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Smart Home

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Title: Haushalt
Sechs beliebte Smartlocks im Detail

Smarte Türschlösser im Überblick

Smart Home beginnt schon an der Haustür: mit einem smarten Türschloss, oder auch Smartlock, wird das Türöffnen schlüssellos und einfach möglich.

© Assa Abloy

© Assa Abloy

Mit einem smarten Türschloss wird das Öffnen der Haustür vollautomatisiert, wenn man sich mit dem Smartphone in der Tasche dem Haus nähert. Oder per Fingerabdruck, Zahlenkombination bzw. Klick in der dazugehörigen App. Mittlerweile ist auch Sprachsteuerung möglich. Es gibt Smartlocks für Einfamilienhäuser und auch für Mehrfamilienhäuser. Wir haben uns sechs der derzeit populärsten Vertreter rausgesucht, die wir an dieser Stelle etwas näher betrachten. Zuvor jedoch ein paar Gründe für ein smartes Türschloss.

Gute Gründe für ein smartes Türschloss

Es ist Winter und wieder einmal steht man vor der Tür und sucht in den vielen Taschen nach dem Türschlüssel – Abhilfe kann hier ein Smartlock schaffen. Oder das Kind kommt früher aus der Schule, hat keinen Schlüssel und steht vor verschlossener Tür – mit einem smarten Türschloss passiert das nicht. Oderaber  die eigene Oma stürzt zuhause, kann gerade noch telefonieren und man muss erst los, um den Schlüssel zu holen, womit wertvolle Minuten verstreichen – mit einem smarten Türschloss könnte man sogar dem Notfallarzt von unterwegs die Haustür öffnen, sobald er vor der Tür steht. Und Besitzer von Ferienwohnungen können einfach eine PIN für jeden Gast neu anlegen, ohne selbst vor Ort sein zu müssen. Auf dem Papier ist ein Smartlock eine richtig sinnvolle Smart Home Komponente. Doch das Bauchgefühl vieler Nutzer sagt: „Und was ist, wenn ein Hacker das knackt und dann mühelos bei mir einbricht?“. Moderne Verschlüsselungstechniken wie AES256, die auch von Regierungen genutzt werden, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die vom Onlinebanking bekannt ist, und sichere Einbauweisen sollen Missbrauch sprichwörtlich einen Riegel vorschieben.

Yale ENTR: das Smartlock mit umfangreichen Funktionen

Das schwedische Unternehmen Assa Abloy bietet mit dem Yale ENTR ein smartes Türschloss mit vielen Öffnungsoptionen: ob per Zahlencode, separater Fernbedienung, eine App auf dem Android Smartphone bzw. iPhone oder einfach per Fingerabdruck, sofern man das separat erhältliche Fingerabdruck-Lesegerät erworben hat. Für Großfamilien oder viele Verwandte können insgesamt zwanzig Nutzerprofile mit PIN-Code oder Fingerabdruck hinterlegt werden, die auch zeitlich begrenzt werden können, etwa um der Nachbarin für zwei Wochen den Zutritt zum Blumengießen und Nach-dem-Rechten-sehen im Urlaub zu ermöglichen. Bei jedem Aufschließen wird ein Eintrag im Logbuch der App hinterlegt, so kann man zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen, wer wann das Schloss geöffnet hat. Und das Zuschließen erledigt das Smartlock beim Zuziehen automatisch. Die Verzögerung beim Auf- und Zuschließen beträgt etwa zwei bis drei Sekunden. Die Verschlüsselung der benötigten Bluetooth Low Energy Verbindung ist auf dem neuesten Stand. Für Nutzer, die manuelle Haptik schätzen, verfügt das elektronische Türschloss im Inneren über einen Drehknopf und zwei Touch-Tasten. Kabel werden nicht benötigt, da der Hersteller das Smart Home Gerät unabhängig von Stromausfällen konzipiert hat: lediglich die integrierte Lithium-Ionen-Batterie muss ab und zu aufgeladen werden. Darauf macht die App rechtzeitig aufmerksam. Und auch wenn die Batterie leer ist, steht niemand vor verschlossener Tür: es lässt sich weiterhin mit einem herkömmlichen Schlüssel öffnen. Der Einbau benötigt keinerlei bauliche Veränderungen: das Yale ENTR ersetzt einfach das normale Schloss. Das Smartlock gibt es in verschiedenen Sets, vom Basis-Tür-Set zum Preis von knapp 260 Euro bis zum Set inklusive Fingerabdruck-Einheit für rund 520 Euro.

Nuki Smart Lock 2.0: ein Smartlock auch für kleinere bis mittlere Unternehmen

Vom österreichischen Unternehmen Nuki kommt das Smart Lock 2.0 folgt. Der Einbau geht hier äußerst einfach vonstatten: das elektronische Türschloss wird einfach von innen bei steckendem Schlüssel auf das vorhandene Türschloss aufgesetzt. Ein Austausch des Schließzylinders entfällt damit. Daten empfängt das Smartlock über Bluetooth Low Energy, in Kürze kann es über das Smart Home Protokoll Zigbee in vorhandene Smart Home Systeme integriert werden und IFTTT wird ebenfalls unterstützt. Bedient werden kann es jedoch ausschließlich über die App für Android Smartphones/Tablet/Smartwatches sowie iPhone/iPad/Apple Watch, seit kurzem ist es Apple HomeKit-kompatibel. Es unterstützt Knauf- und Ovalzylinder und funktioniert mit den Sprachassistenten Alexa, Google Home und Siri. Für das smarte Türschloss können bis zu 200 Zutrittsberechtigungen vergeben werden, damit wird das Nuki Smart Lock 2.0 auch für KMU und Startup-Büros interessant. In Zusammenhang mit dem Nuki Türzylinder kann von überall per Smartphone der Status der Tür abgerufen werden, ebenso wie ein Logfile, wer wann die Tür geöffnet oder geschlossen hat. Auch das Nuki Smart Lock 2.0 läuft komplett batteriegetrieben und ist damit unabhängig von Stromausfällen. Zur Nuki Familie gehört übrigens auch die Nuki Box, die Gegensprechanlagen von Mehrfamilienhäusern in smarte Türschlösser verwandelt. Der Preis für das Nuki Smart Lock 2.0 mit Türsensor liegt bei rund 230 Euro, das Set inklusive Türsensor und einer Nuki Bridge zum Öffnen und Schließen aus der Ferne schlägt mit knapp 300 Euro zu Buche.

© Poly-Control / Das Danalock V3 ist das Smartlock, das für die meisten Smart Home Funkprotokolle verfügbar ist.

Danalock V3: das Smartlock Kompatibilitätswunder

Auch das smarte Türschloss Danalock V3 stammt von einem skandinavischen Hersteller: genauer gesagt Poly-Control aus Dänemark. Es ist für Euro-Profilzylinder geeignet, Langschild- oder Rosettenbeschläge und auch mehrfach verriegelbare Türen stellen kein Problem dar. Auch dieses Smartlock funkt über Bluetooth Low Energy. Zusätzlich kann es je nach Variante neben IFTTT-Funktionalität auch die Smart Home Standards Zigbee (dadurch wird auch Sprachsteuerung mit Alexa möglich) oder Z-Wave an Bord haben, womit es auch per WLAN gesteuert werden kann und damit zum kompatibelsten der hier vorgestellten smarten Türschlösser wird. Die Verschlüsselung entspricht AES256, einem der höchsten Sicherheitsstandards. Die Montage erfolgt von innen, sodass außen der übliche Schließzylinder sichtbar bleibt, zusätzlich zum herkömmlichen Schlüssel öffnet sich das Schloss jedoch auch per App. Auf PIN-Eingabe oder Fingerabdruckscannung muss hier jedoch noch verzichtet werden. Innen kann die Tür per Siri Shortcut oder Knopfdruck geöffnet werden. Vor dem Kauf muss man jedoch überlegen, welche Version man haben möchte oder braucht, denn eine mit allen Funktionalitäten und Smart Home Protokollen gibt es nicht. Die Bluetooth-only-Variante ist mit gut 150 Euro die günstigste, Bluetooth plus Zigbee kosten gut 180 Euro und Apple HomeKit oder Bluetooth und Z-Wave sind für rund 200 Euro zu haben.

© Locumi Labs GmbH / Das Nello One ist eine Smartlock Speziallösung für Mehrfamilienhäuser.

Nello One: das Smartlock für Mehrfamilienhäuser und AirBnB-Anbieter

Wie die weiter oben benannte Nuki Box ist auch das Nello One des deutschen Unternehmens Locumi Labs GmbH für Mehrfamilienhäuser konzipiert. Während das klassische Smartlock eher für Eigentumswohnungen und Häuser geeignet ist, sind diese als Nachrüstung für die Gegensprechanlage von Mehrfamilienhäusern gedacht. Es handelt sich also um eine kleine Box, die mit der Gegensprechanlage verkabelt wird. Das kann durchaus kompliziert sein und einen Fachmann erfordern. Das Öffnen kann über mehrere Wege erfolgen: per Smartphone-App, per Alexa-Sprachsteuerung, automatisch per Standortbestimmung des Smartphones oder als Reaktion aufs Klingeln nach einem vorher festgelegten Zeitfenster. Dabei muss man keine Angst haben, dass die Tür sich immer beim Klingeln öffnet, selbst wenn man im Urlaub ist, denn das funktioniert natürlich nur, wenn das eigene Smartphone in der Nähe ist. Es ergibt jedoch Sinn, wenn man etwa eine laute Party feiert, das Türklingeln eventuell überhören könnte, und für den Abend der Party die Tür automatisch öffnen lässt. Schade nur, dass man darüber nicht auch gleich die Gegensprechanlage bedienen kann. Die UVP für das Mehrfamilienhaus-Smartlock liegt bei rund 150 Euro.

Somfy Smartes Türschloss: ideal für viele verschiedene Zugangsarten

Das smarte Türschloss von Somfy verfügt über zwei separate Einheiten: die Smartlock-Einheit wird im Inneren montiert und ist für das Öffnen und Schließen per Smartphone oder Schlüssel zuständig. Optional kann außen in Türnähe ein sogenannter Badge Reader positioniert werden, um den Zugang zu steuern: Der Zugang kann beim Somfy smarten Türschloss neben der App auch per RFID-Ausweis, ein verschlüsseltes Armband, eine Magnetkarte, einen auf dem Zahlenfeld einzugebenden Code oder halt per Türschlüssel erfolgen. Die Berechtigungen können für eine vorgegebene Zeit vergeben werden, um etwa der Nachbarin zwei Wochen lang das Blumengießen oder der Putzfrau immer montags die Türöffnung zu ermöglichen. Als Verschlüsselungstechnologie bei diesem Bluetooth-Smartlock verwendet Hersteller Somfy laut eigenen Angaben die hohen Sicherheitsstandards, die bei Bankkarten zum Einsatz kommen. Auch dieses Smartlock ist batteriebetrieben und damit bei Stromausfall weiterhin funktionsfähig. Als App kommt die eigene Lösung Tahoma zum Einsatz, mit der mehr als 100 andere Somfy Smart Home Komponenten verknüpft werden können. Das smarte Türschloss ist für normale oder breitere Türdicken erhältlich und jeweils als reine Bluetooth-Variante für rund 350 Euro oder als Version inklusive Gateway für den Fernzugriff für knapp 450 Euro zu haben.

© Elgato / Das Eve Lock ist eine Lösung, die Eve-typisch ganz auf Apple-Nutzer zugeschnitten ist.

Eve Lock: das Smartlock für Apple-User

Um Elgato kommt man im Smart Home Bereich fast nicht vorbei, wenn man komplett auf das Apfeluniversum setzt. Neben vielen anderen typischen Smart Home Komponenten wie intelligenten Thermostaten, Fenstersensoren, Rauchmeldern etc. steht in Bälde auch ein Smartlock im Portfolio des Münchener Unternehmens: das Eve Lock. Es wurde mit den Spezialisten entwickelt, die sich auch für die Yale Smartlocks verantwortlich zeichnen. Viel ist bisher noch nicht bekannt, aber es soll über iPhone-Ortung die Tür automatisch öffnen und verriegeln statt nur zuzuziehen, so bleibt laut Hersteller der Versicherungsschutz gewährleistet. Es wird über die Eve App steuerbar sein, auf Siri Sprachbefehle reagieren und natürlich HomeKit-kompatibel sein. Als Funkstandard kommt Bluetooth zum Einsatz. Es arbeitet stromunabhängig per eingebautem Akku, wird einfach montierbar sein und lässt sich von unterwegs steuern. Ein Preis ist noch nicht bekannt.

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