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Title: Haushalt
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Intelligent nachrüsten: Das Smart Home für den Bestandsbau

Lange Zeit war die Hausautomation ein Thema für Hausbauer und solche, die es noch werden wollten. Wer aber zur Miete wohnt, der möchte natürlich nur ungern nachträglich Kabelschlitze stemmen oder andere bauliche Veränderungen vornehmen. Doch dank vielfältiger funkgestützter Systeme hat das Smart Home längst auch schon in Bestands- und Altbauten Einzug gehalten. Sichere Funkstandards wie Z-Wave bieten eine schier endlose Vielzahl an Möglichkeiten der Automation. Doch auch, wer auf bereits vorhandene Hardware setzen möchte, kann sofort loslegen – zum Beispiel mit einer FRITZ!Box oder einem Apple Gerät. Worauf also noch warten?

©iStock.com/Daisy-Daisy

©iStock.com/Daisy-Daisy

1. Z-Wave: Sicherer Funkstandard mit vielen Möglichkeiten

Im Baumarkt findet man eine Vielzahl günstiger, vorgeblich smarter Produkte auf Basis von Funk – zum Beispiel Funksteckdosen. Diese lassen sich oftmals per Fernbedienung steuern, doch programmieren lassen sie sich nicht. Darüber hinaus haben all diese Funkprodukte einen Nachteil: sie funken nur in eine Richtung. Das bedeutet, gibt es ein Problem mit der Steckdose und diese hat das Signal nicht empfangen, erfolgt keine Rückmeldung an den Sender. Und wenn man mit der eigenen Fernbedienung die Weihnachtsbeleuchtung des Nachbarn schalten kann, ist das auch nicht Sinn der Sache, oder?

Besonders der Funkstandard Z-Wave ist im Smart Home mittlerweile äußert beliebt, denn er zeichnet sich zum einen durch einen geringen Stromverbrauch sowie zum anderen durch eine hohe Sicherheit aus (dazu später mehr). Auch verfügt er über einen Rückkanal, damit man sicher sein kann, dass alle Befehle korrekt ausgeführt werden – im Gegensatz zu herkömmlichem Funk. Mittlerweile existieren mehr als 2000 zertifizierte Z-Wave-Geräte, die alle miteinander via Z-Wave-Zentrale kommunizieren und entsprechend gemeinsam einsetzbar sind. Bekannte Z-Wave-Zentralen, sogenannte Gateways sind u.a. das Fibaro Home Center, oder auch die Smart Home Zentralen von Devolo, Technisat und Schwaiger bzw. homee für Einsteiger sowie auch für Fortgeschrittene. Ob also das Heizkörperthermostat von Danfoss im Badezimmer, ein Zwischenstecker von Schwaiger im Wohnzimmer oder der Bewegungsmelder von Fibaro im Flur. Sie alle sind miteinander im gleichen Z-Wave-System nutzbar. Das bedeutet Flexibilität pur.

© Fibaro / Fibaro setzt auf die Gerätevielfalt von Z-Wave.

Manch einer mag sich an dieser Stelle fragen, ob die Übertragung per Funk überhaupt sicher sei? Hierzu sei gesagt: das Risiko sogenannter man-in-the-middle-Angriffe, als dem Versuch, Datenströme im Funknetz heimlich auszulesen, ist recht gering. Hierfür müsste der Angreifer sich zum einen direkt in der Wohnung, also in direkter Nähe aufhalten und zum anderen ist bei Z-Wave-Geräten die Kommunikation zwischen Zentrale und smartem Aktor/Sensor verschlüsselt und abhörsicher. Die Frage, ob ein funkbasiertes Z-Wave-Smart Home sicher ist, kann von technischer Seite aus mit einem „Ja“ beantwortet werden.

Mehr zu diesem Thema haben wir hier aufgeschrieben: 10 Tipps, um Hacker vom Smart Home fernzuhalten

2. Bluetooth: Smartes Heim mit Apple HomeKit und Elgato EVE

Wer über ein Smartphone verfügt und seine eigenen vier Wände im Alt- oder Bestandsbau via Netzwerkrouter mit Internet versorgt, der hat möglicherweise bereits zwei weitere Übertragungswege an der Hand, die auch im Smart Home zum Einsatz kommen – WLAN und vor allem Bluetooth. Zwar ist WLAN deutlich energiehungriger als Z-Wave und Bluetooth deutlich geringer in der Reichweite, dennoch können beide Übertragungswege von entsprechenden Systemen ebenso genutzt werden, um das eigene Heim im Handumdrehen smart zu machen.

© Elgato / Eve Thermo basiert auf Bluetooth und hilft Komfort und Energiesparen zu vereinen.

Eines der wohl populärsten Smart Home-Systeme auf Basis von Bluetooth ist Elgato EVE. In dessen Sortiment finden sich mittlerweile nicht nur intelligente Zwischenstecker, sondern auch Klimasensoren, Bewegungsmelder, Rauchwarnmelder usw. Das Besondere an Elgato EVE: es nutzt Apple HomeKit und Apple Nutzer brauchen keine gesonderte Zentrale. Apple HomeKit mit der entsprechenden Home-App befindet sich nämlich schon auf allen neueren Apple-Geräten. Das bedeutet, man kann mit dem entsprechenden Elgato EVE-Gerät sofort loslegen. Einfach die Home-App öffnen, Code am smarten Gerät einlesen, fertig. Um zum Beispiel seine Heizkosten im Bestandsbau effektiv zu senken, bräuchte es nur das Elgato EVE Thermo sowie den Raumklimasensor Elgato EVE Room. Schneller kann man kaum smart werden.

© Apple / HomeKit kann sofort smarte Geräte via iPhone oder iPad steuern.

3. DECT: Die FRITZ!Box wird zur Smart Home-Zentrale

Der wahrscheinlich beliebteste Netzwerkrouter ist die FRITZ!Box von AVM. Sie ist Telefonanlage und WLAN-Router in einem und bietet sich ebenfalls als Smart Home-Zentrale im Bestandsbau an. Ohne große Investitionen kann man im Grunde sofort mit dem Smart Home beginnen. Zumal AVM auf Basis des von der Box genutzten, verschlüsselten DECT-Protokolls auch die sogenannte FRITZ!DECT-Reihe anbietet. Hierbei handelt es sich um Produkte, die bequem mit einem einmaligen Tastendruck angelernt und genutzt werden können. Installation sowie Einstellungen lassen sich wie gewohnt auf der Bedienoberfläche des FRITZ!OS einsehen, siehe unter Heimnetz -> Smart Home. Sei es der FRITZ!DECT 301 Heizkörperregler, um das Bad morgens vorzuheizen oder der smarte Zwischenstecker, um die Kaffeemaschine rechtzeitig zu schalten. Zwar ist das Smart Home-Sortiment von AVM auf den Bereich Kostenersparnis fokussiert, doch natürlich bringen die smarten Geräte auch jede Menge Komfort in den Alltag.

© AVM/ Die einfachste Art mit Smart Home zu beginnen: FRITZ!Box als Zentrale.

4. Homematic IP: Die proprietäre Alternative aus Norddeutschland

Bei dem schier überbordenden Angebot von Geräten und Übertragungswegen kann man sich besonders am Anfang natürlich schnell überfordert fühlen. Einige Anbieter springen an dieser Stelle mit eigenen, proprietären Funksystemen in die Bresche. Einer dieser Anbieter stammt aus Norddeutschland, heißt eQ-3 und dessen Produktreihe Homematic IP kommt hier genau richtig. Homematic IP bietet verschiedene Starter Sets mit unterschiedlichem Fokus, siehe Sets wie „Alarm“ samt Tür-Fenster-Kontakt und Bewegungsmelder oder auch „Raumklima“ mit entsprechendem Heizkörperthermostat. Aber: Homematic IP-Geräte sind nicht interoperabel, das bedeutet, sie funktionieren ausschließlich mit Homematic IP-Gateway und Geräten.

© eQ3 / Homematic IP ist einfach nachzurüsten.

Fazit

Ganz gleich, ob man sich für den offenen Funkstandard Z-Wave entscheidet oder für Bluetooth, ob für DECT oder für ein proprietäres System wie das von Homematic IP. Funklösungen sind insgesamt nicht nur deutlich sicherer, als vielerorts behauptet. Sie eignen sich für den Neubau mindestens genauso gut wie für bereits bestehende Häuser und Wohnungen. Als kostengünstige Nachrüstlösung ergibt ein funkgebundenes Smart Home ohnehin jede Menge Sinn, zumal der Einsatz smarter Geräte innerhalb der Wohnung enorm flexibel gestaltet werden kann. Wer darüber hinaus über ein Apple Smartphone verfügt oder über eine FRITZ!Box, der hat bereits eine vollwertige Smart Home-Zentrale an der Hand, ohne es vielleicht zu wissen. Bleibt also nur noch eine Frage: warum noch warten, wenn das Smart Home doch so nahe liegt?

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