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Alles über das smarte Wohnen

Smarter Schlaf

Kein Traum: Wenn sich das Bett von selbst macht

Das Schlafzimmer ist eine Ruheoase! Roboterarme und ein vernetzter Lattenrost sollen zusätzlich beim Entspannen helfen.

Frau liegt mit Tablet in kuschligem Bett

iStock.com / Halfpoint

Duschen, Zähne putzen, Kaffee machen, die Katze füttern – der alltägliche Morgen ist streng getaktet. Die Zeit ist knapp, man selbst befindet sich noch im Halbschlaf und deshalb bleiben zweitrangige Arbeiten gerne auf der Strecke. Eine davon ist das Bettenmachen: Es sieht zwar wohnlicher aus, wenn die Schlafstätte ordentlich gerichtet ist, aber solange sich kein spontaner Besuch ankündigt, kann man gegebenenfalls darauf verzichten. Oder man wohnt smart – und lässt diese Arbeit von einem Roboter erledigen.

Zu verdanken ist die trickreiche Konstruktion dem Spanier Ascencio Zubeldia Jauregui. Er kam auf die Idee, ein Bett zu entwickeln, das sich selbst wieder herrichtet. Auf Knopfdruck fahren am Fußende des Bettes zwei kleine Arme aus, in die das untere Ende der Bettdecke eingehängt ist. Langsam fahren die Arme dann an beiden Bettseiten in Richtung Kopfende und ziehen dabei die Decke mit. Das Ergebnis: Ein faltenfrei gemachtes Bett. Die Kissen werden bei dem Vorgang ebenfalls gerichtet. Dazu zieht ein automatischer Seilzug, der am Kopf des Bettrahmens angebracht ist, die Kissen hoch und senkt sich anschließend wieder auf die frisch gemachte Bettdecke.


Ob dieses smarte Produkt, Ohea genannt, wirklich notwendig ist, ist wohl Geschmackssache. Es ging seinem Schöpfer wohl auch eher um die innovative Idee hinter dem Produkt und weniger um die Vermarktung: „Ohea ist lediglich eine Erfindung“, sagt Jauregui. „Ich habe nicht vor, es massenweise zu produzieren“. Ziel war es, das Thema „Smart Wohnen“ auch ins Schlafzimmer – genauer: ins Bett – zu holen. Ganz ausgereift ist Ohea übrigens ohnehin noch nicht.

Geniale Idee mit kleinen Macken

Bisher kann der Roboter nur dünne Sommerdecken ohne Bezug richten, während bezogene und vor allem schwere Bettdecken Probleme bereiten dürften. Außerdem ist die Fußseite der Decke mit Klettverschluss am Bett befestigt, da die Roboterarme die Decke sonst nicht fassen könnten. Doch eine am Fußende eingeklemmte Bettdecke ist nicht für jeden das Richtige. In Ländern wie Spanien, Frankreich und den USA wäre das kein Problem, denn dort ist ein dünnes festgestecktes Bettlaken absolut üblich. Der Deutsche mag es dagegen etwas luftiger: Da darf gezogen und gekuschelt werden und sich die Bettdecke über Nacht ruhig um 90 Grad drehen. Hauptsache, bequem! Der Bettrobotor Ohea käme entsprechend in Deutschland zur Verzweiflung.

Ein Bett, das sich selbst macht, ist in der Tat eine Innovation, doch technisch aufgerüstete Betten gibt es schon seit Jahren. Ein Blick in ein modernes Krankenhaus zeigt, dass das Einstellen von Rücken- oder Fußteil des Lattenrosts längst motorisiert erfolgen kann. Das ist zwar nicht richtig smart, ist aber im Gegensatz zum Bettroboter schon längst ausgereift.

Per Smartphone in die richtige Bettposition

Motorisierte Lattenroste sind auch für den privaten Haushalt zu erwerben. Teilweise werden diese mit einer Funkfernbedienung justiert – oder seit Neuestem mit dem Smartphone. Hier ist der Hersteller Lattoflex führend: Alle motorisierten Lattenroste lassen sich mithilfe einer kostenlosen Android- oder iOS-App steuern. Je nach Ausführung des Lattoflex-Produkts kann man mit der App auch eine Unterbettbeleuchtung steuern oder eine Fußheizung in der Matratze aktivieren.


Auch Wärmequellen im Bett sind keine Neuerfindungen: Die früher auf Kaffeefahrten angebotenen Rheumadecken sind längst den modernen Heizdecken gewichen. Hier ist vor allem die Sicherheit ein kritischer Punkt: Sind die Heizdecken aus irgendeinem Grund fehlerhaft, können sie schwerwiegende Brände auslösen. Empfehlenswert sind hier Heizdecken, die sowohl das CE- als auch das GS-Zeichen aufweisen. Ersteres sagt aus, dass die Decke den europäischen Sicherheitsnormen entspricht. Das GS-Zeichen ist ein Beleg dafür, dass die Hersteller die Heizdecke zudem freiwillig prüfen ließen; hier ist darauf zu achten, dass ein Prüfinstitut angegeben ist.

Eine Matratze mit Klimaanlage

Innovativer als eine Heizdecke ist eine Matratze mit entsprechendem Heizsystem. Die bereits erwähnten Matratzen von Lattoflex bieten die Möglichkeit, das Bett zu erwärmen. Einen Schritt weiter geht der Hersteller CT Formpolster: Sein Produkt easyClimate ist eine Matratze, die sich nicht nur aufheizt, sondern auf Wunsch auch abkühlt. Außerdem bringt eine spezielle „Clean“-Funktion eine Hitze von 60 Grad Celsius, die dazu geeignet ist, Milben abzutöten. Ein perfektes Feature für Allergiker und Asthmatiker.

Steuern lässt sich die Matratze über eine Fernbedienung. Die Funktionsweise von easyClimate: In der Matratze sind vier kleine Ventilatoren samt Heizelementen eingebaut. Die Luft wird von unten angesaugt, dann aufgeheizt und über ein umfangreiches Kanalnetz über die gesamte Matratze verteilt. Über senkrechte Löcher in der Oberseite der Matratze gelangt dann die warme bzw. kalte Luft an den Körper. Zu finden ist das easyClimate-System unter anderem in den Matratzen des Herstellers Hülsta.

Fazit

Das Bett wird smart: Mit dem Bettroboter Ohea muss niemand mehr das Bett eigenhändig machen. Kleine Roboterarme nehmen die Arbeit ab und ziehen innerhalb einer Minute das Bett glatt. Das Produkt hat ein paar Schwachpunkte und ist ohnehin nur als Modellentwurf entwickelt worden – dennoch ist Ohea ein erster Schritt in Richtung „smart schlafen“. Längst auf dem Markt hingegen sind die motorisierten Lattenrotte von Lattoflex, die sich per Smartphone- oder Tablet-App verstellen lassen. Und für ein perfekt temperiertes Bett sorgt das easyClimate-System, das unter anderem in einigen Matratzen von Hülsta zu finden ist. So komfortabel kann Schlafen sein.

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