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Besserer WLAN-Empfang

Fünf geniale Tipps für mehr WLAN-Reichweite

Nicht überall ist das WLAN gleich stark. Mit simplen Lösungen lässt sich die Reichweite von Fritzbox und Co. erhöhen.

Fritzbox in einem Wohnzimmer

© AVM

Manchmal genügen schon zwei Betonwände zwischen Router und Computer – und die Internet-Geschwindigkeit geht rasant in den Keller. Schnell können Stahlgeländer, Computergehäuse, massive Betonmauern oder Fußbodenheizungen die WLAN-Signale dramatisch ausbremsen. Wer sich da nicht in der Nähe des WLAN-Routers befindet, empfängt im schlimmsten Fall gar nichts, oder aber die Daten trudeln nur im Schneckentempo ein.

Tipp 1: Router neu positionieren

Die höchste WLAN-Reichweite erreichen Router nur bei optimaler Platzierung. Häufig reicht es, den Standort des Routers nur ein wenig zu ändern, um den WLAN-Empfang spürbar zu verbessern. Ebenfalls wichtig:

  • Besser hoch als niedrig: Empfehlenswert ist ein Standort an einer möglichst exponierten Stelle. Eine Fritzbox beispielsweise wird idealerweise in Brusthöhe an der Wand angebracht, denn hier stören meist keine anderen Geräte mit elektromagnetischer Strahlung (DECT-Telefon, Computer) das Signal.
  • Falls das nicht möglich ist: Die Platzierung direkt neben Metallgegenständen, Lautsprechern und elektrischen Geräten, die das Funksignal abschirmen könnten, ist zu vermeiden.
  • Antennenausrichtung: Manchmal verbessert schon ein leichtes Drehen der Antennen (nicht bei allen Routern möglich) den Empfang. Schließlich strahlen die Antennen nicht in Richtung der Antennenspitzen, sondern im 90-Grad-Winkel.  

Tipp 2: Störeinflüsse minimieren

Neben dem Router gibt es in den eigenen vier Wänden eine ganze Reihe weiterer Geräte, die elektromagnetische Wellen aussenden und die Funkverbindung stören. Wichtig daher: In unmittelbarer Nähe des Routers keine Funktelefone mit Basisstation aufstellen. Selbst ein neben dem Router abgelegtes Tablet oder ein Smartphone kann die WLAN-Reichweite einschränken. Auch Internetradios sind tabu, genau wie Kleingeräte mit Bluetooth, eine Mikrowelle oder ein Babyfon. Kurzum: Alles was funkt, sollte man vom Router fernhalten.

Tipp 3: Anderen Funkkanal testen

Ärger bei WLAN-Verbindungen entsteht oft durch andere WLAN-Router oder funkende Geräte in der Nachbarschaft. Die Lösung kann ein anderer Funkkanal sein. Wie er umgestellt wird, zeigen wir am Beispiel der beliebten Fritzbox. (Bei anderen Router-Modellen funktioniert das ähnlich.)

So lassen sich störende Funksignale vermeiden: Zunächst gilt es, ins Router-Menü zu gelangen. Bei der Fritzbox muss man dazu http://fritz.box im Browser aufrufen und anschließend sein Router-Passwort eintippen. Die erforderlichen Einstellungen findet man nun unter „WLAN“ und „Funkkanal“. Daraufhin zeigt die Fritzbox eine Grafik mit den Funksignalen in der Umgebung an. Darüber lässt sich leicht erkennen, ob andere Router in der Nachbarschaft auf dem gleichen Kanal senden. Falls ja, sollte man testweise einen anderen, weniger frequentierten Kanal ausprobieren.

Fritzbox-Repeater

Tipp 4: Repeater: einfach und günstig

Wenn das WLAN in bestimmten Räumen schlappmacht, kann ein Repeater die mögliche Lösung sein. Dieses kleine Gerät verstärkt das Signal des Routers und vergrößert damit dessen Reichweite. Doch Repeater bieten gerade in großen Wohnungen und Häusern nicht immer das gewünschte Ergebnis. Denn wenn Router und Repeater weit voneinander entfernt sind und sich dazwischen noch mehrere Wände oder Decken befinden, bleibt vom WLAN-Signal nicht mehr viel übrig, das verstärkt werden kann. Wichtig daher: den Repeater nicht zu weit vom Router entfernt platzieren. Idealerweise wird er auf halber Strecke zwischen Endgerät und Router in eine Steckdose gesteckt. Repeater sind also immer dann eine gute Wahl, wenn der Abstand zwischen Repeater und Basisstation nicht zu groß ist.

Günstige WLAN-Repeater für 2,4 Gigahertz-Band und 300 Mbit/s gibt es bereits ab 15 Euro. Im Prinzip sind alle WLAN-Router und Repeater untereinander kompatibel. Nur wer einen neueren Router mit störungsfreier 5-GHz-Technik besitzt, muss auch einen passenden Repeater anschaffen.

Tipp 5: Powerline für größere Distanzen

Bei Powerline-Adaptern sinken die Datenraten über größere Entfernungen nicht ganz so rapide ab. Der Unterschied zu einem kabelbasierten LAN besteht in erster Linie darin, dass die Daten via Stromleitung von einem Raum zum nächsten gelangen. Die beiden benötigten Adapter, die mit dem Router beziehungsweise dem Computer verkabelt sind, werden jeweils in eine Steckdose gesteckt. Die Geräte wandeln dann die Datenströme in hochfrequente Signale um, die durch die Steckdose und durchs Stromkabel flitzen. Der Adapter am anderen Ende empfängt diese Daten und leitet sie per LAN-Kabel an PCs oder Spielekonsolen weiter. Es lässt sich mit Powerline aber auch die Reichweite des WLANs vergrößern, damit etwa auch iPad oder Notebook mit voller Geschwindigkeit surfen können. Dazu wird am zweiten Powerline-Empfänger kein Computer oder dergleichen, sondern entweder ein Access Point oder ein zweiter Router angeschlossen. Als Alternative gibt es auch Powerline-Adapter mit eingebautem Access Point; diese werden Powerline-WLAN-Adapter genannt. Powerline-Adapter-Sets gibt es ab rund 70 Euro.

Powerline-Adapter

Fazit

Nicht selten helfen schon Kleinigkeiten, um die WLAN-Reichweite zu verbessern. Und falls die keinen spürbaren Fortschritt bringen, lässt sich das Funknetzwerk günstig mit Zusatzgeräten aufrüsten. Nur als letzte Möglichkeit sollte ein neuer Router mit aktueller AC-Technik her. Die Anschaffung bringt in der Regel aber nur dann etwas, wenn der eigene Router noch mit veralteter N-Technik (150 oder 300 Mbps) arbeitet.

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