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Breitband-Technologien

Highspeed-Internet: Die Zugänge im Vergleich

Ein schneller Internet-Zugang ist Grundvoraussetzung, wenn man sein Zuhause in ein Smart Home verwandeln möchte. Doch welche Unterschiede gibt es?

© andifink / fotolia.com

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DSL, VDSL, Glasfaser, FTTH, LTE, Kabel… Wer heute ins Internet möchte, dem stehen viele Möglichkeiten offen. Doch nicht überall ist alles zu haben. Und welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Highspeed-Internet-Zugänge? Wir bringen Licht ins Dunkel. Auf Internet via Satellit verzichten wir dabei, da LTE heute auch auf dem Land gut ausgebaut ist und die Übertragungsraten und Preise von Satelliten-Internet keine wirkliche Alternative zu herkömmlichen Breitband-Zugängen darstellen.

DSL bis 25 Mbit/s: Der kaiserlich-kupferne Klassiker

Beim DSL wird das Online-Signal über die altehrwürdigen Kupfer-Telefonleitungen übertragen, die noch zu Zeiten von Kaiser Wilhelm II. gelegt wurden. Dementsprechend sind die Übertragungsraten mit max. 16–25 Mbit pro Sekunde im Downstream (und max. 1 Mbit/s im Upstream) für heutige Verhältnisse relativ bescheiden, reichen jedoch für private Nutzer ohne große Ansprüche gerade noch aus. Einige Smart Home-Anwendungen können ebenfalls noch damit genutzt werden, beim Thema Streaming von großen Datenmengen geht der Klassiker jedoch deutlich und spürbar in die Knie.

VDSL bis 400 Mbit/s: Bringt alte Kupferleitungen in Höchstform

Beim VDSL (kurz für Very High Speed Digital Subscriber Line) wird das Signal ab der Vermittlungsstelle über moderne Glasfaserleitungen übertragen, lediglich vom nächsten Verteilerkasten bis ins Haus kommt weiterhin die alte Kupferleitung zum Einsatz. Auf diese Weise werden bei einer Entfernung von maximal 500 Metern zum nächsten Verteilerkasten Übertragungsraten im Downstream von derzeit bis zu 200 Mbit/s erreicht (40 Mbit/s im Upstream). Durch so genanntes Super-Vectoring sollen demnächst 250 bis 400 Mbit/s (und 100 Mbit/s im Upstream) möglich werden, sofern der Abstand vom Hausanschluss zum nächsten Verteilerkasten maximal 300 Meter beträgt. Faustregel: je weiter der eigene Anschluss vom Verteilerkasten entfernt ist, desto niedriger ist die Übertragungsrate. Möglich wird das durch neue Verteiler-Funktionskarten und Software, die auftretende Störungen zwischen der Vermittlungsstelle und dem Verteilerkasten minimieren sollen. Und auch der eigene Router muss Super-Vectoring beherrschen, was unter Umständen eine Neuanschaffung nach sich zieht.

Glasfaserkabel bzw. Lichtwellenleiter übertragen Daten in Form von Licht. © Klaus The. / fotolia.com

Glasfaser bis 1 Tbit/s: Relativ aufwändig, jedoch sehr zukunftssicher

Die Option, eine Glasfaserleitung direkt bis ins Haus zu legen (FTTH: Fibre To The Home) wird derzeit von fast allen Experten als optimale Lösung für einen schnellen Internet-Zugang gesehen. Theoretisch sind hier Download-Geschwindigkeiten von mehreren Terabyte möglich, in der Regel liegen diese bisher bei max. 1000 Mbit/s (oder auch 1 GBit/s). Mit dieser Geschwindigkeit wird das Leben online und im Smart Home mit allen derzeitigen und zukünftigen Finessen möglich. Große Datenmengen werden schnell übertragen und sämtliche Smart Home Features sind in Maximalgeschwindigkeit nutzbar. Wer den möglichen Aufwand und den einmaligen Anschlusspreis nicht scheut, der bekommt mit FTTH das Maximum an Geschwindigkeit und kann bestimmt alle Online-Neuerungen der nächsten Jahre nutzen.

Kabel bis 200 Mbit/s: Ohne viel Montage schnell angebunden

Die vor allem in Mehrfamilienhäusern verlegten Koaxialkabel der Kabelfernsehbetreiber erreichen eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 200 Mbit/s im Downstream (jedoch nur über moderne Koaxialkabel nach DOCSIS3.0-Standard). Das ist mehr als ausreichend für alle gängigen Anwendungen eines Smart Homes. Größter Vorteil des Kabel-Internets sind die zumeist vorliegende Verkabelung, die Möglichkeit, nur den Onlinezugang ohne Telefonie zu bekommen und der günstige Preis, ein nennenswerter Nachteil ist die niedrige Upstreamrate von höchstens 12 Mbit/s (im Gegensatz zu 40 Mbit/s bei VDSL).

LTE bis 100 Mbit/s: Mobil und schnell

LTE (oder auch 4G) ist die in unserem Vergleich einzige Variante, die ohne Erdkabel auskommt. Daher empfiehlt sich der schnelle Mobilfunk vor allem und eigentlich nur dort, wo kabelgebundene Internetanschlüsse Mangelware sind, etwa in sehr ländlichen Gegenden. Mit Geschwindigkeiten von derzeit bis zu 100 Mbit/s auf dem Land und bis zu 300 Mbit/s in Ballungsräumen steht es den meisten verkabelten Breitband-Zugängen in nichts nach. Größtes Manko sind die immer noch hohen Preise und die zumeist übliche Drosselung des Zugangs nach dem Erreichen einer vorher vereinbarten GB-Menge. Für große Datenmengen ist LTE daher eingeschränkt geeignet, die gängigen Smart Home-Anwendungen sind jedoch bequem nutzbar.

Fazit

Jeder Breitband-Zugang hat seine Vor- und Nachteile. Ausschlaggebend wird für die meisten Nutzer der Preis sein. Doch vor der Entscheidung sollte auf jeden Fall ein Geschwindigkeitscheck stehen, denn jeder Anbieter nutzt die Formel „bis zu“ für seine Produkte. Die schönste theoretische Geschwindigkeit nützt jedoch nichts, wenn sie im eigenen Haus nicht erreicht wird. Empfehlenswert ist ein guter Mix aus echter, gemessener Geschwindigkeit und einem fairen Preis. Wer das Geld und die Möglichkeit hat, sollte direkt und ohne Umwege auf FTTH-Glasfaser setzen.

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