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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Smarter Neubeginn

Interview: „Bosch macht Technik so nutzerfreundlich wie möglich“

Andrea Fluhr von der Bosch Smart Home GmbH spricht über die Pläne und Produkte eines neuen Geschäftsbereichs.

Andrea Fluhr von der Bosch Smart Home GmbH

© Bosch Smart Home GmbH

Das Zuhause der Zukunft ist smart – damit diese Erkenntnis noch besser beim Anwender ankommt, bietet Elektronik-Hersteller Bosch seine Smart-Home-Produkte seit Anfang 2016 über eine eigens gegründete Tochterfirma an. Ein Smart-Home-Controller, Heizungsthermostate sowie Tür- und Fensterkontakte sollen den einfachen und effektiven Einstieg in die smarte Heizungssteuerung ermöglichen und das Haus gleichzeitig gegen Einbrecher sichern. Das Besondere: Von vornherein ist die Integration von intelligenten Produkten anderer Hersteller wie Philips oder Buderus möglich und gewollt. Andrea Fluhr , Senior Brand and Communications Manager bei der Bosch Smart Home GmbH erklärt, welche Ziele Bosch dabei im Visier hat und wie die neuen Produkte die Anwender vom Nutzen des Smart Homes überzeugen sollen. 

Warum tut sich der normale Kunde – aus Sicht von Bosch – so schwer mit dem Thema Smart Home? Machen Hersteller und Handel hier etwas falsch?

Andrea Fluhr: Der Smart-Home-Markt ist noch recht jung und fragmentiert. Es werden sehr viele Einzellösungen und aus der Ferne steuerbare Produkte angeboten, die vom Hersteller selbst oder vom Handel unter dem Dach „Smart Home“ subsumiert werden. Daher ist das Thema für die Endkunden noch recht undurchsichtig und nicht so richtig greifbar. Einen weiteren Aspekt sehen wir dahin, dass die Relevanz und der Mehrwert der angebotenen Lösungen oft nicht nachhaltig und nutzenorientiert genug vermittelt werden.

Was macht Bosch beim Design seiner Smart-Home-Geräte anders als die Hersteller bisher angebotener Produkte?

Andrea Fluhr: Das Bosch Smart-Home-System und die dazugehörigen Produkte sind dazu ausgelegt, in einem interoperablen System miteinander zu kommunizieren. Das heißt zum einen, dass die Produkte mit dem Internet verbunden sind, man also zum Beispiel von unterwegs die Heizung hoch- oder runterdrehen kann. Zum anderen sind die Produkte auch untereinander verbunden: Ist beispielsweise ein Fenster mit einem Tür-Fensterkontakt versehen, realisiert das System das Öffnen des Fensters und veranlasst direkt das Herunterregeln der Heizung. So wird das Leben der Bewohner noch komfortabler und sie müssen sich nicht mehr um lästige Routinearbeiten kümmern. Bosch verfolgt mit dem Smart-Home-System einen umfassenden Ansatz, der verschiedene Bereiche des Wohnens in einem System und über eine App vereint und somit einander näher bringt.

Vier Smart-Home-Produkte der neuen Bosch-Serie

Bislang besteht das Bosch-Produktportfolio lediglich aus Steuereinheit, Heizungsreglern und Tür-Fensterkontakten. Diese lassen sich als smarte Heizungssteuerung oder einfache Alarmanlage einsetzen. Durch welche weiteren Produkte oder Funktionen wird Bosch sein Angebot erweitern?

Andrea Fluhr: Die Ziele der Smart-Home-Lösungen sind in erster Linie mehr Komfort und Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Die ersten Produkte hierfür sind bereits auf dem Markt, und im Laufe des Jahres werden noch weitere Produkte, unter anderem für den Bereich „Sicherheit“, folgen. Der Fokus der Erweiterung liegt aber nicht nur auf neuen Produkten, sondern es werden auch bestehende Produkte mit neuen Funktionalitäten angereichert und ausgebaut. Durch die Kommunikation und Verbindung von Produkten untereinander werden neue Nutzungsmöglichkeiten dazukommen.

In das Smart-Home-System werden Bereiche integriert, in denen Bosch jahrelange Erfahrungen vorweisen kann, wie Heizungen, Sicherheit oder Haushaltsgeräte. Zusätzlich werden in das System Produkte von externen Partnern integriert wie zum Beispiel bereits Junkers, Buderus und Philips.

Frau in einem Wohnzimmer mit den Smart-Home-Produkten von Bosch

Zurzeit sind Buderus- und Junkers-Heizsysteme sowie das Philips-Hue-System mit der Bosch Smart-Home-Steuerung kompatibel. Möchte Bosch selbst seine Smart-Home-Plattform auf- und ausbauen oder ist die Strategie, sich an bestehende Systeme wie Qivicon, HomeKit oder Googles Smart Home anzudocken?

Andrea Fluhr: Das interoperable System steht bei Bosch Smart Home im Mittelpunkt und ist für selektive Partner offen. Bei der Vernetzung setzt Bosch auch auf offene Standards, um die Technik so nutzerfreundlich wie möglich zu machen. Die Zusammenarbeit mit Partnern wird für andere Gerätearten weiter ausgebaut. Momentan passiert enorm viel auf dem Smart-Home-Markt. Bosch beobachtet die verschiedenen Ansätze und Marktteilnehmer mit großem Interesse und hält sich alle Optionen offen.

Ist der von Bosch verwendete Funkstandard mit den Heizkörperthermostaten oder Fensterkontakten anderer Hersteller kompatibel?

Andrea Fluhr: Zunächst ist der Funkstandard nicht mit allem kompatibel, sondern nur für ausgewählte Partner. Das Bosch Smart-Home-System kommuniziert mit den ersten Produkten über ein verschlüsseltes proprietäres Funkprotokoll. Der allgemeine Funkstandard Zigbee wird für kommende Produkte ebenfalls berücksichtigt und bietet somit einen offenen Funkstandard, mit dem auch die Produkte anderer Anbieter kompatibel sind. Zudem schätzt Bosch den Markt als sehr agil ein und kann zukünftig zusätzlich über einen USB-Port am Smart-Home-Controller flexibel, beispielsweise auf Protokollerweiterungen, reagieren. So ist das Bosch Smart-Home-System für zukünftige Entwicklungen im Funkbereich gerüstet.

Wie gut ist der Zugriff per Smartphone-App auf den Bosch Smart-Home-Controller abgesichert?

Andrea Fluhr: Das Bosch Smart Home schützt persönliche Daten, indem es sie ausschließlich im Smart-Home-Controller und nicht in der Cloud speichert. Nur bei der Steuerung via Smart-Home-App von außerhalb werden genau die Daten über das Internet verschickt, die der Nutzer für die Anwendung freigibt. Die Smart-Home-Lösungen von Bosch erfüllen höchste Standards für Datenschutz und Datensicherheit. Diese werden von Beginn an in der Produktentwicklung berücksichtigt. Unter anderem hierfür hat Bosch ein Center of Competence für Produktsicherheit eingerichtet. Kunden und Nutzer haben volle Transparenz und entscheiden selbst darüber, wie ihre Daten genutzt werden.

Die Bosch Smart-Home-App

Für welche Smartphone-Betriebssysteme ist die App zur Steuerung des Smart-Home-Controllers verfügbar?

Andrea Fluhr: Momentan ist die App für Android-Versionen 4.1 oder höher auf Smartphones verfügbar. Eine angepasste Tablet-Version für Android sowie eine iOS-Version wird im Frühjahr 2016 erhältlich sein.

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