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Update des Betriebssystems

iOS 10 verbessert Apples Homekit deutlich

Die neueste Version des mobilen Betriebssystems von Apple, iOS 10, bringt auch für die Smart-Home-Plattform Apple Homekit neue Funktionen und Verbesserungen.

© Apple

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Ab 16. September werden viele Apple-Fans ihr neues iPhone 7 beziehungsweise iPhone 7 Plus in Händen halten – an diesem Tag beginnt die Auslieferung der neuesten Generation von Apples Kult-Smartphones. Bereits einige Tage vorher, am 13. September, veröffentlicht Apple das Update auf die neueste Version seines mobilen Betriebssystems iOS 10. Und iOS 10 bringt insbesondere für Apples Smart-Home-Plattform Homekit eine Menge Neuerungen und Verbesserungen.

Die neuen iPhones 7 und 7 Plus dürften von vornherein mit iOS 10 ausgeliefert werden. Doch auch Besitzer älterer iPhone-Modelle können sich auf das System-Update freuen. Alle iPhones ab dem iPhone 5 (also die Modelle 5, 5c, 5s, SE, 6, 6 Plus, 6s und 6s Plus) kommen in den Genuss der verbesserten Software. Bei den iPads sind es alle Modelle ab dem iPad der 4. Generation beziehungsweise dem iPad mini 2 (also die iPads 4G, Air, Air 2, mini 2, mini 3, mini 4 sowie alle iPad-Pro-Modelle). Außerdem lässt sich auch der iPod touch der 6. Generation auf iOS 10 aktualisieren.

© Apple / Das Update auf iOS 10 ist ab 13. September 2016 verfügbar.

Insgesamt verspricht Apple über hundert Detailverbesserungen und neue Funktionen. Besonders im Fokus stehen dabei die Musikwiedergabe und der Zugriff auf Apple Music, die beide intuitiver werden sollen. Viel tut sich auch bei iMessage – Apples Chat-Programm hat von anderen Plattformen wie WhatsApp, aber auch von der Apple Watch gelernt. Neues gibt es überdies bei Apples „Karten“, „Fotos“, Siri und im Sperrbildschirm.

Viele Neuerungen und Verbesserungen bei Homekit

Das Highlight für Smart-Home-Nutzer, die sich für Apples Homekit-Welt entschieden haben, dürften aber die Verbesserungen und neuen Möglichkeiten bei Apples Smart-Home-Plattform sein. Sie beginnen sehr offensichtlich damit, dass Apple Bedienung und Einrichtung nicht mehr Drittherstellern überlässt – vielmehr ist die System-App „Haus“ (beziehungsweise in der englischen Version „Home“) nun der zentrale Anlaufpunkt rund um alle Smart-Home-Funktionen. Wer will, kann aber nach wie vor die Apps von Elgato, iDevices, iHome oder anderen Homekit-Anbietern nutzen. Da sie alle im Hintergrund auf dieselbe Datenbank und die Homekit-Kernfunktionen zugreifen, erscheinen Einstellungen und Änderungen, die in einer der Apps vorgenommen werden, unmittelbar auch in allen anderen.

© Screenshot Apple / Vorinstallierte Szenen können nach eigenen Wünschen modifiziert werden.

Eine praktische Verbesserung ist, dass Homekit-Geräte jetzt direkt aus dem Kontrollzentrum aufgerufen werden können – einfach vom unteren Gehäuserahmen nach oben in den Bildschirm wischen, um das Kontrollzentrum aufzurufen, und dann so oft nach rechts, bis die neue „Homekit“-Sektion auf dem Schirm erscheint. Hier gibt es Symbole für alle Geräte, und auf Apple-Geräten, die 3D-Touch unterstützen, auch noch zusätzliche Aktionen und Optionen pro Gerät.

Auch in der Home-App lassen sich Szenen und Geräte direkt ansteuern, außerdem kann der Nutzer hier definieren, welche Geräte zu welchem seiner „Räume“ gehören. Zudem lassen sich für Räume schnell erfassbare Hintergrundbilder festlegen – entweder aus einer von Apple vorgeschlagenen Auswahl, oder indem man ein Foto des fraglichen Zimmers macht. Und die App erlaubt es, automatisierte Regeln zu erstellen oder zu verändern. Dabei enthält die Haus-App bereits die vorbereiteten Szenen „Ich bin zuhause“, „Ich verlasse das Haus“ und „Gute Nacht“, die nach eigenem Bedarf modifiziert werden können.

Auch hinter den Kulissen viele neue Funktionen

Neu ist auch die Möglichkeit, Szenen oder automatisierte Abläufe über den Standort des iPhones zu steuern. Dieses „Geofencing“ ermöglicht es zum Beispiel, bestimmte elektrische Geräte auszuschalten, wenn das Smartphone sich in einer bestimmten Entfernung vom Haus befindet. Ein weiterer Auslöser automatisierter Funktionen können Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sein.

Verbesserungen sind auch in die Abläufe und Funktionen im Hintergrund eingeflossen. Dies beginnt damit, dass die Homekit-Plattform nun neue Gerätetypen wie zum Beispiel Überwachungskameras, Türklingeln oder Luftreiniger unterstützt. Nach wie vor gibt es allerdings Einschränkungen durch die in Homekit verankerte Logik, dass ein Gerät immer nur eine ihm fest zugewiesene Funktion erfüllen kann. So ist etwa ein Rauchmelder aus Sicht von Homekit immer ein Alarm-Sensor – die Plattform kann seine Sirene zum Beispiel bei Alarmmeldungen anderer Sensoren, die auf einen Einbruchversuch schließen lassen, nicht auslösen.

Screenshot Apple / Vorinstallierte Szenen können nach eigenen Wünschen modifiziert werden.

Dafür kann mit iOS 10 nun auch ein iPad als „Hub“ dienen, der den Kontakt zu allen Homekit-Geräten hält. Bislang war dies nur mit einem AppleTV ab der dritten Generation möglich. Fortan könnte etwa ein an der Wand montiertes älteres iPad mini (ab Modell 2) als elegante Homekit-Bedienoberfläche nützliche Dienste leisten. Um die Nutzung als Homekit-Hub zu unterstützen, muss das iPad im heimischen Netzwerk angemeldet sein und zwingend an einem Ladegerät hängen. Mit solchermaßen realisiertem „Hub“ lässt sich das Apple-Smart-Home auch von unterwegs ansteuern, obwohl das iPhone in diesem Fall keinen direkten Bluetooth-Kontakt zu den heimischen Smart-Home-Geräten hat.

Und nicht zuletzt hat Apple auch die Möglichkeiten stark erweitert und verbessert, Homekit-Installationen mit Siri und/oder über die Apple Watch zu steuern. Dazu zählt nicht nur die Sprachunterstützung für alle genannten neuen Funktionen, sondern zum Beispiel auch detailliertere Informationen bei von Siri formulierten Rückmeldungen auf Kommandos oder Statusabfragen. Um die Funktionen der Home-App auf der Apple Watch nutzen zu können, braucht allerdings auch Letztere ein Update – auf das ebenfalls ab 13. September verfügbare watchOS 3.0.

Screenshot Apple / Für Räume lassen sich nun schnell erfassbare Hintergrundbilder zuweisen.

Fazit

iOS 10 ist gerade für Homekit ein wichtiger Schritt nach vorn. Bedienkomfort und Kompatibilität haben sich deutlich verbessert. Trotzdem bleibt für Apple noch einiges an seiner Smart-Home-Plattform zu tun. Der größte noch offene Wunsch ist eine Flexibilisierung der Gerätefunktionen, sodass ein und dasselbe Homekit-Gerät je nach Kontext unterschiedliche Aufgaben erfüllen kann. Dann könnte zum Beispiel ein Rauchmelder sowohl als Alarmsensor dienen als auch zur Signalisierung von Alarmen, die durch andere Sensoren ausgelöst wurden.

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