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Title: Haushalt
Sprachassistenten

Konkurrenz für Alexa und Siri: Smart Home Assistent von Facebook

Der Kampf der Smart Home Assistenten ist in vollem Gang. Neu, wenn auch spät, steigt Facebook mit einem Sprachassistenten ins Rennen ein.

© Facebook / Mark Zuckerberg

© Facebook / Mark Zuckerberg

Wenn es einen Bereich gibt, in dem sich alle Technikgiganten breit machen wollen, dann ist es das Smart Home. Etwas still geworden ist es um Jarvis, den Smart Home Assistent von Facebook. Bekanntheit hat er Ende 2016 erlangt, als Facebook-Boss Mark Zuckerberg zeigte, wie er sich einen Sprachassistenten in seinem Zuhause vorstellt. Und die Sprache war es dann auch, die die meisten Nutzer auf Anhieb cool fanden, denn Hollywood-Legende Morgan Freeman war die Stimme des Facebook Smart Home Assistenten.

© Mark Zuckerberg / Jarvis erkennt Freunde an der Tür und lässt sie rein.

Funktionen des Facebook Smart Home Assistent

Im Video zeigt Zuckerberg seine Vision eines Smart Home Assistenten. Klar wird dabei schnell, dass der Sprachassistent nicht nur Spezialaufgaben übernehmen soll, sondern ständig bereitsteht. Jarvis weckt Zuckerberg, macht ihm Toast zum Frühstück, spielt dazu passende Musik ab und hilft ihm sogar bei der Auswahl seines T-Shirts. Auch klassische Heimautomation ist mit dem Sprachassistenten möglich, laut Zuckerberg kann er in seinem Haus Beleuchtung, Temperatur und Türen über den Smart Home Helfer steuern. Hört sich eigentlich ganz gut an, vor allem wenn man bedenkt, dass Jarvis das Ergebnis einer jährlichen Herausforderung ist, der sich Zuckerberg mit Leidenschaft stellt. Mal lautet das Ziel 365 Meilen pro Jahr zu laufen, 2016 war es Künstliche Intelligenz ins Eigenheim zu bringen. Zuckerberg verwendet bei Jarvis viele Techniken aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz, etwa die Verarbeitung natürlicher Sprache oder Gesichtserkennung.

Facebook Sprachassistent Update 2017

Um es nochmal klar zu schreiben, Jarvis ist bisher offiziell nur als privates Projekt von Mark Zuckerberg bekannt. Doch jetzt sind ein paar Infos aus Taiwan durchgesickert. Angeblich baut Facebook jetzt auch eine eigene Hardware rund um seinen Smart Home Assistenten. Es soll sich dabei um einen smarten Lautsprecher mit aufgesetztem 15-Zoll-Bildschirm handeln. Das Konzept soll dabei ähnlich funktionieren wie bei Amazon Echo Show. Über das Display soll man Fotos und Videos, bevorzugt von Facebook, ansehen können. Außerdem, so die Gerüchte weiter, soll das Display auch für Video-Telefonate nutzbar sein. Schon Zuckerberg experimentierte bei seiner Heimautomation mit einem Messenger Bot, den er nach eigenen Angaben sehr einfach an den Start brachte. Vorteil dabei: Der Messenger läuft auf verschiedenen Systemen, kann mit Texten, Bildern, Audio und Video umgehen, hat Unterstützung für Push-Nachrichten und versteht vor allem das Berechtigungssystem von Facebook. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass dieses Grundprinzip weiterverfolgt wurde. Angeblich arbeitet Facebooks geheimes Hardware-Labor Building 8 an dem Gerät, dessen Software-Basis wohl Android sein wird. Das Touchdisplay soll von LG kommen und von einem Magnesium-Alu-Gehäuse umhüllt sein. Das erste Quartal 2018 soll angeblich als Starttermin angepeilt werden, für den Bau soll der taiwanesische Fertiger Pegatron Technology verantwortlich sein.

© Facebook / Der erste Smart Home Assistent von Facebook ist als Hobbyprojekt vom Chef entstanden.

Facebook macht Alexa und Google Assistant Konkurrenz

Facebook macht also nicht nur auf dem Gebiet rund um Künstliche Intelligenz in Smart Home Systemen Amazon, Google, Microsoft & Co. Konkurrenz, sondern greift wohl auch bei der Hardware ein. Das Facebook-Gerät will Amazon Echo, Google Home und Cortana-Lautsprechern ein Stück vom Markt abzwacken. Offiziell ist noch nichts über die genauen Funktionen bekannt, aber es gilt als wahrscheinlich, dass der Lautsprecher auf seinem eingebauten Display den Facebook-Feed samt Fotos und Videos anzeigt und natürlich auch der Messenger auf dem Gerät genutzt werden kann. Im Hintergrund wird wohl ein Messenger-Bot laufen, dem man Fragen zuwerfen kann. Das wird es aber nicht gewesen sein, denn Zuckerberg ließ es sich nicht nehmen, mehrfach darauf hinzuweisen, dass er einen Smart Home Assistenten möchte, den er auch per Textnachricht bedienen kann. Sprich man wird Jarvis auch über eine eigene App bzw. direkt über den Facebook Messenger via Smartphone oder PC ansteuern können.

Besonderheiten im Facebook Smart Home Assistent

Mit smarten Lautsprechern ist Facebook spät dran. Amazon und Google sind schon am Start, Apple und Microsoft folgen noch 2017. Im Frühjahr 2018 ist es also höchste Eisenbahn. Ob der Smart Home Assistent wirklich mit einem riesigen 15-Zoll-Display kommt, steht nicht fest, der Amazon Echo Show würde daneben mit 7 Zoll winzig wirken. Angeblich soll Facebook noch ein zweites Gerät ohne Lautsprecher entwickeln, das dann zum Schleuderpreis die Konkurrenz schocken soll. Der große Facebook-Trumpf sind die vielen Nutzer und deren sozialer Zusammenhalt. Mit Facebook Messenger und WhatsApp hat Facebook auch die beiden großen Kommunikations-Werkzeuge unter dem eigenen Dach und die laufen überall. Apple erreicht mit FaceTime nur Apple-Nutzer, Google hat es ohnehin schwer mit Chat-Apps und ein Amazon Echo Show kann nur andere Echo-Geräte anpingen oder Alexa in der Amazon-App.

Vorteile Facebook Smart Home Assistent

Die vielen Nutzer sind der große Vorteil für Facebook. Facebook selbst zählt 2 Milliarden User, 1,2 Milliarden sind bei WhatsApp, ebenso viele nutzen Facebook Messenger und auch die 700 Millionen Instagram-Nutzer sollte man nicht vergessen. Natürlich sind die Nutzerzahlen nicht exklusiv, aber trotzdem gigantisch. Im Prinzip könnte Facebook per Fingerschnippen den Smart Home Assistenten für alle Messenger-Nutzer einfach freischalten und hätte dann sofort 1,2 Milliarden Nutzer. Auch im Bereich Virtual Reality trauen Experten Facebook extrem viel zu. VR im Smart Home hat bisher niemand am Start. Mit Freunden und dem Wissen über die Vorlieben der Nutzer kann man sich gut vorstellen, dass ein Smart Home Assistent von Facebook gut ankommt.

Nachteile Facebook Smart Home Assistent

Ein so gut üppig ausgestattetes Gerät mit 15 Zoll Display dürfte teuer werden. Die Gerüchteküche spricht von mehreren Hundert US-Dollar. Happig für den sanften Einstieg in Smart Home. Bisher hat Facebook auch keine große Erfahrung mit Sprachassistenten. Alexa und Siri sind lange auf dem Markt, hier muss Facebook was aus dem Hut zaubern. Vor allem in Deutschland dürften viele Nutzer auch Bedenken rund um den Schutz der Privatsphäre haben. Hier hat Facebook ohnhin nicht den besten Ruf und wenn dann die Smart Home Assistenten zum Beispiel im Wohnzimmer Werbung einblenden, könnte es schwer werden.

Fazit

Facebook ist spät dran mit im Smart Home und sollte darauf achten, dass die eigenen Geräte Alleinstellungsmerkmale liefern. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt, wie der Assistent im Wohnzimmer zurecht kommt.

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