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Title: Haushalt
Smarter Mini-Lautsprecher von Google

Google Home Mini: Google Sprachassistent geschrumpft

Wie Amazon hat jetzt auch Google einen günstigen Smart Home Lautsprecher samt Sprachassistent am Start, Google Home Mini.

© Google / Google Home Mini ist der kleinste und günstigste Smart Home Lautsprecher von Google.

© Google / Google Home Mini ist der kleinste und günstigste Smart Home Lautsprecher von Google.

Wer wissen will, wie der Markt mit Smart Home Lautsprechern funktioniert, muss Amazon beobachten. Über die Echo-Lautsprecher-Familie flutet der Alexa Sprachassistent in Wohnungen und Häuser. Selbst Experten sind erstaunt, mit welcher Dynamik Amazon neue Geräte auf den Markt bringt. Die Konkurrenz aus Google Assistent, Siri von Apple und Microsoft Cortana hechelt hinterher und lässt sich von Amazons Strategie inspirieren. So hat Google zum Beispiel auch nach Google Home, dem direkten Konkurrenten von Amazon Echo jetzt auch Google Home Mini am Start. Der smarte Lautsprecher in Form eines Donuts tritt dabei gegen die kleine Dose Amazon Echo Dot an, ein spannendes Duell, denn die beiden sind die jeweils günstigsten Varianten zum Einstieg bei Smart Home Lautsprechern. Sie sind genauso clever wie ihre großen Geschwister Google Home und Amazon Echo, bieten aber keine so guten Lautsprecher.

© Google / Google Home Mini ist der günstigste Einstieg in die Welt der Smart Home Lautsprecher.

Google Home Mini, aber oho

Viel ist nicht dran an Google Home Mini. Die kleine Box hat nicht einmal einen Durchmesser von 10 cm und bringt keine 200 Gramm auf die Waage. Der Betrieb ist so einfach, wie man ihn von smarten Lautsprechern gewohnt ist: Stromkabel einstecken, App installieren (Android oder iOS) und los geht es. Gefunkt wird per WLAN und Bluetooth, zum Betrieb ist außerdem ein Google-Konto nötig. Während man Amazons Lautsprecher mit einem strengen "Alexa" anspricht, ist das Schlüsselwort bei Google Home Mini "Ok, Google". Hat der Lautsprecher verstanden, leuchten vier LED-Punkte auf der Oberseite, die übrigens Touch-Bedienung erlaubt, etwa um die Musk leiser zu machen. Wenn die LEDs blinken, sucht Google Assistant nach einer passenden Antwort. An der Rückseite gibt es einen Schieberegler, der Google Home Mini das Mikrofon abklemmt. Aktuell ist Google Home Mini in drei Farbvarianten erhältlich, Hellgrau, Schwarz und Rot oder wie es Google nennt Kreide, Karbon und Koralle.

© Google / Google Home Mini steuert auch Smart TVs.

Das kann Google Home Mini

Auch vom Funktionsumfang her ähneln sich Google Home Mini und Amazon Echo Dot und stehen den großen Brüdern nicht nach. Natürlich spielt Google Home Mini Musik ab, aber ein Klangwunder ist der Mini-Lautsprecher nicht. Google Play Music ist dabei die bevorzugte Quelle, aber auch Spotify oder Deezer werden unterstützt. Der eingebaute Google Assistant beantwortet Fragen, die man sonst mühsam googlen müsste oder erspart dem Nutzer den Aufruf einer Reihe von Smartphone-Apps, indem man zum Beispiel einfach nach dem Wetter oder der Fahrzeit fragen kann. Einkaufslisten führt Google Assistant auch per Sprachbefehl, dazu liest er Nachrichten der Tagesschau oder von n-tv vor. Google Home Mini steuert auch auf Zuruf das Smart Home. Hier arbeitet Google mit vielen Partnern zusammen, das Ökosystem ist aber noch deutlich kleiner als bei Amazon Alexa. Man kann zum Beispiel Hue-Lampen per Sprachbefehl steuern, den Smart TV einschalten oder für eine angenehme Raumtemperatur sorgen. Über Szenen lassen sich verschiedene Aktionen kombiniert starten. Ein "Ok, Google, gute Nacht" könnte zum Beispiel Licht und und Heizung abschalten und noch Entspannungsmusik starten.

© Google / Der Klang reicht nur für kleine Räume, per Bluetooth oder Klinkenanschluss lassen sich keine anderen Lautsprecher anbinden.

Google Home Mini vs. Amazon Echo Dot

Google und Amazon liefern mit Home Mini und Echo Dot zwei sehr ähnliche Geräte zum gleichen Preis ab. Doch es gibt ein paar Unterschiede im Detail: Google Home hat keinen 3,5mm-Klinkenanschluss, das bedeutet man kann den kleinen Lautsprecher nicht einfach per Kabel an einen Lautsprecher mit mehr Leistung anschließen. Auch die Verbindung mit Bluetooth-Lautsprechern klappt noch nicht, das ist ein großer Nachteil gegenüber dem Echo Dot. Google könnte hier aber einfach ein Firmware-Update nachliefern. Was mit Google Home Mini übrigens sehr gut klappt, ist eine Anbindung an Google Chromecast Geräte, die ohnehin an vielen Fernsehern oder Stereoanlagen hängen.

© Google / Google Home Mini ist genauso smart wie der große Bruder Google Home.

Was die Minis auszeichnet

Eine berechtigte Frage ist, warum es diese Mini-Lautsprecher überhaupt braucht, schließlich sind selbst die größeren Ausgaben von Google Home sowie Amazon Echo keine riesigen Geräte, sondern schlanke Lautsprecher und sie klingen besser. Ein wichtiger Punkt ist der Preis. Für 59 Euro ist Google Home Mini keine große Ausgabe und wird sicher öfter mal als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum landen. Weder für Google noch Amazon geht es in diesem Bereich darum, möglichst viele Euro mit der Hardware zu verdienen. Vielmehr geht es um Marktmacht, denn Stand heute sind Siri, Cortana, Google Assistent und Alexa getrennte Systeme. Wer im Smart Home zum Beispiel auf den Google Sprachassistenten setzt, ist erst Mal daran gebunden. Damit werden Google-Dienste genutzt und Partner-Geräte aus dem Ökosystem, etwa Smart Home Komponenten, die sich per Google Assistent steuern lassen. Für Nutzer ist es dann schon sehr aufwändig, den Sprachassistenten auszutauschen und etwa komplett zu Siri oder Alexa zu wechseln. Geräte wie Google Home Mini wird man auch nicht so oft in großen Wohnzimmern oder offenen Ess-Wohnbereichen antreffen, dafür sind sie zu klein. Sie erfüllen aber eine andere Aufgabe und die ist noch wichtiger: Will man ein Haus komplett mit Sprachassistenten abdecken, kommt man schnell auf fünf oder mehr smarte Lautsprecher, das geht ins Geld. Ein Google Home Mini oder Amazon Echo Dot macht sich gut im Bad, im Flur, in einer kleinen Küche oder in der Studentenbude.

Sprachassistenten erst am Anfang

Was heute schon mit Sprachassistenten geht, ist nützlich, aber die Entwicklung von Siri, Cortana, Google Assistant und Alexa steht erst am Anfang. Die Assistenten müssen Sprachbefehle auf jeden Fall noch besser verstehen. Wer heute nicht deutlich redet oder einen Filmtitel nicht korrekt ausspricht, löst beim Sprachassistenten nur virtuelles Schulterzucken aus. Auch das Kontextverständnis ist wichtig, wenn Siri, Google Assistant & Co. irgendwann mal so schlau wie ein echter Butler sein wollen. Den Rest erledigen Skills, über die man zum Beispiel andere Smart Home Geräte anbinden kann. In ein paar Jahren könnte es undenkbar sein, ein neues Gerät für den Haushalt ohne Unterstützung für Google Home oder Amazon Alexa auszuliefern. 

Fazit

Google Home Mini hat die gleichen Funktionen wie sein großer Bruder Google Home, klingt aber nicht so gut. Im Vergleich zu Amazon Echo Dot liegt Google Home Mini noch etwas zurück, aber Google holt auf. So oder so ein sehr günstiger Einstieg in die Welt der Lautsprecher mit Sprachassistenten.

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