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Title: Haushalt
Praxistest Mesh WLAN

Huawei WiFi Q2 Full Mesh: WLAN im ganzen Haus

Im Internet surfen, Musik oder Filme streamen und Online-Gaming: Unser Datenkonsum steigt stetig und bedarf einer stabilen und schnellen Netzwerkverbindung. Wo mancher Router versagt, versprechen Mesh-Systeme Abhilfe zu schaffen. Ein solches System habe ich mir angesehen: Das Huawei WiFi Q2 Full Mesh im Test.

© Chris Bertko / Huawei Full Meshsystem

© Chris Bertko / Huawei Full Meshsystem

Gerade in großen oder verwinkelten Häusern ist es meist so eine Sache mit dem reibungslosen WLAN-Empfang im gesamten Zuhause. Oft schafft es der einfache Router nicht das gesamte Haus samt Garten mit schnellem und zuverlässigem WLAN Signal zu versorgen. Das Huawei WiFi Q2 Full Mesh System verspricht Abhilfe bei schlechtem oder langsamen WLAN-Empfang zu schaffen. Es spannt ein Mesh-Netzwerk auf und sorgt so für bessere Abdeckung des hauseigenen WiFi-Netzwerkes. Was Mesh genau bedeutet und wie sich das Huawei WiFi Q2 Full Mesh System in der Praxis schlägt, verrät mein Test!

Was ist ein Mesh-Netzwerk?

Beginnen wir für einen seichten Einstieg erst einmal mit der Frage, was Mesh überhaupt bedeutet. Schließlich ist das Thema noch recht neu und vermutlich noch nicht jedem bekannt.

Ein Mesh-System besteht aus einem Router und einem oder mehreren Satelliten – im Fall des Startersets Huawei WiFi Q2 Full Mesh sind es zwei Stück. Je nach Bedarf kann das System aber um weitere Satelliten erweitert werden.

Diese Satelliten funktionieren quasi wie WLAN-Repeater, die es bereits länger auf dem Markt gibt. Allerdings bieten sie einige entscheidende Vorteile. Jeder Satellit baut sein eigenes WLAN auf. Die Halbierung der Geschwindigkeit, wie sie bei einem Repeater durch das Senden und Empfangen der Signale auf dem gleichen Frequenzband erfolgt, gibt es hier nicht. Somit steht überall die volle Geschwindigkeit des WLANs zur Verfügung. Denn die Kommunikation zwischen Router und Satellit erfolgt auf einer eigenen Verbindung, dem sogenannten Backhaul. Dies kann per Funk oder alternativ auch per Netzwerkkabel oder Powerline erfolgen.

Das gesamte WLAN, also das von Router und Satelliten, ist unter der gleichen SSID erreichbar. Bewegt man sich mit dem Smartphone oder Tablet durch das Haus oder in den Garten, kommt es unbemerkt im Hintergrund zum Wechsel zwischen den einzelnen „Zellen“ – auch das ist anders als bei einem Repeater. Das jeweilige Gerät, wählt sich automatisch bei dem Punkt ein, der das beste Signal bietet.

Das Huawei WiFi Q2 Full Mesh System in der Praxis

Vor einigen Wochen wurde der direkte Marktbegleiter „Orbi“ aus dem Hause Netgear, hier auf smart-wohnen.de genauer unter die Lupe genommen. Dagegen tritt nun also das Huawei Full Mesh System im direkten Vergleich an.
Gedacht ist das Set für bis zu 360 m² - perfekt für mein Testumfeld: Einfamilienhaus mit Internetzugang über eine FRITZ!Box 7490 sowie diverse Geräte (z.B.  Smartphones, Tablets, Notebooks und Streaming via Amazon Fire TV-Stick), die das heimische WLAN nutzen.

© Chris Bertko / Huawei Mesh System in der stabilen Verpackung.

Unboxing

Im Testeinsatz habe ich das Starterset Huawei WiFi Q2 Full Mesh zum Preis von rund 300 Euro. Dieses besteht neben dem Router aus zwei Satelliten. Neben diesen liegen noch die notwendigen Netzkabel (erfreulicherweise ohne Netzteil, also platzsparend an Steckdosenleisten) und ein Flachbandnetzwerkkabel für den Router bei.

© Chris Bertko / Übersichtlich und aufgeräumt, da kann die Installation beginnen.

Installation

Was hingegen fehlt, ist ein DSL-Modem im Router. Somit ist eine FRITZ!Box oder vergleichbares Gerät als externes DSL-Modem (und ggf. Telefonanlage) weiterhin erforderlich. Für die Installation wird zunächst der Huawei Router mit dem Stromkabel in der Steckdose und dem Netzwerkkabel an einen LAN-Port der FRITZ!Box angeschlossen.

© Chris Bertko / Huawei Router: Nur WAN Port, kein DSL Modem.

Dann ist die Huawei App erforderlich, die über den beiliegenden QR-Code schnell und einfach heruntergeladen werden kann. Nach dem Download muss das Smartphone oder Tablet zunächst mit dem WLAN des Huawei Routers verbunden werden. Dieser eröffnet für den Installationsvorgang ein eigenes Netzwerk. Die erforderlichen Login-daten sind auf der Unterseite des Gerätes zu finden.

Erstes Manko: Bei der Auswahl der Region gibt es nur das Festland von China und „Sonstiges“ – das geht ja heiter los. Doch ich lasse mich schnell eines Besseren belehren, denn der weitere Installations- und Konfigurationsvorgang läuft problem- und reibungslos. In der App wird ein noch nicht konfigurierter Huawei Router gefunden und ab dann Schritt für Schritt durch die Einrichtung geführt.

In Summe kann man sagen: man muss kein Netzwerkprofi sein, um das System einzurichten, denn insgesamt sind nur fünf Einrichtungsschritte zu meistern. Darunter die Vergabe eines individuellen WLAN-Namens und dem dazugehörigen Passwort. Selbiges ist auch für den Routerzugriff erforderlich – fertig! Nun kann man die ersten Geräte mit dem neuen WLAN-Netzwerk verbinden.

© Screenshots Chris Bertko / 5 Installations-Schritte via App.

Satelliten einrichten

Mit der Einrichtung des Routers ist aber noch kein Vorteil erreicht. Denn nun ist das Gerät vergleichbar mit einem klassischen WLAN-Router wie eben der FRITZ!Box. Es fehlen besagte Satelliten für ein Mesh-Netzwerk und deren Vorteile.

Die Satelliten gilt es so im Haus zu verteilen, dass eine möglichst gleichmäßige Abdeckung erreicht wird. Die Verbindung zum Router bauen diese entweder über das bereits weiter oben erklärte Backhaul (also per Funk) oder per Powerline (über die Stromleitung) auf. Ich habe mich für die Powerline-Variante entschieden.

© Chris Bertko / Satellit an Strom anstecken, fertig.

Die Einrichtung war auch hier sehr einfach. Satellit starten und kurz warten. Er eröffnet das Standard-WLAN und synchronisiert sich anschließend über das Powerline mit dem Router, um seine WLAN-Kennung samt Passwort zu übernehmen. Schon ist der Satellit eingerichtet!

Was kann die App?

Neben der einfachen Einrichtung hat mich auch die App in ihrer Funktionalität überzeugt. Sie lässt nichts missen und bietet einige nützliche Features. Unter anderem zeigt sie alle mit dem Netzwerk verbundenen Geräte samt der aktuellen Daten-Downloadrate an.

© Screenshot Chris Bertko / Die App zeigt die aktuelle Netzwerknutzung jedes Gerätes an.

Praktisch ist auch der Jugendschutzfilter, der zeitlich begrenzt aktiviert werden kann. So bekommen die Kids tagsüber nicht auf alle Inhalte Zugriff, Mama und Papa am Abend hingegen schon.

Weitere nützliche Funktionen sind das Diagnose-Tool sowie das Gäste-WLAN, dank dem Freunde und Verwandte ins Internet gelangen, aber keinen Zugriff auf die restlichen Netzwerk-Ressourcen haben. Auch dies kann zeitlich begrenzt werden. Einzig die beim Netgear Orbi vorhandene Kompatibilität mit dem Sprachassistent Amazon Alexa ist beim Huawei WiFi Q2 Full Mesh nicht mit an Bord. Für mich ist das aber kein KO-Kriterium, da das Gastnetzwerk entweder dauerhaft aktiviert bleiben kann oder mit einem schnellen „Klick“ in der Huawei App aktiviert ist.

© Screenshot Chris Bertko / Funktionen der Huawei App.

Fazit

Mein Fazit zum Huawei WiFi Q2 Full Mesh System

Das Huawei WiFi Q2 Full Mesh System tut genau das, was es soll: Es sorgt für beste WLAN-Abdeckung und hohe Performance bei mir zuhause. Hier steht es dem Kontrahenten von Netgear Orbi in nichts nach. Auch die Konfiguration und die Funktionen sind sehr ähnlich. In dieser Hinsicht ist das Huawei WiFi Q2 Full Mesh System absolut empfehlenswert.

Einen großen Unterschied zum Netgear Orbi System gibt es dann aber doch. Während bei Netgear das Backhaul nur per Funkverbindung mit 2,4 Ghz und 5 Ghz möglich ist, bietet das Huawei System auch die Möglichkeit, die Kommunikation zwischen Router und Satelliten über die Stromleitungen im Haus zu realisieren. Das macht die Einrichtung noch schneller und einfacher und ist damit für mich der entscheidende Pluspunkt. Da preislich beide Systeme nur 20 Euro unterscheiden, ist mir die Powerline-Funktion diesen Aufpreis beim Huawei WiFi Q2 Full Mesh System wert.

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