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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

(M)Ein Leben mit Qivicon

Leben und Überleben im Smart Home

Das Leben ist spannend mit einer Qivicon Home Base. Mit ihr erlebt man so viele interessante Dinge im Smart Home, dass genügend Stoff für eine Reportage drin ist...

© Smart-Wohnen

© Smart-Wohnen

Um es vorwegzunehmen: Dieser Text ist nicht objektiv. Er versucht es nicht einmal. Denn wer seit mehr fünf Jahren ein kleines Kästchen (im weiteren Qivicon Home Base genannt) mit sich herumschleppt, mit dem er auch noch mehrmals umgezogen ist – der ist nicht mehr objektiv. Aber er hat gelernt zu überleben – und zu leben: im Smart Home.

Stell dir vor, es ist dein Smart Home und die ganze Nachbarschaft weiß es (mal) wieder. Denn nichts ist schöner als heimzukehren und festzustellen, dass die Qivicon Home Base ihre Internetverbindung wieder einmal verloren hat und das smarte Alarmsystem sich daher nicht via App deaktivieren lässt. Es ist klar: Für die Strecke von der Haustür, wo der erste Türsensor lauert, über die Bewegungsmelder in der Küche bis hinter die Couch im Wohnzimmer, wo die Qivicon-Box steht, werden die 15 Sekunden, bis der Außenalarm ertönt, niemals reichen. Dennoch: der Versuch muss sein. Und auch wenn er wieder in einem Fehlschlag endet und selbst der Hechtsprung hinters Sofa mit einem beherztem „Ich reiß mal alle Kabel, die ich finde, aus der Wand, um alles lahmzulegen“ nichts bringt – ich würde auf mein Smart Home (mit Qivicon) nicht mehr verzichten wollen.

© Smart-Wohnen / Der Weg zur Qivicon Home Base kann weit sein - wenn man im Haus an zahlreichen smarten Komponenten vorbei muss.

Warum? Weil nix perfekt ist und es einfach auch schön ist zu sehen, wie sich ein System wie Qivicon über die Jahre entwickelt hat und immer mehr Fehler ausgemerzt wurden und noch immer werden. So wird die neue Qivicon Home Base (kommt wohl im November 2016) einen Anschluss für einen Mobilfunk-Stick haben. Selbst wenn also das DSL-Internet die Grätsche macht ,ist das Smart Home immer noch erreichbar. Hätten die Telekom-Qivicon-Macher vielleicht schon früher dran denken können. Aber was soll’s: der alarmierend digital motivierte Leistungssport hat mir gut getan.

Haushüter: Mit Sicherheit ein verwirrter Nachbar

Und es gibt die schönen Momente. Beispielsweise verwirrte Nachbarn, die man schon immer mal verwirren wollte. Dem Haushüter sei Dank. Denn seit einiger Zeit steuert ein mehr oder weniger cleveres System (genannt Haushüter) die Lichter meiner digitalen Festung bei Nacht, wenn ich nicht zu Hause bin. Jeder digitale Schalter, jede Hue-Lampe wird nach dem Zufallsprinzip an- und ausgeschalten. Das scheint so echt zu wirken (ich selbst sehe es ja nicht, ich bin ja nicht zu Hause), dass während eines jeden Urlaubs einmal das Telefon klingelt und nachgefragt wird, ob alles OK sei. Auf meine allgemeingültige Frage „Hä?“ kommt dann die Antwort: „Na, weil ihr schon wieder zu Hause seid“. Mein folgendes „Hä?“ wird mit „Na, weil eure Lichter in der Nacht immer an- und ausgehen“. Den Versuch, dem besorgten Nachbar dann zu erklären „Alles gut – das ist mein Smart Home. Das aktiviert zwischen Sonnenuntergang und -aufgang zufällig und immer wieder neu meine Lampen, um echte Anwesenheit zu simulieren“ hab ich übrigens aufgegeben. Denn mehr als ein nachbarschaftliches „Hä?“ hab ich bislang nicht auf diese Erklärung zurückzubekommen. Sei‘s drum. Den einen oder anderen Langfinger wird es hoffentlich auch abhalten.

Highway to hell statt Hunde-Häufchen

Fairerweise muss man aber auch sagen: Während man vor drei Jahren auch bei Qivicon noch das Gefühl hatte, man überlebt im digitalen Dickicht des Smart Home nur mit der Nahkampfausbildung eines IT-Studenten im 15. Semester, sieht es heute schon anders aus. Jeder, der nicht mehr glaubt, man verschickt E-Mails, indem man sie auf ein Fax-Gerät legt (das ist das Ding, das Papier teleportiert) hat gute Chancen, (s)ein Qivicon selbst zum Laufen zu bringen. Und sogar neue Komponenten wie Hue-Lampen, Rauchmelder, Alarmsirenen, Steckdosenschalter, Kameras oder Sound-Systeme lassen sich erstaunlich einfach integrieren. Allerdings gilt nach wie vor: RTFM oder BTFM (Believe the fucking manual). Als ich neulich versuchte, eine nachtsichttaugliche Außenkamera ins Qivicon zu installieren, um Nachbars vierbeinige Fledermaus der Gattung Canis lupus familiaris bei der täglichen Verrichtung ihrer Notdurft in unserem Sandkasten in flagranti zu ertappen, war ich erstaunt, wie einfach es war. Zur Sicherung der Beweislage werden die Videos übrigens direkt in die Cloud der Telekom übertragen. Was wiederum den Vorteil hat, dass diese recht schnell via Mail dem Nachbarn zugestellt werden können. Sonst aber bombensicher sind. Deutscher Datenschutz ist mir gerade bei diesen heiklen und intimen Themen und Momenten besonders wichtig… Sollte der digitale Aufschrei meinerseits beim Nachbarn aber nichts bewirken, könnte Lumpi vielleicht mit ein paar hundert Watt aus den Sonos-Boxen (die ebenfalls im Qivicon-System integriert sind) und dem Gassenhauer „Highway to hell“ nachdrücklich klar gemacht werden, dass es keine gute Idee ist, in einem mit Smart Home überwachten Sandkasten heimlich Häufchen zu machen.

© Smart-Wohnen / Außenkameras sind mit Qivicon einfach zu installieren.

Ein bisschen Smart gibt’s nicht

Ein Smart Home zu haben, ist wie schwanger sein. Ein bisschen gibt’s nicht – oder es führt zumindest nicht zum gewünschten Ziel. Warum? Stellen sie sich Folgendes vor. Sie haben eine Hue in eine Lampenfassung gedreht. Damit ist die Lampe smart. Ist mit Qivicon und den Apps verbunden und alles funktioniert. Bis zu dem Moment , in dem jemand auf die glorreiche Idee kommt, am analogen Lampenschalter (egal ob Handschalter oder Wandschalter) der Hue komplett den Saft abzudrehen. Da hilft auch noch kein so frustriertes Rumhämmern auf der App – ohne Stromversorgung geht einfach nix. Wer also konsequent smart leben will, muss damit rechnen – auch finanziell – , dass alles, was altmodisch analog schaltet, nach und nach aus deinem Haushalt verbannt werden muss.

© Smart-Wohnen / Philips Hue und Qivicon - geht auch!

Nachdem ich mich also mit Kneif- und Abisolierzange über unsere ersten Stehlampen hergemacht hatte und alle Handschalter das Zeitliche gesegnet hatten, waren konsequenterweise die Wandschalter dran. Und ab dem Moment verließen sie ihn… Zwar bietet Qivicon Unterputzschalter an – die selbst zu installieren, war mir persönlich aber doch zu heikel. Da mal ein kleiner Kurzschluss, da mal ein wenig elektrisches Schwelen und Kokeln, und schon hat der smarte Rauchmelder eine neue Aufgabe. Aus meiner Sicht: nein danke! Also musste ein Fachmann her, was natürlich auch wieder ein paar Euro kostet.

Wenn es dann aber installiert ist – dann macht das Smart Home wieder einen Ticken mehr Spaß. Im Grunde wird Smart Home zum Hobby. Oder zur unendlichen Geschichte in die man endlos investieren kann.

Fazit

Ganz ehrlich: die Story könnte endlos weitergehen. Wird sie auch… Aber da wir alle wissen, dass wir zu smart sind, um noch mehr Buchstaben auf einen Schlag zu verkraften, geht’s in den anderen Teilen hier weiter.

Auf die Frage: „Soll man sich ein Smart Home antun?“ kann nur sagen: „Ja“. Wichtig ist nur, dass man sich gut überlegt, was man heute und morgen damit möchte. Reicht es mir, wenn ich meine Heizung steuere, dann reicht ein System, das genau auf dieses Bedürfnis zugeschnitten ist. Weiß ich heute schon, dass ich morgen mehr möchte, muss man das schon einplanen und ggf. zu Plattformen wie Qivicon oder Innogy greifen. Das macht den Start vielleicht etwas komplexer, dafür erhält man sich aber die Freiheit für später, das zu tun was man möchte. Alle Smart-Home-Systeme haben heute aber eines gemeinsam: man kann heute mit ihnen leben – und muss nicht mehr mit ihnen überleben…

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