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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Mähroboter und Bewässerung

Gardena Smart System für den intelligenten Garten

Rasenpflege mit dem Smartphone. Per App steuert der Nutzer das Equipment für Beet, Rasen und Co. – auch von unterwegs.

Gardena Sileno aus der Reihe Smart Systems

© Gardena

Dass Smart-Home-Technik keineswegs bloß eine Spezialität von hippen Start-ups und innovativen IT-Firmen ist, zeigt das Traditionsunternehmen Gardena. Die Schwaben – bekannt für Rasenmäher, Heckenscheren, Wassersprinkler und Gartenzubehör aller Art – mischen nun mit auf dem Markt der drahtlosen und ferngesteuerten Heimtechnik. „Smart system“ heißt die neue Produktreihe der intelligenten Geräte für die Pflege von Rasenflächen und Blumenbeeten.

Das Smartphone mäht den Rasen

Aktuell bietet der Hersteller drei smarte Geräte an: Sensor, Bewässerungsregler und Mähroboter. Letzteren gibt es in zwei unterschiedlichen Versionen, die beide auf Knopfdruck in der Gardena-App oder nach Zeitplan selbstständig ihre Runden auf dem Grün drehen und die Grashalme auf die gewünschte Höhe stutzen. Ist der Rasen gemäht, fahren sie zurück zur Ladestation. Der Gardena smart Sileno (etwa 1.500 Euro) verfügt über einen Hinterradantrieb, der selbst Steigungen von bis zu 35 Prozent schaffen soll. Auch enge Korridore und komplexe Wege zwischen Teich und Blumenbeet sollen für ihn kein Problem sein. Dabei verrichtet er laut Hersteller seine Arbeit recht geräuscharm bei maximal 60 Dezibel. Das Modell ist für Rasenflächen bis 1.000 Quadratmeter geeignet. Den smart Sileno haben wir übrigens in einem separaten Artikel genauer unter die Lupe genommen.

Gardena Sileno

Für bis zu 1.300 Quadratmeter kommt der Gardena smart Sileno+ für rund 1.750 Euro zum Einsatz. Ansonsten unterscheidet sich das etwas teurere Modell nur noch in einer Funktion: Der Rasenmäher verfügt zusätzlich über die Fähigkeit, die Mähfrequenz automatisch an das Graswachstum anzupassen, so der Hersteller. Damit soll dieser Roboter seine Pflichten völlig autonom verrichten können.

Die Außenkanten der Rasenfläche und kleinere Hindernisse wie Büsche und Steine lassen sich mit dem Begrenzungsdraht oder Schleifen markieren, den Weg zur Station findet er auch in großen Gärten mithilfe des Suchdrahts zurück. Dieser leitet den Mähroboter aber auch von der Ladestation weg in einen entlegenen Teil des Gartens. Diese Drähte sorgen also für Orientierung; sie richtig zu verlegen, verlangt etwas Planungsarbeit, weil sie dauerhaft auf oder im Boden bleiben. Sich vorher eine Skizze zu machen, ist deshalb von Vorteil.

Die wenigen Kundenbewertungen, die im Netz schon zu finden sind, bestätigen vor allem den geringen Lärmpegel und die gründliche Mäharbeit selbst bei sehr unebenen Flächen – auch wenn der smart Sileno keinem festgelegten Schema, sondern ähnlich wie viele Putzroboter einem chaotischen Prinzip folgt. Beachten sollten Nutzer, dass der Sileno das Gras nicht auffängt, sondern die abgeschnittenen Halme einfach als Mulch auf dem Rasen liegen bleiben.

Auge und Fühler im Garten

Wirklich smart wird die Gartenarbeit aber erst in Verbindung mit dem Water Control (ca. 170 Euro) und dem Gardena smart Sensor (ca. 120 Euro). Diese Geräte kommunizieren nicht nur mit dem Smartphone des Besitzers, sondern auch untereinander. So misst der smart Sensor Außentemperatur, Lichtverhältnisse und Bodenfeuchtigkeit. Ist der Boden zu nass, fährt der Sileno nicht zum Mähen raus. Wie ein normaler Rasenmäher liefert er bei Regen einfach nicht so gute Ergebnisse wie bei trockenem Wetter. Man kann somit nicht nur Bewässerungs- und Mähzeiten problemlos aufeinander abstimmen, sondern auch aktuelle Witterungsbedingungen im Garten berücksichtigen. 

Das komplette Gardena Smart System

So weiß der Water Control, den man zwischen Wasserhahn und Schlauch klemmt, dass die Bewässerung bei Regen gerne ausfallen darf. Ist es hingegen zu warm oder trocken, reagiert er auf Wunsch selbstständig und verteilt das erfrischende Nass auf Rasen und Beet. Ob am Schlauchende nun ein Sprinkler-System für die großflächige Bewässerung oder ein Micro-Drip-System für die Blumenkästen hängt, ist dem Water Control dabei egal. Er kümmert sich um die Wasserversorgung und liefert die entsprechenden Daten an das Smartphone oder Tablet des Nutzers.

Smarter Garten nur mit eigenem Router

Grafik Vernetzung mit GardenaDie entsprechende App gibt es für die mobilen Betriebssysteme iOS und Android. Über das Gardena smart Gateway nimmt sie Kontakt zu Mähroboter, Sensor und Wasserkontrolle auf. Wie fast jedes Smart-Home-System muss man also auch hier noch eine zusätzliche Basisstation am WLAN-Router anschließen – entweder drahtlos oder per Netzwerkkabel.

Das Gateway und die smarten Gartenarbeiter kommunizieren untereinander nicht per WLAN, sondern nutzen eine Funkfrequenz von 868 MHz, die ebenfalls oft bei der Heimautomatisierung zum Einsatz kommt. Zum einen darf Gardena diese Frequenz kostenfrei nutzen, zum anderen durchdringt sie besser Wände als etwa die 2,4-GHz-Funkwellen eines WLAN-Routers. Das ist gerade hier wichtig, denn in der Regel steht das Gateway im Haus, während die smarten Rasenmäher & Co. draußen werkeln. Gardena verkauft die Geräte der Smart-system-Reihe einzeln oder in verschiedenen Sets. So gibt es etwa Sileno, Water Control, Sensor und Gateway zusammen für gute 1.850 Euro. Wer auf den Rasenmäher verzichtet, erhält die übrigen Gadgets im Set für rund 500 Euro.

Fazit

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch Gartengeräte smart werden. Mit Gardena steigt ein großer Name in den Markt der intelligenten Gartenhelfer ein. Das dürfte auch in diesem Bereich die Entwicklung ordentlich vorantreiben – und das Gärtnern selbst vom Sofa oder gar Urlaub aus erleichtern.

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