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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Clevere Fertighäuser

Ein vernetztes Zuhause von der Stange – gibt es das?

Wer baut, sollte in eine moderne Ausstattung investieren. Können Fertighausanbieter mit Smart-Home-Technik aufwarten?

Wberhaus

© 2016 WeberHaus GmbH & Co KG

Um gleich mal mit einem Vorurteil aufzuräumen: Das Fertighaus ist heute keineswegs mehr das „Haus von der Stange“, wie man es vor Jahrzehnten noch kannte. Und es besteht auch nicht unbedingt aus normierten Platten, die vom Fließband auf den Laster geladen und auf das Baugrundstück gebracht werden. Heute ist auch beim Fertighausbau Individualität Trumpf. Und darum sind laut Deutschem Bundesverband Fertigbau e.V. mittlerweile über 60 Prozent aller Fertighäuser an die Wünsche der Bauherren angepasst. Maßkonfektion sozusagen. Dass das Stichwort „Smart Home“ von angehenden Hausbesitzern immer häufiger nachgefragt wird, spiegelt auch die Angebotspalette der Hersteller deutlich wider. Es gibt kaum eine Anbieter-Webseite, die das Stichwort nicht aufgreift und keine Häuser anbietet, die nicht zumindest schon „Smart-Home-ready“ sind. Das ist sinnvoll, denn die Technik nachträglich einzubauen, kostet unnötig viel Zeit und Geld. Smart-wohnen.de hat genauer nachgeschaut, was die Häuslebauer im Einzelnen zu bieten haben. 

Bau eines Fertighauses

Schwabenhaus – EnOcean-Technologie standardmäßig integriert

Wer ein Fertighaus vom Anbieter Schwabenhaus kauft, erwirbt die Grundausrüstung für ein Smart Home gleich mit. Der Anbieter aus Heringen (Werra) verbaut in seinem „Smart Home-Basispaket für ein Haussteuerungssystem“ die cleveren Komponenten der Allianz EnOcean. Das Besondere daran ist, dass EnOcean-Bausteine keine Batterien brauchen. Sie beziehen das bisschen Strom, das sie benötigen, aus Bewegung, Licht oder Temperaturunterschieden im Raum und sollen daher jahrzehntelang wartungsfrei funktionieren. Heizungs- und Lichtsteuerung, Verbrauchsanalysen, Multimedia – alles lässt sich später nachrüsten. Und die Optionen sind immens, da EnOcean in der EnOcean-Allianz mit rund 380 verschiedenen Anbietern kooperiert. Die Steuerung kann entweder nur lokal per Fernbedienung oder auch aus der Ferne erfolgen – dazu müssen dann aber ein passender Router (z. B. von „wibutler“ für rund 600 Euro) und die dazugehörige wibutler-App (Apple iOS und Android) installiert werden.

Homeserver wibutler

Viebrockhaus – akkurate Planung vor Ort im Musterhaus

Laut Hersteller ist „in Deutschland einzigartig“, was Viebrockhaus seinen Kunden anbietet: Bei einer „Elektro-Bemusterung“ in einem neu eingerichteten Musterhaus in Bad Fallingbostel (nördlich von Hannover) lässt sich minutiös planen, was der angehende Bauherr gerne hätte und wo es eingebaut wird – bis hinunter zum einzelnen Schalter und zur Steckdose. Mithilfe des Grundrisses des Hauses kann der Kunde mit einem Berater entscheiden, welche elektronische Schließtechnik sowie Außen- und Innenüberwachung gewünscht ist. So wird gemeinsam ermittelt, welche Datentechnik erforderlich ist, um die Vernetzung im ganzen Haus zu ermöglichen. Dabei wird gleich kalkuliert, was der Spaß am Ende kosten wird. Anschließend kann der ausführende Fachbetrieb beauftragt werden.

Bien-Zenker – umfangreiches Angebot

Das hessische Unternehmen Bien-Zenker ist einer der größten Anbieter von Fertighäusern in Deutschland. Den Begriff „Smart Home“ scheinen die Hessen nicht zu schätzen, aber ihr Angebot an „Komfort-Haustechnik“ kann sich sehen lassen. Das Anbieter-eigene Steuerungssystem „Haus-Manager“ bietet Energie-Management und Haussteuerung, die sich per Smartphone oder Tablet regeln lassen. Die dazugehörige App erlaubt es, den Energieverbrauch zu überwachen und überdies Lüftung, Jalousien, Licht, Alarm- und Photovoltaik-Anlage auch aus der Ferne zu bedienen.

Richtig energieeffizient soll das Haus durch die Ausstattung mit „Green Energy“-Produkten von Bien-Zenker werden. Die Angebotspalette geht bis hin zur Lithium-Polymer-Sonnenbatterie, die den von der Dach-Solaranlage produzierten Strom speichert und ihn auch in Stunden ohne Sonne der Haustechnik oder der – ebenfalls bestellbaren – E-Mobil-Ladestation zur Verfügung stellt. Nur wohnen muss man noch selbst.

Weberhaus – Logik und Ästhetik

„WeberLogic“ heißt die Haussteuerung beim Anbieter Weberhaus. Wie bei Schwabenhaus steht dahinter die kabellose EnOcean-Funktechnologie. Zu den Anwendungen, die Weberhaus dafür anbietet, gehören eine automatisierte, energiesparende Temperaturregelung, das Sonnenlicht-abhängige Öffnen und Schließen von Außen- und Innenjalousien sowie eine fein abstimmbare Regulierung der Beleuchtung. Dass smarte Haustechnik auch richtig gut aussehen kann, demonstriert das 2015 errichtete Musterhaus „Balance 250“: Die Solarpanels sind – kaum von außen sichtbar – im Dach integriert. Das mit allen Schikanen ausgestattete Musterhaus lässt sich in Mannheim besichtigen. 

Tablet mit Weberhaus-App zeigt, dass ein Mann vor der Tür steht

Okal smartes Haus ohne Aufpreis

Wird ein Fertighaus durch die Integration von Smart Home-Technik viel teurer? Nicht unbedingt: Der Hersteller Okal stattet zum Beispiel alle seine Häuser ohne Aufpreis mit dem System myGekko aus. Das System ist dabei flexibel, denn es „spricht“ laut Hersteller die Sprachen aller wichtigen Netzwerkstandards, darunter Modbus, EnOcean oder auch das kabelgebundene KNX. Es kann Bose-Multiraum-Audiosysteme steuern und sogar Komponenten mit der professionellen Gebäudesteuerungs-Schnittstelle BacNet ansprechen. Vorteile für den Käufer: Zukunfts- und Investitionssicherheit. 

Fazit

Es kann sich finanziell lohnen, Smart-Home-Technik gleich bei der Planung eines eigenen Hauses einzuplanen. Die deutschen Fertighausanbieter haben den Trend erkannt und bieten bereits ausbaufähige Lösungen auf etablierten Basistechnologien an. Wie smart das eigene Haus dann werden soll, kann der Bauherr selbst entscheiden.

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