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Google sucht den Super-Sensor

Können Geräte bald ohne Aufwand ins Smart Home integriert werden? Angeblich finanziert Google ein Multi-Sensor-Forschungsprojekt der Carnegie Mellon Universität.

© Gierad Laput

© Gierad Laput

Die Gerüchteküche brodelt: Sichert sich der Internetriese Google einen Multi-Sensor für Google Home? An der Universität Carnegie Mellon entwickelt ein Team rund um Gierad Laput, Yang Zhang und Chris Harrison einen Super-Sensor, der alle Gegenstände zuhause und in Unternehmen in smarte Geräte verwandeln soll. Möglich soll das durch eine so genannte Allzweck-Erfassung mit nur einem synthetischen Sensor werden.

© Gierad Laput / Der Super-Sensor in der schematischen Hardware-Ansicht.

Die grundsätzliche Funktionsweise eines Multi-Sensors

Intelligente Sensoren wie der Notion Smart Home Sender, Fibaro Motionsensor oder Aeon Multisensor 6in1 stecken voller Technik, ohne dabei auf eine Sache spezialisiert zu sein. Die Kombination von Bewegungsmelder, Luftfeuchtigkeitsmessung, Kohlenmonoxidwerterkennung, Temperaturfühler, Rauchmelder, Umgebungslichtsensor, Geräuscherkennung und Neigungserkennung durch ein verbautes Gyroscope vereint die Funktionen vieler Messgeräte in nur einem kompakten Gerät. Mit einer integrierten WLAN-Kommunikation und IFTTT-Kompatibilität werden die Daten etwa über eine Z-Wave-Bridge mit einer App auf dem Smartphone verknüpft und können dort für ihre jeweilige Funktionsweise definiert werden.

Der Sensor an der Haustür soll beispielsweise melden, wenn diese geöffnet wird. Also steuert man in dem Fall die Bewegungserkennung oder Audioerkennung für die zuschlagende Tür an. Sobald die Tür geöffnet wird und damit der Sensor ausgelöst wird, funkt dieser eine Nachricht auf das Smartphone. Gleiches gilt für eine eventuelle Überschwemmung: einfach den Sensor auf Feuchtigkeitserkennung schalten und auf den Fußboden im Bad legen. Registriert der Sensor Feuchtigkeit, meldet er dies umgehend. Soll er sich melden, wenn die Waschmaschine fertig ist, programmiert man ihn darauf, dass er reagiert, sobald die Bewegungssteuerung nicht mehr aktiv ist, sprich: die Waschmaschine still steht. Damit stehen unendliche Möglichkeiten offen, jedoch benötigt bisher jedes Gerät einen eigenen Sensor, der auf diesem angebracht wird. 

Der Super-Sensor an den Google glaubt

An der Carnegie Mellon University arbeiten nun also auch Wissenschaftler an einem Multisensor. Und glaubt man den Gerüchten, ist einer der Geldgeber im Hintergrund Google bzw. das Unternehmen Alphabet. Das bisher schlicht „Super-Sensor“ genannte Gerät vereint laut schematischer Skizze unter anderen Lichtsensor, Magnetometer zum Erkennen elektromagnetischer Wellen, Temperatur-/Luftdruck-/Luftfeuchtigkeitsmesser, Beschleunigungsmesser, 2,4 Ghz Wifi-Chip, Bewegungsmessung und Mikrofon, enthält jedoch bewusst keine Kamera, um stringente Überwachungsgegner nicht auszuschließen. Der Clou im Gegensatz zu den bisher erhältlichen Sensoren: pro Raum wird nur ein Sensor benötigt, der dann alle im Raum befindlichen Geräte etc. erkennt. Dieser muss einfach in eine freie Steckdose gesteckt werden.

Haushaltsgeräte sollen nach Aktivierung des Synthetic Sensor am Klang, an der Wärmeentwicklung, an den elektromagnetischen Wellen oder am Licht erkannt werden. Und das soll laut Tests erstaunlich gut funktionieren: leise zugeschlagene Türen konnten vom Sensor registriert werden, bei Wasserhähnen unterschied der Sensor zwischen dem linken und rechten Hahn, nannte die Menge an Wasser, die floss oder erkannte zur Neige gehende Einmal-Handtücher in Spendern. Der Sensor funktionierte bei den Tests mit quasi jedem beliebigen Haushaltsgerät. Damit wird er vor allem zu einer tollen Spielerei für Experimentierfreudige. Einige Szenarien wie eingeschaltete Mixer oder Mikrowellen und laufende Wasserhähne können dabei voraussichtlich dank maschineller Lerntechniken ohne erforderliches Training durch den Benutzer voreingestellt genutzt werden.

© Gierad Laput / Laufende Mikrowellen werden über die elektromagnetischen Wellen erkannt.

Eines der größten Probleme derzeit besteht noch darin, viele Geräte in einem Raum zu unterscheiden. Geht es hier mal lauter zu, überlagern sich die Geräusche gern und werden fehlinterpretiert. Hier arbeitet das Team eifrig an einer Lösung. Trotzdem bringt der synthetische Sensor schon auf dem jetzigen Stand eine interessante Komponente ins Smart Home, die teure Neuanschaffungen von Smart Home Geräten in diversen Fällen verhindern kann. Ein Erscheinungsdatum oder einen Preis gibt es noch nicht. Vermutlich wird er eines Tages unter dem Label „Google Home“ das Licht der Welt sowie deren Geräusche, Wärme und mehr entdecken.

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