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Title: Haushalt
Staubsauger-Roboter

Keine Helfer werden immer schlauer

Robosauger sind eigentlich nichts Neues mehr. Dennoch arbeiten ihre Hersteller an immer neuen Funktionen, die in Zukunft wichtig werden sollen.

© iRobot / Etliche aktuelle Sauger, wie der Roomba i7+, erstellen präszise Karten ihrer Umgebung.

© iRobot / Etliche aktuelle Sauger, wie der Roomba i7+, erstellen präszise Karten ihrer Umgebung.

Es ist vielleicht 20 Jahre her, dass noch Staubsaugervertreter von Haus zu Haus zogen und ihre neuesten Geräte anpriesen. Stellen wir uns mal vor, man hätte damals einen von ihnen gefragt, ob er denn kein Modell habe, dass einem das Saugen wirklich abnehme? Der Vertreter hätte wahrscheinlich freundlich gelacht - und dann weiter seine klassischen Sauger angepriesen. Klar, denn Haushaltsroboter gab es damals nur im Kino, und Staubsauger schienen technisch ausgereizt. Neuerungen gab es in winzigen Details der Bürsten und des Staubfilters.

Bis 2019 ist dann eine Revolution über die Staubsaugerbranche hinweg gefegt, sodass man beinahe schon ums Überleben des klassischen, kabelgebundenen Saugers bangen muss.

Weiterentwicklung im Detail

Seit dem Auftauchen er ersten Staubsaugerroboter, die sich bisweilen arg hilflos zwischen Tischbeinen verhedderten, gab es technische Quantensprünge fast im Monatstakt. Die Sauger der neuesten Generation vermessen ihr Arbeitsumfeld, legen sich „Fahrpläne“ fest; sie unterscheiden Teppich und Parkett, purzeln keine Treppen mehr hinunter und können sogar feucht durchwischen. Kurz gesagt: sie schon quasi schon wieder an einem Punkt angekommen, in dem nur noch im Detail Verbesserungen möglich scheinen.

© Roborock / Das Modell S6 von Roborock erstellt eine Karte seiner Umgebung.

Klar ist aber auch: es wird an vielen solcher Details gearbeitet. Die Robo-Staubsauger der Zukunft sollen unter dem Stichwort Künstliche Intelligenz (KI) noch smarter werden, aber auch noch praktischer. Wir wagen einmal einen Blick auf aktuelle State-of-the-Art-Modelle und mögliche Forstschritte der nächsten Jahre.

Der Roboter „zeichnet“ Grundrisse

Mit dem Modell S6 hat Hersteller Roborock, das neben allerlei Putz- und Saugwerkzeug auch ein ziemlich ausgefeiltes, digitales Gehirn unterm Deckel hat. Beim ersten kompletten Putzdurchgang durch die Wohnung scannt der S6 die kompletten Räume und erstellt damit eine „Landkarte“ der seines Aufgabengebiets.

Das können andere Modelle zwar auch, der Roborock-Neuling fertig aus den per Laser gewonnenen Daten jedoch einen Grundriss der Wohnung, auf dessen Grundlage nun auch eine Einzelraumreinigung oder andere konkrete Aufgaben abgeleitet werden können. Außerdem lassen sich Räume in mehreren Stockwerken speichern. Testern zufolge kommt der S6 auch an die Saugleistung eines herkömmlichen Saugers heran.

Staubsauger als mobile Sicherheitskamera

Der Staubsaugerroboter Ironpie M6 von Trifo arbeitet beim Erfassen seiner Umgebung auch mit einer Kamera. Deren Bilder lassen sich nun nicht nur für die originäre Arbeit des Saugers nutzen, sondern auch Art Sicherheitsfunktion: über das Smartphone lassen sich die Live-Bilder der Kamera abrufen. Somit kann man, während der Ironpie M6 arbeitet, auch gleich zu Hause nach dem Rechten sehen.

Außerdem soll es eine besondere Stärke dieses Modells sein, auf Basis seiner Positionserkennung eine zuverlässige Karte seiner Umgebung zu erstellen.

Ein ganz großes Thema in Sachen Staubsauger-Roboter (eigentlich ein großes Thema bei der Entwicklung fast aller technologischer Produkte) ist also die Künstliche Intelligenz. Im Bereich der smarten Staubsauger wird damit vor allem die Fähigkeit verstanden, das Arbeitsareal zu scannen und daraus Karten und ideale Arbeitswege zu erstellen.

© Ecovacs / Der Sauger Deboot Ozmo 960 erkennt bereits rund 500 Objekte und umfährt sie.

Deboot Ozmo 960 kennt 500 Objekte

Hinzu kommt die notwendige „Intelligenz“, um Gegenstände zu erkennen und gegebenenfalls zu umfahren. So sollte sich ein moderner Staubsauger – verkürzt gesagt - nicht an einer herumliegenden Socke verschlucken, sondern sie umfahren. Den Entwicklern des Deebot Ozmo 960 von Ecovacs zufolge erkennt dieser Robo-Sauger über seine Sensoren mittlerweile rund 500 Objekte und ordnet sie entsprechend ein, beziehungsweise umfährt sie.

Liegen zu viele Objekte auf dem Boden herum, wird am Ende zwar die Reinigungswirkung leiden. Aus technologischer Sicht ist das automatische Umfahren dennoch ein Forstschritt, denn frühe Saugermodelle waren ja eher rabiat unterwegs und lenkten erst um, wenn sie gegen ein entsprechend robustes Objekt rumpelten.

Roomba i7+ entleert sich selbst

Einen Fortschritt der ganz praktischen Art bietet der iRobot Roomba i7+, der seinen Schmutzbehälter selbstständig an seiner Basisstation entleert. Dass dafür allerdings relativ teure Spezialmüllbeutel nötig sind, fand auch schon Kritik.

Aus digitaler Sicht gehört der Roomba i7+ aber zu jenen modernen Saugern, die präzise Grundrisse anfertigen, und danach auch gezielt in die Küche geschickt werden können, wenn dort beim Backen das Mehl auf dem Boden landete.

© iRobot / Das Modell Roomba i7+ entleert sich an seiner Basis selbstständig.

Was die saugenden Roboter noch immer nicht können: sie überwinden keine Treppen, was sie zum Beispiel im Einfamilienhaus weiterhin nicht autonom macht. Außerdem bleibt – ausgerechnet – ihre Saugleistung oftmals noch hinter der eines klassischen Staubsaugers zurück. Damit sind sie gute Alltagshelfer, aber in vielen Haushalten, Büros oder Praxen werden sich den „normalen“ Sauger vorläufig noch nicht vollständig ersetzen können.

Moralische Programmierung

Dafür wird man bei der Entwicklung neuer Modelle auch immer mehr auf den Datenschutz achten müssen. Denn wenn die Sauger über die Kamera Einblick in die Wohnung bieten und auch ganze Grundrisse kennen, steigt womöglich auch die Versuchung, an diese Daten heranzukommen.

Übrigens – kleiner Fun Fact zum Schluss – wird auch über ethische Fragen nachgedacht: An der Stanford University wurde mit „Ladybird“ ein Saugroboter entwickelt, der sich quasi moralisch programmieren lässt. So könnte der Robo lernen, Marienkäfer zu verschonen, weniger liebgewonnene Insekten aber einzusaugen. Besser wäre natürlich noch, Tiere ganz allgemein zu verschonen, aber diese Entscheidung kann kein Roboter abnehmen.

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