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Versteckte Einstellmöglichkeiten

Fritzbox-Ratgeber: Tipps zu erweiterten Funktionen

Viele Funktionen blendet die FRITZ!Box standardmäßig aus. Wir zeigen wie man einfach WLAN und Internet optimiert, Geräte priorisiert und Kinder sicher surfen.

So holt man das Optimum aus der Fritzbox

©AVM

Die Fritzbox des Berliner Unternehmens AVM ist mit einem Marktanteil von mehr als 50% der Router in Deutschland. Spricht man in Deutschland von einem Router, meint man in der Regel die Fritzbox. Wer seine neue Fritzbox auspackt, erhält ein Plug-And-Play-Gerät, das nach dem korrekten Einstecken aller Kabel prinzipiell out-of-the-box funktioniert.

Die Bedieneroberfläche jeder Fritzbox lässt sich komfortabel im Browser nach Eingabe von „fritz.box“ oder http://192.168.178.1 in der Adresszeile starten. Für die meisten Anwender werden die dort möglichen Standard-Einstellungen und vor allem der Einrichtungsassistent ausreichen, doch wer das Optimum aus seiner Fritzbox herausholen möchte, für den hält AVM die so genannte „erweiterte Ansicht“ bereit, die nochmals eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten bietet.

©AVM / Die erweiterte Ansicht ist der Schlüssel zu den versteckten Funktionen.

Die erweiterte Ansicht der FRITZ!box freischalten

Die zusätzlichen Einstellungen der Fritzbox sind sprichwörtlich nur einen Klick entfernt. Entweder klickt man links unten nach dem Anmelden auf der Bedieneroberfläche im Browser auf „Ansicht: Standard“ und sieht sofort, dass sich diese in „Ansicht: Erweitert“ ändert, oder schiebt ab FRITZ!OS 06.50 im Scrollmenü rechts oben (erreichbar über die 3 Punkte) den Schieberegler neben „Erweiterte Ansicht“ nach rechts, bis dieser grün ist. Für beide Varianten gilt: Erst einmal tut sich oberflächlich scheinbar nichts. Doch der Vorteil steckt im Detail. Viele neue Funktionen sind tief versteckt. Wichtig für die Nutzung aller Funktionen ist das regelmäßige Updaten der Firmware der Fritzbox, dem FRITZ!OS.

Hier kommen unsere Top 5 Tweaks für Ihre Fritzbox:

1. WLAN beschleunigen

Im Menü „WLAN/Funkkanal“ findet man unter „Weitere Einstellungen“ die Option „WLAN-Koexistenz aktiv“, mit der die Fritzbox die Kanalbandbreite automatisch an die Umgebung anpasst. Hintergrund: Das WLAN arbeitet auf dem 20-MHz- und 40-MHz-Kanal, letzterer kann theoretisch Daten doppelt so schnell transportieren. Findet die Fritzbox jedoch andere Netzwerke in der Nachbarschaft, reduziert sie automatisch die Bandbreite auf 20 MHz.

©Screenshot / Dank WLAN-Koexistenz kann die Datengeschwindigkeit deutlich erhöht werden.

Das Entfernen des Häkchens sorgt dafür, dass man praktisch mit doppelter Geschwindigkeit im WLAN unterwegs ist. Aber Vorsicht: Wenn in der Nachbarschaft dauerhaft viele weitere Funknetze aktiv sind, sollten der Haken lieber freibleiben, da es ansonsten zu einer unstabilen Verbindung kommen kann.

 

2. Geräte priorisieren

Unter „Internet/Filter“ finden gibt es die Registerkarte „Priorisierung“. Hier eingetragene Geräte oder Anwendungen werden von der Fritzbox ab sofort bevorzugt mit Bandbreite bedient anstatt sich diese gleichmäßig mit allen angeschlossenen Geräten zu teilen. Das ist besonders bei IPTV ein großer Vorteil, da Aussetzer während des Fernsehens damit eingedämmt werden können. Klickt man bei „Echtzeitanwendungen“ auf „Neue Regel“ kann man aus der Liste die Geräte auswählen, die bevorzugt mit Daten versorgt werden sollen.

©Screenshot / Priorisierung: Vorfahrtsregelung für wichtige Geräte.

Unter „Priorisierte Anwendungen“ sollten die Geräte angeklickt werden, die eine schnelle Reaktionszeit benötigen, etwa Spielekonsolen. Und für die „Hintergrundanwendungen“ sind alle Programme oder Geräte prädestiniert, die auch mal mit weniger Bandbreite auskommen, etwa angeschlossene PCs mit hohem Downloadaufkommen für das Herunterladen von Filmen, Spielen oder ähnlichen.

3. Gastzugang aktivieren

Unter „Heimnetz/Heimnetzübersicht“ befindet sich der Reiter „Netzwerkeinstellungen“. Hier aktiviert man den „Gastzugang für LAN 4“ und schaffen damit eine Online-Verbindung für Besucher, die durch einen eingebauten Schutz jedoch den Zugriff auf das lokale Netz und die angeschlossenen Geräte unterbindet.

©Screenshot / Der Gastzugang schützt das Heimnetz, wenn Gäste surfen.

Komfortabler ist der Gastzugang per WLAN: Im Menü „WLAN“ findet man den Punkt „Gastzugang“, wo bequem alle notwendigen Einstellungen vorgenommen werden können, die Besuchern einen drahtlosen Zugang zum Internet erlauben. Mittels eines QR-Codes, den man ausdrucken kann, können sich Gäste zudem bequem und schnell mit ihrem Smartphone in das Heimnetzwerk einloggen.

4. Webseitenaufrufe optimieren

Wenn Webseiten sich nur langsam aufbauen oder gar nicht angezeigt werden, kann eine Änderung des Standard-DNS-Servers im Menü „Internet/Zugangsdaten“ auf dem Reiter „DNS-Server“ Abhilfe schaffen. Der DNS-Server wandelt den Namen einer Webseite in die dazugehörige IP-Adresse um, macht also beispielsweise smart-wohnen.de zu 194.233.193.119. Hier gibt es mehrere Anbieter, die sich in der Geschwindigkeit beim Umwandeln der alphanumerischen Inhalte in die dazugehörige IP-Adresse, der so genannten Ping-Zeit, deutlich unterscheiden.

©Screenshot / Alternative DNS-Server können das Surfen beschleunigen.

Eine schnelle und tagesaktuelle Wahl ist der DNS-Server von Google. Um diesen zu nutzen klickt man einfach auf „Andere DNSv4-Server verwenden:“ und gibt unter „Bevorzugter DNSv4-Server:“ viermal die Ziffer 8 ein, also „8.8.8.8“ (die Punkte sind bereits vorgegeben). Unter „Alternativer DNSv4-Server:“ trägt man zusätzlich „8.8.4.4“ ein. Unten auf „Übernehmen“ klicken und schon sollten sich Webseiten schneller aufrufen lassen.

5. Kinder absichern

Kinder sind oft unbedarft im Umgang mit dem Internet. Mit ein paar Klicks können sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Im Menü „Internet/Filter“ richten man im Reiter „Kindersicherung“ für jedes angeschlossene Gerät  ein eigenes Profil ein.

©Screenshot / Die Fritzbox kann pro Gerät den Zugang zum Internet reglementieren.

Dazu klickt man auf das Stift-Icon rechts neben dem gewünschten Gerät (zum Beispiel das Tablet des Kindes) und kann hier gezielt Zeiträume für die Internetnutzung festlegen, konkrete Internetseiten per Blacklist sperren oder nur für das Kind erreichbare Webseiten per Whitelist erlauben, jugendgefährdende Seiten sperren und den Zugriff auf BitTorrent-Netzwerke und ähnliche oftmals illegale Downloadportale verhindern, indem im Reiter „Netzwerkanwendung sperren:“ die Option „alles außer Surfen und Mailen“ eingestellt wird.

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