Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Smart-Home-System für Designliebhaber

Fibaro Home Center 2 und Home Center Lite

Das auf Z-Wave basierende Smart-Home-System von Fibaro zeigt viel Liebe zum Detail.

Collage: Brian Jackson / Fotolia.com; Fibaro

Collage: Brian Jackson / Fotolia.com; Fibaro

Die polnische Fibar Group bietet mit „Fibaro“ das wohl schönste Smart-Home-System an. Sowohl die Basisstationen „Home Center 2“ (um 500 Euro) und „Home Center Lite“ (um 210 Euro) als auch die von dem Hersteller angebotenen Sensoren und Aktoren sprechen vor allem designaffine Käufer an. Gleichzeitig erlaubt das System viele Einstell- und Programmieroptionen. Und da Fibaro auf dem verbreiteten Smart-Home-Funkstandard Z-Wave basiert, arbeitet es auch mit Z-Wave-Komponenten anderer Hersteller zusammen – und davon gibt es auf dem Markt mittlerweile weit über 1.000.

Die Basisstation „Home Center 2“ enthält einen Linux-Rechner und will per Ethernet-Kabel mit dem Internet-Router beziehungsweise Heimnetzwerk verbunden werden. WLAN unterstützt die Basis nicht, die große Antenne auf der Rückseite ist ausschließlich für den Z-Wave-Funk ausgelegt. Die Anschlusskabel für Strom und Netzwerk lassen sich durch eine abschraubbare Metallplatte so verlegen, dass sie von vorn auf jeden Fall unsichtbar bleiben. Auf der Frontseite informieren insgesamt acht LEDs über Betriebszustände, Zugriffe, laufende Updates und ähnliches.

© Fibaro / Das Home Cenber 2 bietet mittels Audiogateway die Möglichkeit zur Sprachsteuerung.

Das günstigere „Home Center Light“ ist deutlich kleiner, besitzt statt des Metallgehäuses der großen Basis nur ein Kunststoffgehäuse und beschränkt sich auf 5 LEDs. Abgesehen von etwas geringerer Rechenleistung besteht der größte Unterschied darin, dass das im „Home Center 2“eingebaute Audiogateway fehlt. Damit entfällt die Möglichkeit zur Sprachsteuerung. Außerdem wurde die leistungsfähige Scriptsprache Lua (portugiesisch für „Mond“) gestrichen, mit der ambitionierte Nutzer komplexere Szenarien programmieren können. Für durchschnittliche Smart-Home-Ansprüche reicht aber auf jeden Fall auch die Lite-Version. Dieses gibt es optional auch als „Starter Kit“ im Paket mit je einem Schalt-Zwischenstecker, einem Tür-/Fensterkontakt, einem Rauchmelder und einem Wassersensor sowie einem Bewegungsmelder.

© Fibaro / Für durchschnittliche Smart-Home-Ansprüche reicht das Home Center Lite gut aus.

Umfangreiches Angebot an Aktoren und Sensoren

Die Liebe zu Details und Design zeigt sich etwa daran, dass Fibaro seine Tür-/Fenster-Sensoren in insgesamt sieben Farben anbietet – neben Schwarz und Weiß auch in Grau, Beige und drei Brauntönen. So sollten die Sensoren unauffällig zu jedem Tür- oder Fensterrahmen passen. Eine weitere clevere Option: Auf Wunsch lassen sich die Tür-/Fenstersensoren mit einem separaten Temperatursensor aufrüsten. Dann melden sie auch gleich die Raumtemperatur an die Basisstation, was etwa zur Heizungs- oder Lüftungssteuerung nützlich ist.

© Fibaro / Die Tür- und Fenstersensoren sollten dank der Farbauswahl zu vielen Tür- und Fensterrahmen passen.

Der Schalt-Zwischenstecker erfasst gleichzeitig auch den Stromverbrauch angeschlossener Geräte und kann auf Wunsch über einen farbigen LED-Ring anzeigen, ob der Verbrauch bescheiden (blau bis grün), mittel (gelb bis orange) oder hoch (rot bis violett) ausfällt. Natürlich lässt sich der Verbrauch auch übersichtlich auf der Fibaro-Bedienoberfläche oder den für iOS und Android erhältlichen Fibaro-Apps ersehen.

© Fibaro / Wie viel Strom verbrauche ich gerade? Der Schalt-Zwischenstecker weiß es!

Über die genannten Elemente hinaus bietet Fibaro auch noch Einbau-Z-Wave-Elemente wie einen Unterputz-Einsatz für Schalterdosen, ein Unterputz-Relais, einen Dimmer, oder einen RGBW-Controller an. An letzterem lassen sich LED-Leisten oder -Elemente in den Grundfarben Rot, Grün, Blau und Weiß anschließen. Dann können Fibaro-Nutzer per Web-Oberfläche oder App-Fernbedienung im zugeordneten Raum eine beliebige Lichtfarbe und -intensität erzeugen.

Durchdachte Einrichtung und Programmierung

Die Ersteinrichtung erfolgt bei beiden Basisstation-Varianten auf jeden Fall über eine Weboberfläche, die in insgesamt 17 Sprachen zur Verfügung steht – darunter Deutsch, Englisch und Französisch sowie viele weitere wie Polnisch, Russisch oder Chinesisch.

Als ersten Schritt definiert der Fibaro-Nutzer Stockwerke oder „Bereiche“ (wie „Garage“, „Balkon“ oder „Garten“) sowie Räume seines Heims. Hier lassen sich später Z-Wave-Sensoren und -Aktoren zuordnen.

Im nächsten Schritt fügt man den Räumen oder Bereichen dann Module beziehungsweise Z-Wave-Geräte hinzu. Neben den hauseigenen Geräten unterstützt das Fibaro-System auch Module mit Funktionen, die Fibaro selbst noch gar nicht anbietet – etwa Wandtaster, Heizungs-Temperaturregler, Rollo- oder Garagentor-Antriebe. Eine nützliche Besonderheit ist zudem die in der Software berücksichtigte Unterstützung von Kombigeräten wie beispielsweise Multisensoren, die etwa Bewegungsmelder, Temperatur-, Luftfeuchtigkeits- und Helligkeits-Sensor kombinieren.

Neben Z-Wave-Komponenten kann man auch IP-Kameras an der Basis anmelden, deren Signal dann über die Fibaro-Oberfläche angezeigt werden kann. Ist die Kamera mit einem Bewegungsmelder ausgestattet, lässt sich auch dieser von der Software auswerten. Über sogenannte virtuelle Module lassen sich zudem weitere IP-basierte Elemente wie etwa Lichtsteuerungen integrieren.

Über seinen eigenen Server bietet Fibaro einen Remote-Zugang zum eigenen Home Center, das sich wahlweise über dieselbe Web-Oberfläche wie beim lokalen Zugang, über eine stark vereinfachte Fernzugangs-Oberfläche oder per App für iPad, iPhone oder Android-Geräte bedienen lässt. Die Verbindung zwischen dem lokalen Home Center 2 und dem Fibaro-Server stellt das Gerät dabei selbstständig her – man braucht also keinen DynDNS-Dienst oder ähnliche Hilfskonstruktionen.

Mit der objektorientierten Skriptprogrammiersprache Lua lassen sich beliebige Zusammenhänge zwischen Eingangssignalen oder -werten (etwa ein Schaltvorgang, ein ausgelöster Sensor, Uhrzeiten oder die GPS-Position eines Smartphones oder Tablets mit Fibaro-App) und daraus resultierenden Schalt- und Regelvorgängen herstellen. Diese Skriptsprache ist sehr mächtig, erfordert allerdings ein wenig Einarbeitung und Experimentierfreude.

Innovative Gestensteuerung mit „Swipe“

Zu den jüngsten Neuheiten im Fibaro-Sortiment zählt das für rund 150 Euro angebotene drahtlose Control-Pad „Swipe“. Um sich optisch in die Wohnumgebung einzufügen, kann das Pad wie ein Bilderrahmen mit einem Foto bestückt werden – über ein Display verfügt das 13 x 18 cm große Gerät nicht. Dafür erkennt der eingebaute Sensor sechs unterschiedliche Handgesten – hoch, runter, links, rechts, kreisen nach links und kreisen nach rechts. Diesen „Moves“ lassen sich dann Funktionen wie das Ein- oder Ausschalten von Geräten, Auf- oder Abdimmen von Licht, Lauter- und Leiserstellen von Audiogeräten und ähnliches mehr zuordnen. Pieptöne bestätigen, ob die vom Anwender gewünschte Geste erkannt wurde.

© Fibaro / Mit "Swipe" lässt sich das Smart Home über Gesten steuern.

Das innovative Pad gibt es wahlweise in den Farben Schwarz oder Weiß. Für seine Energieversorgung sorgen vier AA-Batterien oder eine externe Stromzuführung per Micro-USB-Kabel. Die verwendete Sensortechnik funktioniert sogar durch Holzplatten, sodass das Gerät auf Wunsch auch völlig versteckt montiert werden kann.

Andere Artikel mit Themen: Smart Home, Fibaro, Vernetzung

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei Media Markt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück