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Title: Haushalt
IFA 2018 Nachlese

IFA 2018: Das alte und neue Mekka fürs Smart Home

Die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik und Elektrogeräte, die internationale Funkausstellung, kurz IFA, ist vorbei. Wir stellen die Trends und Highlights der Messe vor und ziehen Bilanz, was nach dieser einzigartigen Messe hängen bleibt.

© Braun / Telekom stellt ihren neuen smarten Speaker vor.

© Braun / Telekom stellt ihren neuen smarten Speaker vor.

Mit 245.000 Besuchern kamen zwar 5.000 Besucher weniger zur IFA nach Berlin als im Vorjahr, das Ordervolumen der Fachhändler blieb mit geschätzten 4,7 Milliarden Euro aber auf konstant beindruckendem Rekordniveau. Was die rund 150.000 Fachhändler vor allem für das Weihnachtsgeschäft bestellten, ist nicht im Detail bekannt, aber noch nie wurde so viel Geld für Consumer Elektronics und Home Appliances (sogenannte Weißwaren) ausgegeben wie heute. Für alle, die nicht die Gelegenheit hatten sich vor Ort selbst ein Bild zu machen, gibt’s hier die Trends im Einzelnen:

Google, Telekom & Co. greifen Amazons Alexa an

Die Sprachsteuerung war wieder eines der beherrschenden Themen auf der IFA. Egal, ob es um Unterhaltungselektronik von der Beleuchtung bis zur Musik ging oder um Elektrogeräte wie dem Backofen, hippe Dampfgarer oder die gute alte Waschmasche: Die Steuerung per Sprache gehört bei vielen Herstellern der IFA mittlerweile sprichwörtlich zum guten Ton. Amazons Alexa feiert dieser Tage die Kompatibilität zu über 20.000 Geräten und ist damit Marktführer bei der Sprachsteuerung. Dies marktbeherrschende Position von Alexa will Google nun mit eigenen Produkten streitig machen. Neben Google Home und Google Home Max wird vor allem der kleine Google Home Mini zukünftig bei vielen Smart-Home-Produkten als kostenloses Beiwerk zu finden sein, was Googles Marktanteil bei sprachgesteuerten Geräten zu Gute kommt.

Die typisch amerikanische WLAN-Verbindung der Geräte bekommt beim Thema Sprache aber zunehmend Konkurrenz aus Europa, denn für die Übertragung von Sprache eignen sich andere Funk-Standards wie DECT deutlich besser als WLAN. Wie das funktioniert, zeigte die ULE Alliance, ein Zusammenschluss von 130 namhaften Unternehmen, die den guten alten, aber weiterhin einzigartigen DECT-Funk erfolgreich als optimalen Smart-Home-Standard etablieren.

Die Deutsche Telekom will diesen wichtigen Markt für sprachgesteuerte Assistenten nicht den Amerikanern überlassen und mischt mit ihrem „Smart Speaker“ den Markt auf. Die Deutsche Telekom nutzt einerseits eine technische Integration von Alexa, setzt mit lokalen Partnerschaften aber eigene und deutliche Akzente zum US-Giganten. 

© Braun / Immer mehr Hersteller setzen auf DECT ULE da es mit Millionen vorhandener Router funktioniert.

Partnerschaften werben für Vertrauen beim Verbraucher

Ein für uns Verbraucher sehr positives Signal sind die steigenden Partnerschaften und Kooperationen zwischen den Herstellern. Ein jeder Smart-Home-Fan ist es längst Leid sich an einen Hersteller zu binden – und alle namhaften Smart-Home-Anbieter haben den Wunsch nach Hersteller-übergreifenden Lösungen gehört. So geniert sich Bosch als Traditions-Marke aus Stuttgart nicht auf ihrer Pressekonferenz zu betonen, dass ihr Home Connect auch Produkte anderer Hersteller, jetzt Partner, auf und in ihrer beliebten Home-Connect-Plattform unterstützt. In anderen Worten: Kunden mit einer schicken Bosch-Küche mit Backofen, Mikrowelle und hippen Dampfgarer können und dürfen nun auch eine Waschmaschine von Miele oder Siemens in ihr Smart Home einbinden. Gleiches gilt auch für die Unterhaltungselektronik. Wie beim WLAN ist es hoffentlich bald egal von welchem Hersteller das Endgerät und von wem der Aktor oder Sensor gekauft wurde. Bestes Beispiel ist die Kompatibilität von Magenta-Smart-Home-Produkten der Deutschen Telekom und den beliebten WLAN-Routern von AVM. Sie verstehen sich ab sofort dank gemeinsamen Standard bestens. Und genau diese neue Kompatibilität öffnet dem Smart Home die Tür zum Massenmarkt.

© Bosch / Klein aber wichtig - der neue kleine Sensor verschaft das Wohlfühlklima.

Viele kleine, aber wichtige Verbesserungen

Neben einigen neuen Produkten zeigten die Hersteller auf der IFA eine Vielzahl von Verbesserungen. Erfreulicherweise kommen diese Verbesserungen auch für bereits gekaufte Produkte, ganz einfach per Software-Update – und das kostenlos. AVM zeigte auf der IFA das neue FRITZ!OS 7 gleich mit 77 neuen Funktionen und Features, die für alle neuen und viele aktuelle FRITZ!Boxen kommen. Bosch, Technisat, Microsoft, Huawei, Netatmo und zahlreiche andere Hersteller bieten ebenfalls seit der IFA viele neue Funktionen per Software Update an. Beispielsweise können die Überwachungskameras des Herstelles Netatmo per Update nun Tiere von Menschen unterscheiden und der innovative Anbieter von Saugrobotern, Neato, lässt per Software-Update seine Botvac Produkte nun auch anlassbezogen und auf mehreren Stockwerken saugen. Verschüttet man also künftig etwas auf dem Weg von der Küche ins Wohnzimmer, sollte ein Sprachbefehl an Alexa oder Google genügen, damit die Sauerei hinter einem direkt wegsaugt wird. Tolle neue Smart-Home-Welt, oder? 

© Neato / Auch Saugroboter lernen neue Tricks! Dieser hier fährt nun anlassbezogen zum Saugeinsatz.

Keine Smartphones, aber neue Produkte

Während in den vergangenen Jahren die IFA auch immer zur Vorstellung neuer Smartphones genutzt wurde, gab es dieses Jahr nahezu keine neuen Smartphones zu verkünden. Huawei, Sony und Samsung bevorzugen offenbar eigene Events, um ihre neuen TOP-Produkte vorzustellen.

Selbstverständlich dürfen in einem Nachbericht über die IFA die neusten Gadgets nicht fehlen. Da waren die neuen Kopfhörer von Sony mit dem komplizierten Namen WH-1000XM3, deren Geräusch-Unterdrückung jedoch jeder sofort verstand. Sonos stellte einen neuen, multifunktionalen Verstärker für alle Multi-Room-Freunde vor, der auch mit Alexa gesteuert werden kann. Richtig guten Sound versprach zudem Teufel mit ihren neusten Lautsprechern. Zur IFA gehören natürlich auch viele nahezu namenlose Komponenten-Hersteller für Speicher und SSD-Festplatten wie GoodRam, die in Berlin ihr 15-jähriges Jubiläum feierten. Der Erfolg der IFA hängt nicht zuletzt von derartigen Unternehmen ab, denn die Mehrzahl der 1.800 Aussteller in Berlin – und das ist ebenfalls unbestritten – sind nahezu unbekannte Hersteller von gleichermaßen  innovativen Produkten.

Noch mehr IFA News gefällig? Hier geht es zu unserem umfassenden Blog mit den IFA Neuheiten 2018.

Fazit

Es gab nahezu kein Gerät auf der IFA, das nicht mit dem Internet verbunden sein will. Zum Glück wird den Herstellern aber auch die Verbundenheit zum Kunden immer wichtiger. Smart Home ist kein elitäres Zeug für Reiche und Angeber mehr, sondern zieht in jedermanns und jederfraus Alltag ein. Günstig, gut und kompatibel mit anderen Geräten – und vor allem mit uns Kunden.

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