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Title: Haushalt
Smart Home Basics

Endlich smart: Do's und Don'ts der Hausautomatisierung

Wie soll man mit der Hausautomatisierung anfangen? Auf was muss man achten? Hier die vier wichtigsten Do's & Don'ts.

© pixabay

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Schon seit Jahren werden nicht unsere Smartphones, sondern auch unsere eigenen vier Wände immer intelligenter. Kein Wunder, dass das Thema Smart Home immer mehr Menschen in seinen Bann zieht. Wie aber soll man mit der Hausautomatisierung anfangen? Kann man wirklich alles smart machen? Und wie geht es dann weiter? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen habe ich in den folgenden vier Do's und Don'ts der Hausautomatisierung auf den Punkt gebracht.

1) Gute Vorbereitung ist alles

Wie bei kaum einem anderen Hobby ist im Smart Home nicht nur der Familienvater, sondern gleich die gesamte Familie von der technischen Liebhaberei betroffen. Ergibt es also wirklich Sinn, das Licht künftig nur noch per Handy steuern zu können? Vor allem, wenn man mit Kindern oder älteren Menschen eine Bleibe teilt? Wohl kaum. Jedes Smart Home braucht ein solides Fundament, auf dem es aufsetzen kann - und mit dem sich alle Familienmitglieder wohlfühlen können. Bevor es also wirklich daran geht, etwaige Gerätschaften anzuschaffen, sollte man sich die Frage stellen: was möchte ich eigentlich intelligent machen? Das Licht oder auch die Heizung? Soll das Smart Home auch Sicherheitsaufgaben übernehmen? Soll es auch per Sprache steuerbar sein – oder von unterwegs? An diesen Fragen entscheidet sich auch, welches System man sich am Ende anschafft.

© Philips / Smarte Geräte sollten weitehrin lokal bedienbar sein, nicht nur via App.

2) Das Zuhause Schritt für Schritt intelligent machen

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Anstatt sich also dem gesamten Haushalt gleichzeitig zu widmen, sollte man erst einmal Raum für Raum vorgehen. Das hat den Vorteil, dass man mit jedem Raum nicht nur sicherer im Umgang mit seiner smarten Technik wird. Wir lernen auch unsere eigenen Bedürfnisse in Sachen Automatisierung immer besser kennen.

Ein Raum, der sich schnell intelligent aufrüsten lässt und von dem auch die anderen Familienmitglieder schnell zu überzeugen sind, ist das Badezimmer. Wer möchte morgens schon in einem kalten Bad stehen? Wäre es nicht viel komfortabler, die Heizung würde eine halbe Stunde vor Betreten schon hochfahren? Mittels Heizkörperthermostat erhöht sich der Komfort im Bad enorm. Doch so richtig smart ist das noch nicht. Wie wäre es, wenn das Heizkörperthermostat mit einem Tür-/Fensterkontakt verbunden wird und so automatisch die Heizung herunterregelt, sobald das Fenster geöffnet wird? Das ist nicht nur komfortabel, es spart auch Energiekosten. Ein ähnliches System ließe sich später auch im Wohnzimmer schnell nachrüsten.

© Elgato / Raum für Raum smart machen – das Badezimmer birgt viel Komfortpotential.

3) Zu viele batteriebetriebene Geräte

Unser Beispiel birgt indes bereits eine Falle: bei Heizkörperthermostat und Tür-/Fensterkontakt handelt es sich jeweils um batteriebetriebene Geräte. Während diese vor allem als Nachrüstlösung hervorragend geeignet sind, braucht jedes Netz aber auch Aktoren, die ihrerseits fest mit Strom versorgt werden. Man denke hier beispielsweise an die ebenfalls beliebten Zwischenstecker. Diese dienen oft genug als Repeater, also als Signalverstärker und sorgen derart für eine optimale Funkversorgung des gesamten Smart Homes (Thema Mesh-Networking). Auch wenn die Batterielaufzeiten moderner Smart Home-Geräte mittlerweile beachtlich sind, hat doch niemand wirklich Lust, regelmäßig neue Batterie kaufen und einsetzen zu müssen, oder?

© NoDon / Stromversorgte Geräte haben den positiven Nebeneffekt als Reichweitenverstärker im Z-Wave Netzwerk.

4) Die Grenzen proprietärer Systeme

Ein Beispiel: viele von uns haben sie bereits in den eigenen vier Wänden und verwenden sie just in genau diesem Moment. Die Rede ist von der FRITZ!Box. Gemäß dem alten Motto: „Schuster, bleib bei Deinen Leisten“ bietet AVM hier ein Smart Home-System auf Basis von FRITZ!Box und DECT an. Letzteres ist ein internationaler Standard für Telekommunikation via Funk, besonders für Schnurlostelefone. Erste Automationen sind dank DECT-basierter Zwischenstecker und Thermostate natürlich möglich, die Anschaffung eines Smart Home Gateway entfällt, aber: noch ist das Geräteportfolio recht überschaubar. Hier kommt man schnell an die Grenzen des DECT-Systems, denn diese Geräte sind nicht interoperabel. Sie lassen sich also nicht gemeinsam mit DECT-Geräten anderer Hersteller nutzen. Gleiches gilt auch für Produkte proprietärer Systeme wie das von Homematic, Somfy oder DuoFern von Rademacher – um nur einige Beispiele proprietärer Funksysteme zu nennen.

© AVM bietet eine Auswahl an smarten Geräten – ist jedoch nicht mit anderen Herstellern erweiterbar.

Und: Was passiert, wenn ein Hersteller plötzlich entscheidet, ein bereits bestehendes System nicht weiter zu unterstützen? Dann wird man auf kurz oder lang ebenfalls umsteigen müssen – finanzielle Mehrkosten inklusive. Hier können offene und herstellerunabhängige Funkstandards wie Z-Wave Abhilfe schaffen. Dann steht auch langfristig dem eigenen Smart Home nichts mehr im Wege.

Der Weg zu einem komfortablen, sicheren und vor allem kostensenkenden Smart Home ist im Grunde ganz einfach. Vorausgesetzt, man geht ihn Schritt für Schritt, Raum für Raum. Es ist nunmal noch kein Meister vom Himmel gefallen. Der wohl wichtigste Schritt hin zum smarten Zuhause ist natürlich die Entscheidung für ein System. Übrigens: Wer sich hier auch in Zukunft  alle Türen offen halten möchte, kann sich genauso gut auch für funk- und systemübergreifende Lösungen wie die Zipabox oder Homee oder entscheiden. Hier lassen sich Funksysteme, u.a. die Funktechnologien Z-Wave und ZigBee (wird u.a. von IKEA genutzt) sowie EnOcean in einem System, modular miteinander vereinen.

Na, dann kann das Smart Home ja kommen, oder?

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