pure Hot+Cool Link zum Beispiel aus dem kalten Auto heraus bereits aktivieren, wenn ich mich auf den Heimweg mache. Mein Arbeits- oder auch Schlafzimmer (je nachdem wo ich den mobilen Heizlüfter aufgestellt habe) ist dann gemütlich warm, sobald ich nach Hause komme.

© Screenshot Chris Bertko / Dyson Pure lässt sich via Smartphone App steuern.

Darüber hinaus, kann in der App per Zeitplan (pro Wochentag) festgelegt werden, wann welche Funktion starten soll. Ob Luftstromgeschwindigkeit oder Luftstromart, ob Kühlen oder Heizen, ob Nachtmodus oder Soll-Temperatur - alles ist programmierbar. Am liebsten mag ich es, wenn der Dyson um 9:00 Uhr den Heiz-Modus aktiviert und mein Arbeitszimmer schön warm ist, wenn ich den Tag starte.

© Screenshot Chris Bertko / Dyson Pure kann auf Wunsch per Zeitplan starten.

Im Praxistest: Stromverbrauch und Lautstärke

Da der Dyson die warme Luft um einiges effektiver verteilt, als es meine bisherige Elektroheizung es jemals hätte tun können, braucht er oft kaum länger als fünf Minuten, um mein Home Office wohl zu temperieren. Doch wie sieht eigentlich der Verbrauch der beiden aus? Die Elektroheizung musste mit ihren 2.000 Watt täglich ca. zwei Stunden zugeschaltet werden, um eine Raumtemperatur von ungefähr 21 Grad Celsius zu erreichen. In Summe also vier kWh Verbrauch, was in Geldstücken ausgedrückt einen Euro pro Tag ergibt. 

Solange der Dyson hingegen nur als Luftreiniger arbeitet, ist er ein echtes Energiewunder. Hier benötigt er gerade mal 13 Watt. Im Modus „Kühlen“ auf höchster Stufe (10) benötigt er immerhin noch moderate 45 Watt. Richtig heftig wird es natürlich im Modus „Heizen“ - hier benötigt er zwischen 1.500 Watt und bis zu 2.000 Watt Leistung. Heißt in Euro ausgedrückt: Bei einem durchschnittlichen Preis von 0,25 Euro pro kWh kostet eine Stunde Heizleistung 50 Cent. Soweit die Theorie. In der Praxis sagt mein Fibaro Energiepanel jedoch, dass der Dyson aktuell um die sieben bis acht kWh pro Woche verbraucht. Oder anders ausgedrückt: zwei Euro Heizkosten pro Woche. Damit steht der Sieger in Sachen Energieverbrauch eindeutig fest.

 

Nachdem wir das also geklärt haben, bleibt natürlich noch die Frage nach der Lautstärke: Während der Luftreinigung ist der Dyson Pure Hot+Cool Link extrem leise und kaum hörbar. Im Modus „Heizen“ oder als Ventilator ist er je nach Luftstromgeschwindigkeit natürlich wahrnehmbar. Bei niedrigem Luftstrom ist der Geräuschpegel jedoch recht gering. Bei stärkerem Luftstrom ändert sich dies, allerdings empfinde ich das Gerät auch in dem Modus nicht als störend. So lässt es sich eher als angenehmes Grundrauschen beschreiben, bei welchem man problemlos am PC arbeiten bzw. auch telefonieren kann. 

Spezialthema Luftreinigung

Nach dem Start der App zeigt diese neben der Außentemperatur, der Luftfeuchtigkeit und des Feinstaubwertes (PM 2.5) auch den Luftqualitäts-Index (LuQX) an. Die Außenwerte zieht sich die App aus dem Internet anhand der Standortangaben, welche in den Einstellungen hinterlegt werden können. Hier in den Einstellungen, kann auch in drei Stufen der Zielwert für die Raumluftqualität definiert werden.

© Screenshot Chris Bertko / App zeigt Luftqualität In- und Outdoor an. 

Der integrierte HEPA-Filter ist der heimliche Grund für den hohen Anschaffungspreis des Dyson. Der Hersteller gibt bei einer durchschnittlichen Betriebsdauer des Filters von 12 Stunden täglich eine Lebensdauer von ungefähr einem Jahr an. Dann sollte der Aktivkohlefilter jedoch gewechselt werden. Ein neuer Filter schlägt mit ca. 60 Euro zu Buche, wobei der Wechsel selbst in Eigenregie erledigt werden kann.

© Chris Bertko / HEPA Filter kann schnell & einfach getauscht werden. 

Bislang erfreuen sich meine Familie und ich in punkto Allergien bester Gesundheit. Aus diesem Grund vermag ich natürlich auch nicht zusagen, inwieweit der Dyson Pure Hot+Cold Link als Luftfilter agiert. Es ist allerdings ein beruhigendes Gefühl, wenn man in einem kleinen Zimmer sitzt und weiß, dass mögliche Schadstoffe, Feinstaub und auch Allergene von dem Dyson Gerät herausgefiltert werden - auch, wenn wir es derzeit gar nicht so sehr nötig haben. Aus diesem Grund wird er auch, nachdem mein Home Office endlich eine eigene Heizung bekommt, hauptsächlich als Luftreiniger für das heimische Schlafzimmer fungieren. Hier ist das Thema Luftqualität nämlich besonders wichtig. 

Übrigens: Wer die Luftqualität des Raumes nachvollziehen möchte, der kann sich die Werte auch im Diagramm anzeigen lassen. Aus diesem wird auch ersichtlich, wann der Dyson zur Luftreinigung aktiv war und wie lange der integrierte HEPA-Filter noch hält.

 

 

Fazit

Der extrem hohe Anschaffungspreis rechtfertigt sich nur durch die Funktion als Luftreiniger, welche vorrangig für Allergiker und Asthmatiker interessant sein dürfte. Wer nur ein leises Kombigerät zum Heizen und Kühlen sucht, um es in Kinderzimmer- oder Schlafzimmer aufzustellen, der findet deutlich günstigere Alternativen im Dyson Portfolio. Diese bieten dann allerdings auch weder eine App Steuerung oder Zeitplan-Funktion, noch den Zusatz zur Luftfilterung.

 

Kurzum: Die Qualität des Dyson Pure Hot+Cold Link ist unbestritten hoch - toll anzuschauen ist er sowieso. Auch die Komfortfunktionen wie App-Steuerung und Zeitpläne sind sinnvolle Ergänzungen, die den Alltag zusätzlich smart machen. Bei dem Preis allerdings so auch zu erwarten. Wohlfühltemperatur bei klarer Raumluft: garantiert!

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